Ostsee: Was eine Familie hier am Strand macht, sorgt für große Diskussionen

Eine Familie an der Ostsee hat mit ihrem Verhalten für Aufsehen gesorgt (Symbolbild).
Eine Familie an der Ostsee hat mit ihrem Verhalten für Aufsehen gesorgt (Symbolbild).
Foto: IMAGO / penofoto

Dieser „Vorfall“ an der Ostsee hat für ordentlich Gesprächsstoff in den sozialen Netzwerken gesorgt. Manche würden es wohl als banale Beobachtung abtun.

Doch für eine Frau, die eine Familie bei ihrem Strandausflug beobachtete, geht diese Aktion einen Schritt zu weit. In einer Facebook-Gruppe für Küsten-Fans berichtet sie davon. Denn Ihrer Meinung nach taten die Besucher etwas, das so gar nicht in Ordnung ist. Das Ganze ereignete sich am Ostsee-Strand von Rostock-Warnemünde.

Ostsee-Aktion sorgt für Aufsehen

Und zwar soll die Familie laut Erzählung der Frau ihr dreckiges Kartoffelsalatgeschirr einfach in der Ostsee abgewaschen haben. „Ist das nicht eklig?“, fragt die Frau und löst eine Diskussion mit 250 Kommentaren bei Facebook aus.

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Und mit „eklig“ meint die Frau nicht, dass das Geschirr möglicherweise in der Ostsee nicht richtig sauber wird, sondern, dass dort die Kartoffelsalatreste rumschwimmen und sich die Menschen einfach rücksichtslos verhalten. Sie sieht hinter der banalen Aktion ein generelles, größeres Problem.

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Das ist die Ostsee:

  • auch Baltisches Meer genannt
  • die Ostsee ist das größte Brackwassermeer der Erde
  • die Fläche beträgt 412.500 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 459 Meter tief

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„Und was ist daran so schlimm? Haben sie Plastik ins Meer geschmissen oder anderen Müll? Meine Güte, es gibt echt Leute, die regen sich über jeden Scheiß auf“, heißt es in den Reaktionen. Viele Menschen reagieren mit Whataboutism, lenken also die Diskussion auf ein anderes Problem wie die Umweltverschmutzung.

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„Wenn wir nur das Problem von Kartoffelsalatresten im Meer hätten, wäre es gut“, heißt es von einer Frau. „Also wenn der Kartoffelsalatrest in unseren Meeren das größte Problem ist, dann ist doch alles gut. Mensch Leute,ihr macht euch auch keine Gedanken darum, was wo anders alles da rein gekippt wird, aber der Kartoffelsalatrest ist es der das Meer zum umkippen bringt“, schreibt zudem ein Nutzer.

Ostsee: Größeres Problem?

Die Beitragsverfasserin sieht die banale Kartoffelsalat-Aktion als Symbol für ein größeres Problem mit Urlaubern aus Deutschland.

„Mir fällt immer wieder dieser Egoismus der Touristen auf. Egal wo, es wird schlimmer. Keine Rücksicht auf andere nehmen, immer nur ich, ich, ich. Nicht alle, aber es wird immer mehr. Und es sind vermehrt die Deutschen, die sich nicht gut benehmen. Auch im Ausland.“

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Sie ärgere sich deswegen immer wieder im Urlaub und schäme sich fremd.

Ostsee: „Finde es auch eklig“

Das Abwaschen in der Ostsee wird somit zur großen Diskussion über das Verhalten von Touristen. Ist es egoistischer geworden? Das ist eine Frage, die immer wieder in Sozialen Netzwerken diskutiert wird, wenn es um brisante Vorfälle in Küsten-Orten geht, beispielweise auch bei Saufgelagen und Randalen.

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Oftmals erscheint es so, als würden einige Menschen denken, im Urlaub könnten sie sich alles erlauben. Auch wenn das Abwaschen von Kartoffelsalat natürlich nur eine kleine Sache ist, die aber irgendwie doch viele Menschen bewegt. Einige weitere Reaktionen:

  • „Also ich persönlich finde es auch eklig. Klar, viele pinkeln da rein, es gibt Bestattungen etc. und sicherlich weitaus schlimmeres. Da wird bestimmt der ein oder andere sagen, gut das eine finde ich eklig das andere nicht.“
  • „Sagt mal, wollt ihr alle zwischen Kartoffelsalatreste schwimmen und am Strand Slalom laufen wegen so einem ekligen Verhalten? Seid Ihr noch bei Trost?“
  • Das finde ich nicht schlimm. Als wir am Strand waren, hat ein Mann mit den Händen, den Kot von seinem Hund aus dem Sand genommen und ins Wasser geschmissen. Er hatte keine Hundetüte. Das finde ich ekliger.“

Über egoistische und rücksichtslose Urlauber kann beispielweise der beliebte Küstenort Lübeck-Travemünde einiges erzählen. MOIN.DE ist dem Thema nachgegangen. Mehr dazu kannst du >>> hier lesen. (rg)