Ostsee: Gefahr im Meer breitet sich aus – erster Vorfall in MV

Beim Baden an der Ostsee solle man Vorsicht walten lassen.
Beim Baden an der Ostsee solle man Vorsicht walten lassen.
Foto: imago images/Chris Emil Janßen

Bei einem Bad in der Ostsee ist Vorsicht geboten. Vielerorts warnen die Gemeinden an der Küste vor Bakterien im Wasser, den sogenannten Vibrionen.

Ab einer Wassertemperatur von 20 Grad vermehren sich die Bakterien rasant. Sie können schwere Infektionen hervorrufen, doch das geschieht zum Glück nur in seltenen Fällen. In Mecklenburg-Vorpommern kam es nun zu einem ersten Zwischenfall in der Ostsee in diesem Jahr.

Ostsee: Ein 80-Jähriger hat sich eine Infektion mit den Bakterien zugezogen

Nach dem nun veröffentlichten Vibrionen-Bericht aus der vergangenen Woche hat sich erstmals in diesem Jahr ein 80-jähriger Mann aus Mecklenburg-Vorpommern (MV) eine Infektion mit den Bakterien zugezogen. Wie das Lagus berichtete, sei in diesem Fall das hohe Alter als Risikofaktor zu betrachten. Weitere Details wurde nicht mitgeteilt.

+++ Ostsee: Menschen gehen nur ein paar Schritte ins Wasser, kurz darauf schweben sie in Lebensgefahr +++

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Das ist die Ostsee:

  • auch Baltisches Meer genannt
  • die Ostsee ist das größte Brackwassermeer der Erde
  • die Fläche beträgt 412.500 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 459 Meter tief

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Gefährdet sind den Angaben zufolge Menschen mit chronischen Grundleiden oder einer Schwäche des Immunsystems sowie höheren Alters. „Wenn Badegäste zu diesen Risikogruppen gehören und Hautverletzungen haben, sollte ein Kontakt mit Meer- oder Brackwasser unterbleiben.“

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In der Badesaison 2020 seien in Mecklenburg-Vorpommern acht Infektionen gemeldet worden, Sterbefälle habe es nicht gegeben. Seit 2003 seien es insgesamt 69 Infektionen gewesen, an denen neun Menschen – alle mit relevanten Vorerkrankungen – gestorben seien. (kbm mit dpa)