Rügen: Grusel-Stimmung auf unbewohnter Insel – seit Jahren ist sie dem Verfall ausgesetzt

Kurz vor Rügen befindet sich diese gruselige Insel.
Kurz vor Rügen befindet sich diese gruselige Insel.
Foto: picture alliance / dpa | Stefan Sauer

Eine namenslose Insel vor Rügen? Davon haben wohl noch nicht allzu viele gehört.

Doch es gibt sie. Eine unbewohnte Insel vor der Küste von Rügen. Und sie bietet einen wirklich gruseligen Anblick.

Rügen: Unbewohnte Insel gehörte der DDR-Volksmarine

Zwischen der Halbinsel Reddevitz und der Insel Vilm befindet sich im Bodden eine künstliche Insel. Sie ist laut der „OZ“ 700 Quadratmeter groß, auf Holzpfählen erbaut und diente als Entmagnetisierungsstation der DDR-Volksmarine. Schiffe wurden dort entmagnetisiert um sie für Minen, die durch einen Magnetschalter auf Metall reagieren, „unsichtbar“ zu machen.

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Das ist Rügen:

  • Insel vor der Ostseeküste Vorpommerns
  • Flächengrößte und bevölkerungsreichste Insel Deutschlands
  • Etwa 77.000 Menschen leben hier
  • Rügen ist zehnmal größer als Sylt
  • Auf der Insel gibt es 100 Sonnenstunden pro Jahr mehr als in München
  • Neben Stränden gibt es auf Rügen auch viele Naturschutzgebiete

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Ein Maschinen- und ein Wohnhaus haben sich damals auf der Plattform befunden. Nach der Wende wurde die Anlage sich selbst überlassen. Zwar seien immer wieder Angebote eingegangen, doch letztlich blieb die Insel unbenutzt und wurde dem norddeutschen Wetter überlassen.

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Vor knapp 20 Jahren kauften dann zwei Männer die Anlage. Doch bis jetzt haben sie keine Verwendung für ihre Insel gefunden, denn es habe zu viele Bau- und Versicherungshürden gegeben.

Die Insel ist demnach immer noch erbarmungslos der Natur ausgesetzt. Deshalb bietet sie inzwischen einen sehr gruseligen Anblick. Algen wachsen an der Mauer, die die Insel umgibt, empor. Die Fenster sind allesamt eingeschlagen und Türen gibt es auch keine. Bis auf Vögel ist die graue Anlage komplett verlassen.

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Hoffnung für die Anlage vor Rügen

Immerhin, das Duo gibt noch nicht auf. Es wolle nun überprüfen lassen, ob die Station Denkmalwert haben könnte. Das zuständige Amt müsse nun prüfen, ob an der Erhaltung und Nutzung ein öffentliches Interesse bestehe, so die „OZ.“

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Für die schaurige Anlage gibt es also noch Hoffnung. Im Notfall könnte man sicherlich auch ein gutes Geisterhaus aus der Insel machen. Erst einmal muss jetzt aber die Frage mit dem Denkmalsschutz geklärt werden.

Nicht für Grusel sondern für Freude sorgt derweil etwas anderes auf der Insel Rügen selbst: In einem Ort werden noch kostenlose Corona-Tests gemacht! >>> Hier mehr dazu. (fk)