Rügen: SIE sorgten für Riesen-Aufsehen – jetzt gibt's erneut Ärger

In der Ostsee vor Rügen gab es im Juli vergangenen Jahres eine Aktion, die für viel Aufmerksamkeit sorgte.
In der Ostsee vor Rügen gab es im Juli vergangenen Jahres eine Aktion, die für viel Aufmerksamkeit sorgte.
Foto: imago images/CHROMORANGE

Im Juli war es eine Aktion, die für großes Aufsehen sorgte: Greenpeace hatte vor Rügen in der Ostsee im Schutzgebiet Adlergrund Granitsteine versenkt.

Auf diese Weise wollte die Umweltschutzorganisation das Fischen mit Grundschleppnetzen in dem Schutzgebiet vor Rügen verhindern. Nun wurde in Warnemünde erneut ein Schiff mit Steinen beladen.

Rügen: Plant Greenpeace erneute Aktion in der Ostsee?

Beim Rostocker Passagierkai liegt derzeit das mit rund 20 großen Feldsteinen beladene Greenpeace-Forschungsschiff „Esperanza“. Wie die Wasserschutzpolizei am Dienstag berichtete, habe für die Beladung, die bereits am Montag vergangener Woche geschah, keine Genehmigung vorgelegen.

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Das Gewicht der Steine wurde mit rund 28 Tonnen angegeben. Bei der Kontrolle der 72 Meter langen „Esperanza“ in Warnemünde habe der argentinische Kapitän angegeben, mit den Feldsteinen am Ende dieser Woche nach Amsterdam auslaufen zu wollen.

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Das ist Rügen:

  • Rügen ist eine Insel vor der Ostseeküste Vorpommerns
  • sie ist die flächengrößte und bevölkerungsreichste Insel Deutschlands
  • Etwa 77.000 Menschen leben hier
  • Rügen ist zehnmal größer als Sylt
  • Auf der Insel gibt es 100 Sonnenstunden pro Jahr mehr als in München
  • Neben Stränden gibt es auf Rügen auch viele Naturschutzgebiete

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In den deutschen Hoheitsgebieten sollten jedoch keine Protestaktionen stattfinden.

Versenken von Steinen in der Nord- und Ostsee untersagt

Am Mittwoch vergangener Woche seien Unterlassungsanordnungen unter anderem des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) übergeben worden, sagte der Sprecher der Wasserschutzpolizei.

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Damit sei das Versenken der Steine im Küstenmeer Mecklenburg-Vorpommerns und in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) der Nord- und Ostsee mit sofortiger Wirkung untersagt.

Protestaktion nicht nur vor Rügen

Es sind Reaktionen auf den Vorgang aus dem Juli vor Rügen, aber auch auf eine vergleichbare Aktion in der Ostsee vor Fehmarn aus dem August. Laut BSH habe Greenpeace damit die rechtmäßige Fischerei behindert.

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Der Greenpeace-Meeresbiologe Thilo Maack bestätigte auf Anfrage die Angaben des „Esperanza“-Kapitäns und versicherte, dass die Steine nicht in deutschen Gewässern versenkt werden sollen. Weitere Auskunft über deren Bestimmung gab er jedoch nicht. (mk/dpa)