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Rügen: Urlauber meiden DIESEN Strand – er ist widerwärtig

Rügen:

5 Fakten über die größte deutsche Insel

Die Urlaubssaison neigt sich dem Ende zu. Glück gehabt, könnte man fast sagen. Immer weniger Touristen strömen nach Rügen an die Ostsee. Doch wäre das, was aktuell an den Stränden der Insel auf die Besucher wartet, bereits im Sommer dort gewesen, wäre der Urlaub vieler Menschen sicherlich nur halb so schön ausgefallen.

Zumindest für diejenigen, die im Meer vor Rügen baden und sich am Strand sonnen wollten. Oder jene, die mit einer empfindlichen Nase anreisten.

Stinkendes grünes Zeug sammelt sich an den Stränden von Rügen

Denn am Strand der Nordküste von Rügen sammelt sich derzeit wieder jede Menge Seegras. Ungewöhnlich ist das nicht. Schon gar nicht für diese Jahreszeit. Tatsächlich hatte Arno Vetterick, Bürgermeister von Breege-Juliusruh, bereits im Sommer mit dem Seegras gerechnet und vorsichtshalber einen Radlader geleast. Doch das unbeliebte grüne Zeug blieb aus. Dafür flutet es jetzt den Strand. Sehr zum Unmut der Urlauber.

Denn diese erwarten in der Regel einen vorzeigbaren Sandstrand ohne Müll, ohne Dreck und ohne stinkendes Seegras. Doch einfach so lassen sich die entwurzelten Gräser nicht entsorgen.

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Wegen enthaltener Schwermetalle ist das Gras kein Bio- sondern Sondermüll. Deshalb wurde es in den vergangenen Jahren immer zu einem Haufen zusammengeschoben und der Strömung des Meeres überlassen. Diesmal lässt die Gemeinde das Gras allerdings liegen.


Das ist Rügen:

  • Insel vor der Ostseeküste Vorpommerns
  • Flächengrößte und bevölkerungsreichste Insel Deutschlands
  • Etwa 70.000 Menschen leben hier
  • Rügen ist zehnmal größer als Sylt
  • Auf der Insel gibt es 100 Sonnenstunden pro Jahr mehr als in München
  • Neben Stränden gibt es auf Rügen auch viele Naturschutzgebiete

Laut „Ostsee Zeitung“ sei die Entsorgung einfach zu aufwändig und zu teuer und nicht mal rechtlich vorgeschrieben. Warum also entsorgen?

Rügen: „Wie das Laub in den Wäldern“

Einheimische können den Ärger der Urlauber über das Seegras nicht nachvollziehen. Es gehöre nun einmal zur Ostsee dazu und sei alles andere als unerträglich. Dass aktuell so viel davon angeschwemmt würde, sei für diese Jahreszeit vollkommen normal.

Wer seinen Spaziergang an der Ostsee lieber genießen möchte, ohne über die kleinen Haufen steigen zu müssen, könne auch einfach ein paar Meter weiter an den nächsten Strand fahren. Nicht alle Strandabschnitte der Insel sind betroffen.


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Dass Urlauber einen sauberen Strand erwarteten, könne ein Einheimischer dennoch nachvollziehen. Schließlich beinhalte die Abgabe der Kurtaxe auch die Beseitigung von Müll. Trotzdem handle es sich um einen Naturstrand und das Seegras „gehört zur Natur dazu, wie das Laub in den Wäldern“, ergänzt eine Frau.