Rügen: Urlauberin gerät in Lebensgefahr – und wird dafür vielleicht noch zur Kasse gebeten

Auf Rügen kam ein Höhenretter am Königsstuhl zum Einsatz (Symbolfoto).
Auf Rügen kam ein Höhenretter am Königsstuhl zum Einsatz (Symbolfoto).
Foto: IMAGO / Jens Koehler

Mehrfach im Jahr müssen die Retter an der Ostsee auf Rügen zu vermeidbaren Einsätzen ausrücken, weil sich Menschen an der berühmten Steilküste leichtfertig in Gefahr begeben. Es herrscht Abbruchgefahr, auch starben schon Menschen.

Und auch unten am Strand kann es Menschen treffen: An Kliffkanten besteht das Risiko, mit dem Hang abzurutschen. Am Fuße von Steilküsten kann abbrechendes Erdreich Strandspaziergänger bedrohen. Von der Insel Rügen gibt es deshalb die dringende Empfehlung, Absperrungen und Warnhinweise immer zu befolgen und niemals an die Kliffkante heranzutreten.

Rügen: Teure Rechnung

Am vergangenen Wochenende war es mal wieder so weit und eine Urlauberin musste ganz in der Nähe des Königsstuhls aus einem Steilhang gerettet werden.

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Dazu waren die Höhenretter der Sassnitzer Feuerwehr im Einsatz. Wehrführer Marcel Gau kündigte am Folgetag gegenüber der „Ostsee-Zeitung“ an, der Frau den Einsatz in Rechnung stellen zu wollen. Kosten: etwa 500 bis 600 Euro.

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Das ist Rügen:

  • Insel vor der Ostseeküste Vorpommerns
  • Flächengrößte und bevölkerungsreichste Insel Deutschlands
  • Etwa 77.000 Menschen leben hier
  • Rügen ist zehnmal größer als Sylt
  • Auf der Insel gibt es 100 Sonnenstunden pro Jahr mehr als in München
  • Neben Stränden gibt es auf Rügen auch viele Naturschutzgebiete

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Auch vom Nationalparkamt werde es ein Ordnungswidrigkeitsverfahren geben. Die Frau soll auf etwa 50 Metern im Kliff festgehangen haben. Ein Höhenretter seilte sich schließlich zu ihr ab und sicherte sie, bis beide per Seilwinde heraufgezogen wurden.

Rügen: Feuerwehr will nochmal nachhaken

Laut „Ostsee-Zeitung“ waren 17 Einsatzkräfte und drei Fahrzeuge der Sassnitzer Feuerwehr sowie Rettungsdienst und Polizei im Einsatz. Die Frau war mit ihrem Mann unterwegs, beide gaben an auf einem Wanderweg nicht weitergekommen zu sein und dann in die Steilküste geraten zu sein.

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  • Rügen
  • Bornholm
  • Usedom
  • Hiddensee
  • Fischland-Darß-Zingst
  • Poel
  • Heiligendamm
  • Timmendorfer Strand
  • Fehmarn
  • Hohwachter Bucht

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Die Feuerwehr kann das nicht so ganz nachvollziehen, da nicht mehr nutzbare Wanderwege versperrt seien und es überall Warnschilder gebe. „Wir werden da noch mal nachhaken, wie das sein kann“, heißt es deshalb vom Wehrführer in dem Bericht.

Danach könnte der Einsatz auf Rügen möglicherweise teuer werden für die Urlauberin werden. (rg)