Schleswig-Holstein: Unfassbares Impfangebot bei Ebay! Mann verspricht DAS

Viele Menschen warten in Schleswig-Holstein auf einen Impftermin.
Viele Menschen warten in Schleswig-Holstein auf einen Impftermin.
Foto: IMAGO / Agentur 54 Grad

Noch in dieser Woche sollen in Schleswig-Holstein Impftermine für die Prioritätsgruppe 3 vergeben werden.

Obwohl das zunächst eine gute Nachricht ist, gibt es Aufruhr rund um die Buchung dieser Termine. Auslöser ist ein IT-Experte aus Kiel, der mit seiner Software nicht nur für Begeisterung sorgt.

Schleswig-Holstein: Debatte um Impftermine

Termine zum Impfen werden in der Regel online angeboten. Im Internet kann man sich zu einer gewünschten Uhrzeit anmelden und erhält kurz darauf eine Bestätigung. Dazu gehört allerdings etwas Affinität zur Technik. Besonders ältere Menschen bewegen sich am Computer nicht so sicher, wie die Jüngeren.

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Ehrenamtliche haben in den letzten Monaten die Senioren bei der Terminbuchung unterstützt. Besonders Jugendliche, die gerne Videospiele spielen fällt der Umgang mit der Technik leichter, so haben die Teenager den älteren Impflingen ganz selbstlos geholfen. Dieses Gleichgewicht scheint nun von einem IT-Experten aus Kiel gestört zu werden.

Der Kieler entwickelte eine Software, die automatisch Termine bucht – und das schneller, als es ein Mensch je könnte. Das sorgt natürlich für Unmut. Schließlich sinken jetzt die Chancen einen Termin zu bekommen, wenn eine künstliche Intelligenz sie einem wegschnappt. 25 Euro fordert der Entwickler bei Ebay für die Terminbuchung. Das sorgt für Entsetzen bei den Menschen, die dasselbe ehrenamtlich tun.

IT-Experte in finanzieller Notlage durch Pandemie

Dabei versucht sich der Kieler mit dem Deal auf Ebay selbst zu helfen. Laut „SHZ“ sei er durch die Pandemie in eine finanzielle Notlage geraten und versuche sich durch die Software einen kleinen Verdienst zu schaffen. So habe der IT-Experte bereits 50 Termine für Menschen aus sechs Bundesländern vereinbart. „Ich finde es klasse, wenn Menschen ehrenamtlich helfen, als Selbstständiger möchte ich aber für meine aufgewendete Zeit und die Dienstleistung, die ich erbringe, entlohnt werden“, erklärt er der „SHZ“.

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Das ist von seinem Standpunkt aus zwar nachvollziehbar, wird aber gerade bei den ehrenamtlichen Mitarbeitern nicht auf Zustimmung treffen. (neb)