Sylt: „Inakzeptable“ Situation auf Inselstrecke – jetzt soll DAS passieren

Die Strecke nach Sylt kostet vor allem Pendler viele Nerven.
Die Strecke nach Sylt kostet vor allem Pendler viele Nerven.
Foto: picture alliance / Daniel Bockwoldt

Die Zugfahrt nach Sylt kostet sowohl Einheimische als auch Urlauber oft den letzten Nerv. Seit langer Zeit beklagen Reisende sich über Ausfälle, Verspätungen und überfüllte Wagen.

Und obwohl die Bahn Abhilfe für die Strecke nach Sylt versprochen hatte, hat sich bisher noch nichts geändert. Deshalb haben die Menschen auf der Insel eine klare Forderung gestellt.

Sylt: Klare Forderung von der Insel

In einem offenen Brief an das Verkehrsministerium hat unter anderem der Sylter Bürgermeister die „unhaltbaren Zustände“ auf der Bahnstrecke kritisiert. Von der versprochenen Aufstockung um täglich 8.500 Plätze sei bisher „nicht viel mehr zu spüren“.

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„Stattdessen beobachten wir verkürzte Zugleistungen – insbesondere zu den pendlerrelevanten Zeiten, eine Zunahme technischer Ausfälle, Schwierigkeiten beim Einsatz der bereitstehenden Betriebsreservezüge und in der Folge erneut regelmäßige Verspätungen.“

Die Antwort aus Kiel fällt eindeutig aus: „Die Leistung von DB Regio war auch aus meiner Sicht inakzeptabel“, heißt es von Verkehrssekretär Thilo Rohlfs. Man wolle nun die Bahn dazu drängen, „das in der Sommeroffensive vereinbarte Angebot auch in vollem Umfang zu erbringen“.

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Das ist Sylt:

  • Sylt ist die größte nordfriesische Insel und liegt in der Nordsee
  • Nach Rügen, Usedom und Fehmarn ist Sylt die viertgrößte Insel Deutschlands
  • Im Sommer befinden sich täglich rund 150.000 Menschen auf der Insel
  • Zum Vergleich: Lediglich rund 18.000 Menschen leben auf Sylt
  • Die Insel erreicht man mit dem Auto vom Festland mit dem Sylt-Shuttle der DB und dem Autozug, dazu verkehren Nahverkehrszüge und Inter City Züge der DB.
  • Auch über den Flughafen Sylt ist die Insel per Linien- und Charterverbindungen zu erreichen

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Das klingt doch nach einer guten Nachricht! Dass es in den vergangenen Wochen erneut zu so vielen Problemen kam, sei auf mehrere Ursachen zurückzuführen.

Gute Nachrichten für Bahnstrecke nach Sylt

Signal-, Weichen- und Bahnübergangsstörungen, kurzfristige Schäden an einigen Doppelstockwagen und eine Wartungseinrichtung, die nicht zur Verfügung stand. Die aufgetretenen Fahrzeugstörungen konnten nun allerdings weitestgehend behoben werden.

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Das bestätigt auch die Deutsche Bahn. „Inzwischen sind die reparierten Wagen wieder im Einsatz und alle Plätze sollten zur Verfügung stehen“, heißt es auf Nachfrage des „SHZ“. Die Doppelstockwagen mit mehr Sitzplätzen sind also wieder einsatzbereit.

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Es gibt also doch noch Hoffnung für die Problem-Strecke. Bleibt zu hoffen, dass dieses Mal endlich alles glattläuft und die Passagiere entspannter reisen können. (lh)