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Sylt: Insulanerin packt über die katastrophale Lage auf der Insel aus – „Zerreißt mir das Herz“

Sylt

Fünf überraschende Fakten zur Insel

Harte Zeiten für die Nordsee-Insel Sylt! In den vergangenen drei Monaten wurde der beliebteste Urlaubsort Deutschlands zum Party-Hotspot und zur Protest-Hochburg. Linke und Rechte demonstrierten in Westerland, am Strand gab’s ständig Partys bis zur Morgendämmerung. Um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Eine Insulanerin war am Samstag (27. August) vor dem Protestcamp beim Westerlander Rathaus und diskutierte mit den Punks, die das Gesicht der Nordsee-Insel Sylt veränderten. MOIN.DE war vor Ort und bekam die Diskussion mit.

Sylt: Diese Frau hat die Faxen dicke

Unser Reporter führte ein Interview mit den Punks (hier lesen), worin sie ihm von ihrem neuen Plan für immer auf Sylt zu bleiben erzählten. Sie wollen auf der Insel einen Verein gründen.

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Während des Gesprächs kam Gisela Missal dazu, die ihren Angaben nach seit 40 Jahren auf Sylt lebt und ein Café in Wenningstedt betreibt, und diskutierte mit den „unerwünschten Besuchern“.

„Was wollt ihr hier machen? Das ist nur Chaos und Sauerei“, sagte sie zu einem Punk, der an dem Infopunkt beim Protestcamp stand.

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Das Protestcamp vor dem Rathaus in Westerland auf Sylt. Foto: Maen Gesmati

Der Punk nahm die Kritik der Frau an und antwortete ihr: „Wir machen das, was ihr euch nicht getraut habt: wir verbessern die Lage der Insel. Die Bonzen haben euch die Insel genommen, ihr könnt keine bezahlbare Wohnung mehr finden. Wir wollen das Leid der Insulaner beenden.“


Das ist Sylt:

  • Sylt ist die größte nordfriesische Insel und liegt in der Nordsee
  • Nach Rügen, Usedom und Fehmarn ist Sylt die viertgrößte Insel Deutschlands
  • Die Insel Sylt ist vor allem für ihre Kurorte Westerland, Kampen, Wenningstedt und den ca. 40 Kilometer langen Sandstrand im Westen bekannt
  • Zahlreiche Gebiete auf und um Sylt sind als Schutzgebiete ausgewiesen. Auf der Insel gibt es allein zehn Naturschutzgebiete

Sylt: „Zerreißt mir das Herz“

Die Besitzerin vom „Gisela Missal Café“ unterbrach ihn: „Ihr macht alles noch schlimmer. Falls ihr was verbessern wollt, solltet ihr zuerst nüchtern sein. Ihr seid nur am Kiffen und Trinken.“ Danach verließ die Sylterin das Protestcamp.

Im Gespräch mi MOIN.DE erzählte Missal später, dass sie von der Wohnungsnot nicht betroffen sei. Aber die vielen neu gebauten Projekte für Urlauber nervten sie sehr, doch daran würden die Punks nichts verbessern.

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Ein Anwohner des Protestcamps auf Sylt sitzt mit seinem Hund in der Innenstadt in Westerland. Foto: MOIN.DE

„Sie haben keinen Job, sie bekommen sicher Geld vom Staat. Wir finanzieren sie und dieses Chaos soll bald ein Ende haben. Mir tun die Hunde leid, die die Punks mit schleppen. Das zerreißt mir das Herz“, so die Insulanerin, die selber einen Hund dabei hatte.


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Die Frau war schockiert, als von den neuen Plänen der Punks erfuhr: „Was? Ein Verein? Die Gemeinde muss sofort handeln und die Insel retten. Ich fasse es nicht.“

Missal und viele Insulaner hoffen nun, dass die Punks bald von Sylt verschwinden, damit kann die Insel endlich wieder zur Ruhe kommen kann.

Update: Am Dienstag (30. August) hat der Kreis Nordfriesland entschieden, dass die Punks auf der Nordseeinsel Sylt ihr Protestcamp im Zentrum von Westerland abbauen und abziehen müssen. Was hat die Entscheidung für Folgen? Hier mehr >>