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Sylt: Deutsche Bahn-Chaos – Pendler kehren der Insel endgültig den Rücken

Je häufiger man Zug fährt, desto mehr Probleme hat man mit der Deutschen Bahn. Gerade auf dem Weg nach Sylt häufen sie sich.

Sylt
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Sylt: Fünf überraschende Fakten zur Insel

Sylt ist eines der beliebtesten Reiseziele in Deutschland. Wir haben fünf überraschende Fakten zur Insel gesammelt.

Die Deutsche Bahn ist bei vielen ihrer Kunden nicht sehr beliebt. Egal, ob Lang- oder Kurzstreckenfahrer, sie alle sehen sich häufig mit denselben Problemen konfrontiert: Verspätungen, Ausfälle, nicht funktionierende Klimaanlagen im Sommer und Heizungen im Winter.

Auch die immer wiederkehrenden Streiks, beispielsweise bei der Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) wie am vergangenen Donnerstag und Freitag (7. und 8. Dezember), gehen den Bahnfahrern an die Nerven. Gerade Pendler sind davon noch einmal mehr betroffen. Eine Sylt-Pendlerin zieht jetzt Konsequenzen.

Sylt-Frust bei Pendlern

Für die Facebook-Nutzerin ist endlich Schluss. Sie schreibt, dass es an der Zeit sei, „Tschüss“ zu sagen. Wie viele hundert Andere pendelte sie jahrelang auf die beschauliche Nordsee-Insel. Doch die Zustände seien aus ihrer Sicht mittlerweile untragbar.

Sie habe noch einmal alles Revue passieren lassen in letzter Zeit, erklärt sie. Und zugegebenermaßen, die Liste der Abenteuer, die sie mit der Deutschen Bahn auf dem Weg zu ihrer Arbeitsstätte auf Sylt erlebt habe, sei lang.


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Deutsche Bahn strapaziert die Nerven

Erstes Ärgernis sei bereits der Winterfahrplan, welcher bereits ab dem 1. November zu einem Ausfall des 9:31 Uhr Zuges ab Niebüll geführt hätte. Doch auch der ständige Schienenersatzverkehr aufgrund von Baustellen ärgert die zukünftige Ex-Pendlerin. Ein Sturz auf den Stufen eines Reisebusses habe ihr dann endgültig den letzten Nerv geraubt. Zum Glück gab es aber Mitreisende, die ihr wieder aufgeholfen haben.

Den letzten Rest hat ihr nun der Streik gegeben. Schon wieder fallen kurzfristig Züge aus. Schon wieder muss man als Pendler sehen, wo man bleibt. Die Frau will nun einen Schlussstrich ziehen. Sie gehe nicht gerne, weil sie die Insel wirklich mag. Aber es blieb so viel auf der Strecke.


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Viele können den Frust nachvollziehen. In den Kommentaren gibt es reichlich Zuspruch, manche freuen sich für jeden, der die Insel verlassen kann. Ob die neue Arbeitsstätte weniger Probleme mit dem ÖPNV bereitet, bleibt zu hoffen. Zumindest scheint sie aber nicht auf einer nur mit dem Zug zu erreichenden Insel zu liegen.