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Sylt: Gaga-Baustelle nervt! 200.000 Euro, damit man NICHT in Ruhe einkaufen kann

Ein Schandfleck mitten in der Innenstadt von Westerland sorgt für Kritik und Spott unter Sylt-Liebhabern.

Sylt Westerland
© Maen Gesmati

Sylt: Was man über die Trauminsel in der Nordsee wissen muss

Über die berühmte nordfriesische Insel Sylt gibt es viel zu lernen. Sie steht zu weiten Teilen unter Naturschutz und beherbergt den nördlichsten Punkt Deutschlands.

Wer im Dezember in der Innenstadt von Westerland auf Sylt unterwegs ist, wird sicher DEN aktuellen Schandfleck nicht übersehen, der die Innenstadt ziert. Nämlich die Baustelle an der Kreuzung Maybachstraße/Friedrichstraße.

Und es zieht sich! Diese Baustelle wird nicht so schnell verschwinden, wie viele Sylt-Liebhaber es sich wünschen. Da bleibt der vorweihnachtliche Shopping-Genuss auf der Strecke… Gegenüber MOIN.DE erklärt die Gemeinde, warum in der Fußgängerzone schon wieder nichts mehr geht.

Sylt: Das sagt die Gemeinde

Vor zwei Jahren startete die Gemeinde Sylt einen Verkehrsversuch in Westerland, der zu mehr Rücksicht im Straßenverkehr beitragen sollte: rote und gelbe Punkte auf den Straßen der Innenstadt. Dieses Konzept kostete rund 175.000 Euro und sorgte für viel Kritik – sogar Mario Barth machte sich öffentlich darüber lustig. (wir berichteten)

Nun hat die Gemeinde entschieden, und will die Punkte verschwinden lassen. Doch die Pflasterarbeiten sorgen genau so wie der Verkehrsversuch für Aufruhr. Denn die Arbeiten ruhen!

„Aufgrund der Witterungsbedingungen mussten die Pflasterarbeiten ab dem 29. November unterbrochen werden. Nach den aktuellen Wetterberichten ist ab kommenden Samstag mit Temperaturen von zwei bis vier Grad zu rechnen. Demnach könnten die Arbeiten ab dem 11. Dezemper fortgeführt werden“, teilt die Gemeinde auf MOIN.DE-Anfrage mit.

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Sylt-Anwohner spotten

Die Gemeinde glaubt nun, dass die Pflasterarbeiten bis zum 22. Dezember abgeschlossen werden können. „Es ist möglich, dass die Vollsperrung vor den Feiertagen aufgehoben werden kann“, heißt es. Doch ob das klappt, weiß nur der Wind. Ob die Vorweihnachtszeit mit ihren Niedrigtemperaturen der richtige Zeitpunkt für die Entfernungs-Aktion war, bleibt fraglich.

Die Verlängerung der Baustelle sorgt jedenfalls für Spott unter Sylt-Liebhabern. „Aber spätestens zu Ostern ist es wirklich fertig, versprochen“, schreibt jemand ironisch auf Facebook, während eine Frau das ganze Konzept kritisiert und es als „einen heißen Anwärter für das neue Schwarzbuch der Steuerzahler“ sieht.


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Sobald die erste Baustelle an der Friedrichstraße/Maybachstraße abgeschlossen ist, wird die nächste Baustelle im Bereich der Kreuzung Strandstraße/Maybachstraße beginnen. Das bedeutet, dass die Straßenbauarbeiten in der Innenstadt von Westerland bis ins neue Jahr andauern werden, was vielen Sylt-Liebhabern nicht gefällt.

Eine weitere Sache, die für Kopfschütteln bei Sylt-Anwohnern sorgen wird, sind die Kosten für diese Straßenbauarbeiten, die laut „shz“-Informationen eine sechsstellige Summe von mindestens 200.000 Euro betragen sollen.