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Ostsee: Urlaubs-Ort feiert sich für tolle Idee – doch viele Menschen werden darunter leiden

Die Ostsee

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In einem beliebten Urlaubsort an der Ostsee gibt es seit kurzem eine Neuheit, auf die man dort ziemlich stolz ist.

Der Ostsee-Ort Heiligenhafen will mit großen Schritten in Richtung Zukunft gehen und feiert sich selbst für wundersame Eimer an der Promenade – doch es läuft nicht wie geplant.

Ostsee: „Wundereimer“

Alles im Eimer? Davon kann in Heiligenhafen an der Ostsee die Rede sein. Die Promenade des Ortes zieren jetzt sieben Neuankömmlinge: Vollautomatische Müll-Eimer, mit Überwachungs-App. Die Eimer haben eine Kapazität von 120 Litern, können aber 600 Liter Müll auffangen. Grund genug für die Gemeinde, die Sektkorken knallen zu lassen.

Gleich sieben von ihnen sind jetzt in Heiligenhafen zu finden. Und die haben es in sich! Die Technik scheint sich wieder einmal selbst übertroffen zu haben: Die Füllstände sind mit einer Handy-App überprüfbar.

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Die neuen Abfalleimer melden sich auch automatisch, wenn sie zu 80 Prozent voll sind. Der Clou: Die Mülleimer sind auch weniger schnell voll, als herkömmliche und müssen seltener gelehrt werden.

Ostsee: Heiligenhafen
Menschen spazieren durch Heiligenhafen an der Ostsee, wo jetzt die neuen „Wunderreimer“ zu finden sind. Foto: picture alliance / Christophe Gateau/dpa | Christophe Gateau

Eine Mini-Müllpresse verdichte den Abfall mit einer solarbetriebenen Presse, erklärt der „Entdecker“ Thorben Reuß, ein Bauhofleiter, stolz den „Lübecker Nachrichten“. Die modernen Mini-Müllpressen fielen ihm an der Nordseeküste in St. Peter-Ording auf und er brachte die Idee mit nach Heiligenhafen.


10 Tipps für Urlaub an der Ostsee:

  • Heiligenhafen
  • Rügen
  • Bornholm
  • Usedom
  • Hiddensee
  • Fischland-Darß-Zingst
  • Poel
  • Heiligendamm
  • Timmendorfer Strand
  • Fehmarn
  • Hohwachter Bucht

Ostsee: Es gibt aber einen Haken…

Die Eimer sind außerdem gegen Möwen und Vandalismus gesichert. „Knapp 5.000 Euro“ kostet eine Tonne nach seinen Angaben.

Doch es gibt ein Problem: „Der Einwurfschacht ist etwas klein“, stellt eine Frau fest. Daher würden einige Menschen ihre Müllbeutel einfach daneben stellen.


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Ein Mann sieht allerdings noch einen viel größeren Haken: „So kommen Flaschen-Sammler nicht mehr an die Flaschen. Es gibt genug Sammler die darauf angewiesen sind und ihre Renten damit aufbessern“. Er erntet reichlich Zustimmung. Jemand schreibt auf Facebook, dass mindestes vier Sammler jede Nacht unterwegs seien.

Heiligenhafen lässt sich davon den Spaß an ihren Wundereimern bis jetzt nicht verderben. Nach einer Testphase von einem Jahr sollen eventuell weitere Eimer folgen. (llw)