Usedom: Hier geht ein Stück Insel-Geschichte verloren – die Zeit läuft davon

Auf Usedom verrostet ein bekanntes Schiff.
Auf Usedom verrostet ein bekanntes Schiff.
Foto: picture alliance / ZB

Usedom könnte bald ein Stück Insel-Geschichte einbüßen. Das altehrwürdige Schiff „Steppke“ rostet schon seit Jahren vor sich hin. Wenn nicht bald etwas, geschieht, könnte es für den bekannten Dampfer knapp werden.

Doch die Gemeinde auf Usedom hat es jahrelang versäumt, den Schlepper zu restaurieren. Nun soll endlich etwas passieren.

Usedom: Wie geht es weiter für „Steppke“?

Der Plan war laut „Ostsee-Zeitung“ eigentlich, dass „Steppke“ aus dem Wasser gehoben wird. Davor wurde auch schon eine Verschrottung in Erwägung gezogen.

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Die Stadtvertretung beschloss dann zwar im Oktober 2020, dass es keine Verschrottung des Kahns geben soll, doch viel mehr ist seitdem auch nicht passiert.

Laut des Berichts wurden im Haushalt 2021 insgesamt 16.000 Euro eingestellt, um Folgekosten für den Erhalt des Schiffes als Zeugnis der Wolgaster Werft- und Hafengeschichte begleichen zu können.

Nun ist nur noch bis zum Jahresende Zeit, um eine Entscheidung herbeizuführen, weil die Haushaltsmittel sonst verfallen.

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Das ist Usedom:

  • Insel in der Ostsee
  • Befindet sich im äußersten Nordosten von Deutschland
  • Die Insel hat zwei Grenzübergänge nach Polen
  • Usedom ist die zweitgrößte Insel Deutschlands
  • Bekannte Ostseebäder sind Zinnowitz, Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck
  • Auf Usedom gibt es einen Flughafen, dieser ist bei Garz gelegen
  • Die größte Stadt auf der Insel ist Swinemünde (Polnische Seite)

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Usedom: Transport wird teuer

Bürgermeister Stefan Weigler (CDU) sagte laut „Ostsee-Zeitung“, dass das Kranen und der Transport des Schleppers laut einer aktuellen Kostenschätzung mindestens 30.000 bis 40.000 Euro kosten würden.

Laut Stadtvertreter Martin Schröter (KfW) brauche es unbedingt die Einschätzung eines Schiffbauexperten, ob „Steppke“ überhaupt noch schwimmfähig ist. Danach könne entschieden werden, welche Personen des bestehenden Unterstützerkreises aktiv werden möchten – ob als Verein, Förderer oder Sponsoren.

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Der Abgeordnete will bei der nächsten Sitzung einen Antrag einreichen, der einen geeigneten Standort an Land und eine konkrete Kostenermittlung für das Herausheben enthält.

Eins dürfte sicher sein: Es wird bald wieder etwas zu hören geben von dem kleinen, rostigen Dampfer – und ob er Wolgast in irgendeiner Form langfristig erhalten bleibt. (rg)