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Ballermann-Künstler frustriert: Der erste zieht die Reißleine

Frust auf Mallorca. Einige etablierte Ballermann-Künstler scheinen frustriert. Was dahintersteckt und was der „Bierkönig“ damit zu tun hat.

Bierkönig
© Ingo Wohlfeil

Mallorca: Sie bringen den Ballermann zum Beben

In wenigen Tagen beginnen die Opening-Wochen am Ballermann. Sie markieren den Startschuss in die kommende Urlaubssaison.  Den Anfang macht die Kult-Kneipe „Bierkönig“ in der Schinkenstraße, beginnend am 17. April 2024. Doch dort liegt kurz vor dem Start noch einiges im Argen.

Die Fans von Julian Sommer („dicht im Flieger“) sind beunruhigt. Der Shootingstar aus dem Jahr 2022 hat auf Instagram alle seine April-Termine veröffentlicht und hinter keinem einzigen Auftritts-Datum steht Mallorca. Das verwundert, weil Sommer eigentlich ein Kind des „Bierkönig“ ist. 

Künstler-Beben am Ballermann

Er begann als Stammgast und landete vom Tresen auf der großen Bühne. Der „Bierkönig“ gab ihm eine Chance und er nutzte sie. Oder umgekehrt. Und jetzt? Es wird verhandelt, sagt der Künstler. Das sagt auch sein Manager Peter Brückner, der in Personalunion gleichzeitig der Ehemann des Ballermann-Superstars Mia Julia ist.

Sie singt seit 2013 in der Schinkenstraße und ist seitdem die unangefochtene Königin der Playa de Palma. Brückner betreut zusätzlich auch Frenzy Blitz (seit 2018 im Bierkönig). Sie hat ebenfalls noch keine Mallorca-Termine bekannt gegeben. Auf Nachfrage heißt es, dass es nichts Neues gebe. 

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Der Bierkönig gibt sich traditionell wortkarg und so muss das Umfeld von Künstlern und Kneipe als Informationsquelle bemüht werden. So heißt es gleich von mehreren mit der Materie vertrauten Personen, dass es seit geraumer Zeit in der Künstlerszene brodelt. Und das hat auch mit der direkten Konkurrenz, dem „Megapark“, zu tun. 

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Dort werden Gagen gezahlt, von denen „Bierkönig“-Künstler nur träumen können. In der Schinkenstraße liegt die Schallgrenze bei knapp 4.000 Euro, während der „Megapark“ schon vor Corona mit fünfstelligen Gagen hantierte (unter anderem für Jürgen Drews oder Mickie Krause). Die wurden jetzt noch einmal durch Künstler wie Knossi oder Finch in die Höhe geschraubt.

Die Partystars am Ballermann sind frustriert

Ein weiterer Punkt ist die Werbung. Der „Megapark“ hat unter anderem alle Citylights an der Playa gebucht, auf denen er seine täglichen Musik-Highlights präsentiert. Ähnlich massiv werden die Künstler bereits am Flughafen Palma beworben. Der Bierkönig informiert die Touristen lediglich an der Laden-Außenfront auf wenigen Plakaten über das Tagesprogramm. Und während der „Megapark“ gerade knapp zwei Millionen Euro in neue Sound und Videosysteme investiert hat, wurden im Bierkönig die schwer in die Jahre gekommenen Toiletten renoviert. Das alles frustriert die Party-Stars.

Und was immer wieder zu hören ist, es mangelt an Wertschätzung. Die Bosse des Clubs sollen sich nicht sonderlich für ihre Künstler interessieren, was sich ganz besonders in der Soundanlage des Clubs widerspiegelt, die gemeinhin als mangelhaft angesehen wird.

Anna-Maria Zimmermann kaufte sich vor zehn Jahren sogar ihre eigene Monitorbox, weil der damalige Chef so etwas für kostspieligen Schnickschnack hielt. Zimmermann wird dieses Jahr überhaupt nicht kommen, da ihre ursprüngliche Auftrittszeit von 17 auf 22 Uhr geändert werden sollte. Wollte die zweifache Mutter aber nicht. 



Und auch Ballermann-Ikone Mia Julia wird allem Anschein nach ihre Termine reduzieren, wenn nicht gar halbieren. Es gibt da gerade viele Warnzeichen für die Bosse in der Schinkenstraße. Und es bleibt nur noch wenig Zeit bis zum Beginn der Saison. Das, was sie – geblendet von der Markenmacht des „Bierkönig“ übersehen: Früher wollten alle im Bierkönig singen, heute im „Megapark“. Die Zeiten am Ballermann haben sich geändert!