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„Game of Thrones“-Star Iwan Rheon singt Opernlieder! SO hast du „Ramsay Bolton“ noch nie erlebt

Bei „Game of Thrones“ spielte Iwan Rheon noch den Bösewicht Ramsay Bolton. In „The Magic Flute“ präsentiert sich der Schauspieler jetzt ganz anders.

© IMAGO / ZUMA Wire, Montage DERWESTEN

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Bei dem Namen Ramsay Bolton dürfte „Game of Thrones“-Fans ein eisiger Schauer über den Rücken laufen. Verantwortlich dafür ist nicht zuletzt Schauspieler Iwan Rheon, der mehrere Staffeln lang ein Teil vom Cast war und für Angst und Ekel bei den Zuschauern sorgte. Immerhin bescherte er der der Serie die ein oder andere heftige Folterszene.

2022 ist er jetzt bei „The Magic Flute – das Vermächtnis der Zauberflöte“ in der Rolle des lebensfrohen Vogelfängers Papageno zu sehen. Der Film zeigt Wolfgang Amadeus Oper „Die Zauberflöte“ neu interpretiert. Am Gesang hat sich bei der Neuauflage nichts geändert und deshalb sehen die Zuschauer den ehemaligen „Game of Thrones“-Star jetzt in bunter Klamotte, singend über die Leinwand tänzeln.

Ein Kontrastprogramm, über das Iwan Rheon im Interview mit DER WESTEN gesprochen hat. Denn der Film stellte ihn beim Dreh nicht nur vor neue Herausforderungen. Er brachte ihn auch mit deutschen Stars wie Komiker „Teddy“ Teclebrhan zusammen. Und vielleicht lenkt das bunte Abenteuer seine Filmkarriere in eine ganz neue Richtung.

„Game of Thrones“-Star Iwan Rheon wittert Karriere-Chance

Warum ausgerechnet eine Oper? „The Magic Flute – das Vermächtnis der Zauberflöte“ wirkt so anders als deine bisherigen Projekte

Es macht einfach Spaß, Dinge zu tun, die man nicht erwartet. Ich hätte nie gedacht, dass ich jemals gefragt werde, eine Oper zu machen. Wenn man gefragt wird, ob man bei einer Oper mitmachen möchte, sagt man einfach ja. Ich habe keine Minute gezögert. Ich habe einfach die Idee geliebt, mit dabei zu sein und mich in diese unglaubliche Musik zu stürzen.

Was hat dich an dem Projekt so begeistert, dass du unbedingt dabei sein wolltest?

Ich glaube, nachdem ich das Drehbuch gelesen hatte, dachte ich sofort: Das ist eine großartige Geschichte und eine großartige Möglichkeit, die Oper vielleicht einem neuen Publikum näherzubringen. Sie auf eine andere Art zugänglich zu machen und gleichzeitig der Musik von Mozart treu zu bleiben und diese unglaubliche Musik zu fördern.

Was macht den Film so besonders für dich?

Es ist nur so, dass du die Geschichte auf eine neue Art und Weise erzählst. Hoffentlich werden es Leute sein, die Mozart schon lieben oder ihn schon kennen. Ich glaube, was Mozart wirklich versucht hat, als er diese Geschichte geschrieben hat, war, sie einem Publikum nahezubringen, das man nicht unbedingt als Opern-Publikum bezeichnen würde. Was dieser Film tut, ist, dass er einige dieser Barrieren niederreißt. Er erzählt auf jugendliche Art und Weise die Geschichte von Tim und was für eine Hilfe ihm die Musik ist, seine Dunkelheit zu verlieren.

„Game of Thrones“-Star Iwan Rheon über Kritik an Gesang

Was war beim Dreh die größte Herausforderung für dich?

Es ist eine seltsame Erfahrung, mitten in einer Szene in Gesang auszubrechen, ihn in die Szene einzubauen und mit der Szene fortzufahren. Außerdem haben wir diesen Film auch an herausfordernden Orten mit schwierigen Bedingungen gedreht. Es war sehr windig und kalt, auch wenn es sehr warm aussieht.

Was war es für ein Gefühl für dich, für „The Magic Flute – das Vermächtnis der Zauberflöte“ vor der Kamera zu singen?

Man will es richtig machen, denn die Musik ist sehr anspruchsvoll und man muss die Arbeit dahinter respektieren. Wir hatten einen fantastischen Gesangslehrer, er hat uns allen wirklich geholfen. Für mich war es wichtig, einen anderen Platz für meine Stimme und Freiheit durch die richtige Technik zu finden. Bestimmte Dinge wusste ich schon, aber er hat mir geholfen, sie zu verstehen. Und er gab mir eine Menge Freiheiten. Ich hatte keine Angst davor (dem Singen), ich habe es einfach genossen.

Hast du keine Angst vor negativer Kritik zu deinem Gesang?

Ich weiß, dass ich singen kann. Das hört sich vielleicht etwas arrogant an, aber es ist mir eigentlich egal, was die Leute denken. Ich versuche, mir darüber keine Gedanken zu machen.

„Game of Thrones“ soll Iwan Rheons Karriere nicht im Weg stehen

Mit deiner Rolle als Ramsay Bolton in „Game of Thrones” hast du Zuschauer weltweit begeistert. Papageno ist im Vergleich dazu das absolute Kontrastprogramm. Inwiefern zeigt dieser Film jetzt eine neue Seite von dir und bietet dir vielleicht auch eine Möglichkeit, aus dem Schatten deiner alten Rolle herauszutreten?

Ich denke, wenn man mit etwas zu tun hat, dass weltweit so groß ist und von so vielen Menschen gesehen wird, gibt es die Tendenz, dass die Leute nur diese eine Sache sehen können. Ich möchte in der Lage sein, verschiedene Charaktere zu spielen.

Wie viel Iwan steckt in Papageno?

Ich glaube, in Papageno ist ein gewisses Element meiner Albernheit enthalten. Er ist einfach ein glücklicher Mensch, der versucht, mit dem Leben klarzukommen. Ich bin auf jeden Fall mehr wie er als Ramsay.

„Game of Thrones“: Das hält Iwan Rheon von „Teddy“

In dem Film spielen auch deutsche Schauspieler mit. Unteranderem Komiker Tedros „Teddy“ Teclebrhan was hältst du von ihm?

Er ist toll! Leider hatte ich keine Szenen mit Teddy. Ich glaube, ich habe ihn einmal getroffen, weil sie alle zu Dreharbeiten nach Österreich gefahren sind. Es macht mir aber Spaß, mit Schauspielern aus verschiedenen Ländern und mit verschiedenen Sprachen zu arbeiten, weil man etwas ganz anderes bekommt. Und ich denke, man lernt immer von anderen Schauspielern.

Welche Rolle hat dir besser gefallen zu spielen, Ramsay Bolton von „Game of Thrones” oder Papageno?

Ich habe beide gerne gespielt. Es sind unterschiedliche Charaktere, die ich zu völlig unterschiedlichen Zeiten in meinem Leben gespielt habe. Papageno hat mir sehr viel Spaß gemacht. Aber diese Frage ist schwer zu beantworten. Denn egal, welchen Charakter ich gerade spiele, ich konzentriere mich voll und ganz auf diese Rolle. Ich weiß es also nicht.


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Wie stehst du zu privat zu Opern-Musik?

Ich habe angefangen, diese Art von Musik auch privat zu hören. Morgens ist sie gut zum in den Tag starten und wenn ich mit meinem Sohn Frühstück mache. Du solltest das mal probieren.

Was würdest du davon halten, wenn dir nach dem Anschauen des Films jemand die Chance auf eine Karriere als professioneller Opernsänger geben würde?

Ich glaube nicht, dass sie das tun werden. Um Opernsänger zu werden, braucht man so viel Hingabe und Training. Da habe ich den Anschluss verpasst. Ich müsste mein Leben neu beginnen.