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HSV-Trainer Hecking mit deutlichen Worten: „Irgendwas schiefgelaufen“

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HSV-Trainer Dieter Hecking spielt am Wochenende in seiner zweiten Heimat Hannover. Foto: imago images/Michael Schwarz

HSV-Trainer Dieter Hecking sieht die Situation bei seinem ehemaligen Verein Hannover 96 in der 2. Bundesliga kritisch. „Es schadet allen, da gibt’s nicht nur einen, sondern viele Verlierer im Moment“, sagte der 55-Jährige in einem Interview mit der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstag). Jetzt müsse man versuchen, die Saison halbwegs zu retten. „Dazu war der Sieg in Fürth ein wichtiges Lebenszeichen.“

Hecking tritt am Samstag (13.00 Uhr/Sky) mit seinem Hamburger SV in Hannover an. Während der HSV als Zweiter im Aufstiegskampf steckt, dümpelt 96 als Zwölfter im unteren Mittelfeld. Immerhin konnte sich der Absteiger am Sonntag mit dem 3:1 bei der SpVgg Greuther Fürth ein wenig aus der Gefahrenzone absetzen.

HSV: Bei Hannover „muss irgendwas schiefgelaufen sein“

„Vom Kader her müsste die Mannschaft wie auch Nürnberg ja oben dabei sein“, sagte Hecking. „Wenn ich mir die Aufstellung anschaue, dann stehen da elf Bundesligaspieler auf dem Platz. Da muss irgendwas schiefgelaufen sein.“

Hecking ist seit vergangenen Sommer in Hamburg. Ihm wird zugesprochen, dass in dem Verein – anders als in der Vergangenheit – Ruhe herrscht. „Das war ich ja nicht allein“, meinte er und wies auch auf Vorstandschef Bernd Hoffmann, den Aufsichtsrat, Sportvorstand Jonas Boldt und Sportdirektor Michael Mutzel hin. „Das macht zusammen einen sehr stimmigen Eindruck.“

Hecking hat einen engen Bezug zu Hannover. Von 1996 bis 1999 spielte der Ex-Stürmer bei 96, von 2006 bis 2009 war er dort Trainer. Er lebt noch immer mit seiner Familie in der Nähe der niedersächsischen Landeshauptstadt. „In Hannover zu spielen, ist für mich immer, wie nach Hause zu kommen. Ich bin am Dienstag noch durch die Innenstadt gelaufen, es wird immer was Besonderes sein. Und wenn dann noch das Ergebnis passt …“