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HSV-Ultras gehen wegen Geisterspielen auf die Barrikaden: „Geld ist wichtiger als…“

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Die HSV-Ultras werden die Geisterspiele nicht unterstützen. Foto: imago/Sebastian Wells

Die Corona-Pause ist vorbei. Die 2. Bundesliga wird am 16. Mai fortgesetzt. Doch nicht alle HSV-Fans sind damit einverstanden.

Die HSV-Ultras haben sich in einem Statement sehr kritisch zum geplanten Restart in der 2. Bundesliga mit Geisterspielen geäußert.

HSV-Ultras verurteilen Bundesliga-Fortsetzung

Die Fans können die letzten Bundesliga-Spiele in dieser Saison nur vor dem heimischen Fernseher verfolgen. Für die Ultras, die ihre Mannschaft normalerweise bei jedem Spiel unterstützen, ist das ein Schlag ins Gesicht.

Die größte Hamburger Ultragruppierung „Castaways“ veröffentlichte nun ein Statement auf ihrer Homepage, in der sie sich klar gegen Geisterspiele aussprechen.

„Mit der Entscheidung für Geisterspiele hat sich die DFL und das gesamte System Profifußball endgültig zu dem bekannt, was vielen Fans seit Jahren bewusst ist: Aus den Übertragungsrechten in der ganzen Welt generiertes Geld ist wichtiger als Fans im Stadion“, heißt es dort.

Und weiter: „Wir können die Geisterspiele nicht verhindern, aber wir werden kein bisschen dazu beitragen, diesen Spielen einen positiven Rahmen zu verleihen. Wenn die Verantwortlichen Geisterspiele wollen, dann sollen sie diese auch in ihrer reinsten Form bekommen… Das System Profifußball gehört weiter in Quarantäne.“

Keine Form der Unterstützung für Geisterspiele

Eine Unterstützung in anderer Form, wie es zum Beispiel Borussia Mönchengladbach in Form von Pappfans macht, wird es beim Hamburger SV nicht geben. Zudem riefen die Ultras dazu auf, sich vom Stadion fernzuhalten.

„Es ist schlimm genug, dass die DFL die Gesundheit von Spielern, Trainern, Betreuern, Physiotherapeuten und deren Familien gefährdet, damit sie ihrer Profitgier wieder freien Lauf lassen können. Spielt dieses Spiel bitte nicht auch noch mit!“, so die Gruppe „Castaways“. (fs)