Hamburg: Mann will aus Deutschland ausreisen – zuvor soll er seine Frau in einer Flüchtlingsunterkunft bei Hamburg getötet haben

Bei einer Kontrolle in Bayern hat ein Mann angegeben, dass seine Frau sich bei Hamburg selbst umgebracht haben soll (Symbolbild).
Bei einer Kontrolle in Bayern hat ein Mann angegeben, dass seine Frau sich bei Hamburg selbst umgebracht haben soll (Symbolbild).
Foto: IMAGO / Horst Rudel & Blaulicht-News.de

Schreckliche Tat in einer Flüchtlingsunterkunft bei Hamburg!

Am frühen Dienstagmorgen, 7. September, um 1.45 Uhr wird ein 38 Jahre alter Mann aus Afghanistan bei der Ausreise aus Deutschland am Autohof in Münchberg, im bayrischen Landkreis Hof, von Polizisten kontrolliert. Dabei gibt er an, dass seine Frau tot in der gemeinsamen Wohnung in Ahrensburg (bei Hamburg) vor zwei Tagen selbst umgebracht haben. Als die Beamten dort eintreffen, ist die Leiche mit Stichwunden übersäht.

Hamburg: Mann führt Polizei zu Leiche

Wie die Polizei mitteilt, habe der Mann bei einer Routinekontrolle eines Reisebusses mit Fahrtziel Mailand einen gültigen Reisepass seines Heimatlandes vorgezeigt und über eine noch gültige Duldung für die Bundesrepublik Deutschland verfügt.

Zugleich wurde jedoch ein abgelaufener italienischer Aufenthaltstitel bei ihm aufgefunden und die mündlichen Angaben des Mannes zu seinem Aufenthalt in der Bundesrepublik deckten sich nicht mit den diesbezüglichen Erkenntnissen der Polizeibeamten.

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Im Rahmen seiner daraufhin veranlassten Vernehmung gab der Mann an, dass seine Ehefrau tot in der gemeinsamen Wohnung in Ahrensburg liege.

Polizei findet tote Ehefrau in Flüchtlingsunterkunft bei Hamburg

Gegen 11.30 Uhr am Dienstag kommen Beamte der Polizei in Ahrensburg an der Straße Kornkamp an, wo sich die von dem Mann benannte Flüchtlingsunterkunft befindet. In den dort von den Eheleuten bewohnten Räumlichkeiten finden die Polizisten eine tote Frau.

Diese wird später als die 23 Jahre alte, ebenfalls aus Afghanistan stammende Ehefrau des Beschuldigten identifiziert. Bei der Obduktion des Opfers stellte sich heraus, dass sie durch insgesamt 28 Stiche „mutmaßlich mit einem Messer getötet wurde“, wie die Polizei mitteilt.

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. Als Todesursache wurde ein Verbluten festgestellt. Dass sich die Frau die Verletzungen selbst zugefügt hat, wird laut Polizei nach aktuellem Ermittlungsstadt ausgeschlossen. Vielmehr wird der Ehemann verdächtigt, seine Frau getötet und sich danach abgesetzt zu haben.

Polizei hat Ermittlungen in Flüchtlingsunterkunft bei Hamburg aufgenommen

Der Beschuldigte will sich bislang nicht zu dem Vorfall äußern und macht von seinem Schweigerecht Gebrauch. Damit ist der Hintergrund des Tatgeschehen sowie dessen genauer Ablauf weiter unbekannt.

Auch der genaue Tattag muss daher durch die unter Hochdruck fortgeführten Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft Lübeck und das Kommissariat 1 der Bezirkskriminalinspektion (BKI) Lübeck geklärt werden.

Ehemann sitzt in Untersuchungshaft und soll nach Lübeck überführt werden

Am Mittwoch, 8. September hat das Amtsgericht Hof auf Antrag der Staatsanwaltschaft Lübeck Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Verdachts des Totschlags gegen den 38-Jährigen erlassen.

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Er wurde der örtlich zuständigen Justizvollzugsanstalt zugeführt und wird in den nächsten Tagen in die Justizvollzugsanstalt Lübeck überführt werden. (mk)