Hamburg: Als diese Leute morgens auf ihr Schiff kommen, sind sie entsetzt – „Trauer und Wut“

Diebstahl im Sandtorhafen Hamburg – die Eigentümer sind fassungslos. (Symbolbild)
Diebstahl im Sandtorhafen Hamburg – die Eigentümer sind fassungslos. (Symbolbild)
Foto: imago images / Westend61

Das war ein Schock im Sandtorhafen in Hamburg.

Am Sonntagmorgen kamen die Betreiber von Harrys Hamburger Hafenbasar wie gewohnt an Deck. Doch seitdem ist nichts mehr wie gewohnt in dem Seemannsschätze-Museum in Hamburg.

Hamburg: Das meistfotografierte Motiv ist weg

„Mit großer Trauer und Wut mussten wir heute Morgen feststellen, dass zwei unserer Figuren von Deck geklaut wurden“, schreiben die Betreiber auf Facebook.

++ Aldi in Hamburg: Mann geht Einkaufen – als er zu seinem Auto kommt, erwartet ihn Böses! „Die lauern da richtig“ ++

Die eine Figur ist ein „Türsteher“ in Uniform. Die andere ist ein Taucher mit einer alten Taucherausrüstung. Er trägt einen großen, runden, fischaugigen Helm. Ein echter Hingucker – und nach Angaben des Museums sein meistfotografiertes Motiv.

Figur im Sandtorhafen Hamburg mit viel Liebe restauriert

„Da die Figur schon einige Jahrzehnte des Draußenstehens auf dem Buckel hatte, habe ich sie in Eigenregie mit viel Liebe restauriert und ihr vergangenes Jahr zu neuem Glanz verholfen“, sagt Carolin Uhde, Kuratorin bei Harrys Hamburger Hafenbasar. Sie seien alle traurig über den Verlust.

„Und unglaublich wütend, aufgrund der Respektlosigkeit unserem Besitz gegenüber und der Dreistigkeit, mitten in der Nacht auf Privatgrund vorzudringen und sich dort einfach zu bedienen!“ Das Museum hat Anzeige erstattet.

Hamburg: „Einen dummen Spaß erlaubt“

Wer könnte hinter dem Diebstahl stecken? „Als Grund können wir eigentlich nur mutmaßen, dass sich eine Gruppe einen dummen Spaß erlaubt hat“, sagt Uhde. Sie meint, es müssten mindestens zwei oder drei Leute gewesen sein, um die Figuren zu tragen.

++ Corona in Hamburg: Etliche Klassen in Quarantäne – DAS kommt jetzt auf eine Schule zu ++

Es sei das erste Mal in sieben Jahren im Sandtorhafen, dass ihnen so etwas passiert sei. Das Museum existiert bereits seit 60 Jahren. Es wirbt mit dem Slogan „Willkommen am kuriosesten Ort der Welt“ und mit Bildern von Masken, Schädeln und ausgestopften Tiere.

Hamburg: Das Museum hat eine Bitte

„Wir überlegen gerade definitiv, ob wir unsere Präsentation an Deck überarbeiten müssen und dann halt keine Figuren draußen mehr zeigen werden“, sagt Uhde. Auch wenn dann leider andere darunter leiden müssten, wenn keine Figuren mehr draußen zu sehen wären.

Auf Facebook äußert das Museum noch eine Bitte: „Könntet ihr die Augen offen halten, falls die Figuren irgendwo auftauchen sollten (ebay, ebay Kleinanzeigen, andere Onlinemärkte) und uns Bescheid geben? Das wäre wundervoll.“

---------------------

Weitere News aus Hamburg:

---------------------

Und in Klammern steht darunter, fast schon an die Diebe gewandt: „Natürlich könnte der Dieb auch zu Besinnung kommen und uns die Figuren wortlos wieder an Deck stellen? Sie haben mehr ideellen als materiellen Wert.“ Es bleibe ihnen nichts, als auf ein kleines Wunder zu hoffen. (kbm)