Hamburg: Baubeginn von Mammut-Projekt! Anwohner wütend – „Kann nur noch kotzen“

Hamburg: Baustart für ein Mammut-Projekt.
Hamburg: Baustart für ein Mammut-Projekt.
Foto: picture alliance/dpa

Die Bauarbeiten für den neuen Fernbahnhof Altona haben nach mehrjähriger Verzögerung in Hamburg begonnen.

Am heutigen S-Bahnhof Diebsteich soll der Mammut-Projekt 2027 den rund zwei Kilometer südlich gelegenen Kopfbahnhof Altona im Fern- und Regionalverkehr ersetzen. Anwohner in Hamburg sind jedoch überhaupt nicht einverstanden. Bei der Politik ist die Freude über den Baustart hingegen groß.

Hamburg: Baustart für Mammut-Projekt!

„Die Verlegung des Bahnhofs Altona hat Auswirkungen weit über Hamburg hinaus“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Verkehrsministerium, Enak Ferlemann, am Montag in Hamburg.

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„Sie bringt Verbesserungen für Bahnreisende in ganz Deutschland, indem sie die Fahrzeiten für Fernreisende Richtung Norden deutlich verkürzt und uns dem Deutschlandtakt ein gutes Stück näher bringt.“

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Daten und Fakten über Hamburg:

  • ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland
  • mit rund 1,9 Millionen Einwohnern ist Hamburg die zweitgrößte Stadt Deutschlands und die drittgrößte im deutschen Sprachraum
  • die Hansestadt ist in sieben Bezirke und 104 Stadtteile gegliedert
  • Der Stadtteil Neuwerk ist eine in der Nordsee gelegene Inselgruppe
  • Der Hamburger Hafen zählt zu den größten Umschlaghäfen weltweit

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Die Kosten des Projektes werden von der Bahn mit 548 Millionen Euro beziffert, rund 180 Millionen Euro mehr als ursprünglich geplant.

Hamburg: „Nicht zukunftsfähiges Projekt“

Während am Diebsteich symbolisch der erste Spatenstich gesetzt wurde, kritisierte die Bürgerinitiative „Prellbock Altona - Unser Bahnhof bleibt“ das Mammut-Projekt.

Der alte Bahnhof Altona sei zentraler, meint die Initiative und spricht von einem „nicht zukunftsfähigen Projekt basierend auf Planungen aus den 90er Jahren“, das „lediglich den Immobilienspekulanten und der Betonmafia“ diene.

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„Versprochen wurde den Anwohnern am Diebsteich eine Grünachse vom Altonaer Volkspark bis zur Elbe, eine Oase der Ruhe. Aber pünktlich zum geplanten ersten Spatenstich für das Bahnhofsprojekt wird die Gentrifizierung des Diebsteich-Viertels eingeläutet, letzte Rückzugsräume im hektischen Stadtleben beseitigt.“

Hamburg: „Ich kann nur noch kotzen“

Auch auf Facebook regen sich viele Anwohner über das neue Projekt auf. So schreibt ein Mann: „Bahn und Stadt Hand in Hand – auf Biegen und Brechen soll der geplante Fernbahnhof gebaut werden.“

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Eine Frau kommentiert: „Ich kann nur noch kotzen. Das Ding ist gelaufen, soviel zur Bürgerbeteiligung.“ (oa/dpa)