Hamburg: Bürgermeister Peter Tschentscher erhält Post mit klarer Ansage – „Sehr grundsätzlich missverstanden“

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher hat einen Brief mit klarer Ansage erhalten.
Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher hat einen Brief mit klarer Ansage erhalten.
Foto: imago images / Future Image

Peter Tschentscher (SPD) hat Post bekommen. Unterzeichnet wurde der Offene Brief von rund einem Dutzend bekannter Persönlichkeiten aus Hamburg.

Die Verfasser machen darin eine klare Ansage an den Ersten Bürgermeister von Hamburg.

Hamburg: „Lassen Sie die Kultur leben!“

Sie fordern von Peter Tschentscher: „Lassen Sie die Kultur leben!“ Bei den Unterzeichnern handelt es sich um Leute aus dem Kulturbereich, darunter Thalia-Intendant Joachim Lux, Bettina Steinbrügge vom Kunstverein sowie Ulrich Waller und Thomas Collien vom St. Pauli Theater. Die aktuellen Schließungen treffen sie hart.

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Das heißt nicht, dass sie gegen die Corona-Regeln sind – im Gegenteil. Ihnen sei bewusst, dass „einschneidende und schmerzhafte Maßnahmen nötig sind, um die steigenden Infektionszahlen in der Pandemie zu reduzieren“. Es sei keine Frage, dass die zweite Corona-Welle in diesen Wochen solche Maßnahmen verlangt, zitiert das „Hamburger Abendblatt“ aus dem Brief.

Kritik üben die Unterzeichner jedoch im Umgang mit der Kultur: „Obwohl es keine Zweifel an der Sicherheit eines Theater-, Konzert-, Opern-, Kino- oder Museumsbesuchs gab und gibt, wie selbst der Hamburger Kultursenator uns noch kurz vorher bestätigt hat, wurden wir gemeinsam mit Freizeiteinrichtungen unterschiedlichster Art am 2. November erneut in den Lockdown geschickt.“

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Das ist Peter Tschentscher:

  • Peter Tschentscher wurde am 20. Januar 1966 in Bremen geboren
  • Seit März 2018 ist Tschentscher (SPD) Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg
  • Er hat in Hamburg Medizin studiert und promoviert
  • Seine Stelle am UKE gab er auf, als er 2011 Finanzsenator wurde
  • Er hat einen erwachsenen Sohn und lebt mit seiner Frau in Barmbek

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Die Zuordnung zu „Freizeiteinrichtungen“ habe verständlicherweise tiefgreifende Verstimmungen in der Kulturszene ausgelöst. „Wir fühlten uns hier sehr grundsätzlich missverstanden.“

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Hamburg: Bitte für das nächste Treffen mit der Kanzlerin

Auch in Krisenzeiten sei ein Mindestmaß an sozialem, kulturellem und gesellschaftlichem Leben unverzichtbar.

Die Unterzeichner richten diesen Appell an Peter Tschentscher: „Wir bitten Sie nachdrücklich: Setzen Sie sich beim nächsten Treffen mit der Kanzlerin und Ihren Kolleginnen und Kollegen der anderen Länder dafür ein, dass Kultur- und Bildungseinrichtungen wie Opern, Theater, Konzertsäle, Kinos und Museen zügig wieder geöffnet werden.“

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Wer den ganzen Brief lesen will, kann das >>> hier beim „Hamburger Abendblatt“. (kbm)

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