Hamburg: Beliebtes Wahrzeichen wird abgerissen – krasse Stau-Falle in der City

Die Willy-Brandt-Straße in Hamburg wird komplett gesperrt.
Die Willy-Brandt-Straße in Hamburg wird komplett gesperrt.
Foto: picture alliance / Bildagentur-online/McP-Waldkirch | Bildagentur-online/McP-Waldkirch

Hamburg verliert ein bekanntes Wahrzeichen: Fast 40 Jahre prägte die beliebte Cremonbrücke das Stadtbild. Jetzt wird muss sie weichen.

Innerhalb eines Wochenendes soll die bisherige Fußgängerbrücke über der Willy-Brandt-Straße abgerissen werden. Autofahrer in Hamburg müssen sich daher auf Staus einstellen. Am 28. Oktober beginnt der Abriss.

Hamburg: Abriss der Cremonbrücke sorgt für Verkehrsbehinderungen

Das bedeutet: Ab Donnerstag, 22 Uhr, bis Montagmorgen, 1. November, um 5 Uhr wird die Willy-Brandt-Straße voll gesperrt. Das betrifft auch die Nebenstraßen Holzbrücke, Deichstraße, Hopfenmarkt und Kleiner Burstah.

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Der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) empfiehlt ein weiträumiges Umfahren in beide RIchtungen über den Ring 1, über Holstenwall, Gorch-Fock-Wall, Esplanade, Lombardsbrücke, Glockengießerwall und Wallringtunnel.

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Daten und Fakten über Hamburg:

  • Hamburg ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland.
  • Hamburg ist mit rund 1,9 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands und die drittgrößte im deutschen Sprachraum.
  • Das Stadtgebiet ist in sieben Bezirke und 104 Stadtteile gegliedert, darunter mit dem Stadtteil Neuwerk eine in der Nordsee gelegene Inselgruppe.
  • Der Hamburger Hafen zählt zu den größten Umschlaghäfen weltweit.
  • Die Speicherstadt und das benachbarte Kontorhausviertel sind seit 2015 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes
  • International bekannt sind auch das Vergnügungsviertel St. Pauli mit der Reeperbahn sowie das 2017 eröffnete Konzerthaus Elbphilharmonie.

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Um in der Deichstraße den Anliegerverkehr zu ermöglichen, wird dort ein Parkverbot eingerichtet und die Einbahnstraßenregelung aufgehoben. Der Busverkehr wird über den Adolphsplatz, Alter Wall und Rödingsmarkt umgeleitet.

Denkmalverein Hamburg kämpfte für Erhalt der Cremonbrücke

Zuvor hatte sich der Denkmalverein Hamburg für den Erhalt des „blauen Wunders“ eingesetzt. Seit 1982 ermöglichte die Cremonbrücke es den Fußgängern, die sechsspurige Willy-Brandt-Straße zu überqueren.

Weil das Bauwerk jedoch nicht unter Denkmalschutz steht und dem LSBG gehört, kann sie nun ohne Probleme abgerissen werden. Der Rückbau der Brücke dient laut LSBG verkehrlichen und stadtgestalterischen Aspekten.

„Ziel ist zum einen die Schaffung einer barrierefreien Querung der Willy-Brandt-Straße für Fußgänger. Zum anderen wird die Trennwirkung der Willy-Brandt-Straße reduziert und mit dem Übergang zum Cremon ein Herzstück des historischen Hamburg wieder in Wert gesetzt“, heißt es in einer Mitteilung.

Weitere Staus ab November in Hamburg vorprogrammiert

Ab 1. November bis Anfang 2022 drohen durch den Abriss weitere Verkehrsbehinderungen. Die Einmündung der Williy-Brandt-Straße in die Holzbrücke und die Deichstraße werden dann erneut gesperrt, um die Fundamente in den Nebenflächen abzubauen.

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Anlieger können die Deichstraße über die Holzbrücke von Süden kommend nutzen, ehe diese später aus Richtung Steintwiete zur Sackgasse wird, um die dortigen Fundamente abzureißen. Die Einbahnstraßenregelung wird dabei aufgehoben und ein Parkverbot eingerichtet.

Als letztes sind dann die Fundamente auf dem Hopfenmarkt dran. Hierfür wird die Fahrbahn im Kleinen Burstah auf einen Fahrstreifen reduziert. Es kommt also einiges auf die Menschen in Hamburg zu! (mk)