Hamburg: Mann liegt 425 Tage tot in seiner Wohnung – „Er war ein liebenswerter Mensch“

In einem Mehrfamilien Haus wurde der tote Mann gefunden (Symbolbild).
In einem Mehrfamilien Haus wurde der tote Mann gefunden (Symbolbild).
Foto: IMAGO / blickwinkel / Chris Emil Janßen

Es ist eine schreckliche Geschichte, die sich mitten in Hamburg zugetragen hat.

Mehr als ein Jahr lag ein Mann tot in seiner Wohnung im Stadtteil Hamburg-Eilbek und niemand hat es mitbekommen. Besonders tragisch: Nicht einmal als Handwerker die Wohnung betraten, entdeckten sie den Verstorbenen.

Hamburg: 425 Tage tot in der eigenen Wohnung

425 Tage. So lange hat niemand den 55-Jährigen vermisst. Wie die „Hamburger Morgenpost“ (Mopo) berichtet, war Frank K. alleinlebend. Zu seinen drei Schwestern hatte er seit Jahren keinen Kontakt mehr.

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Daten und Fakten über Hamburg:

  • Hamburg ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland.
  • Hamburg ist mit rund 1,9 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands und die drittgrößte im deutschen Sprachraum.
  • Das Stadtgebiet ist in sieben Bezirke und 104 Stadtteile gegliedert, darunter mit dem Stadtteil Neuwerk eine in der Nordsee gelegene Inselgruppe.
  • Der Hamburger Hafen zählt zu den größten Umschlaghäfen weltweit.
  • Die Speicherstadt und das benachbarte Kontorhausviertel sind seit 2015 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes
  • International bekannt sind auch das Vergnügungsviertel St. Pauli mit der Reeperbahn sowie das 2017 eröffnete Konzerthaus Elbphilharmonie.

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In der Kindheit hätten sie sich noch nah gestanden, berichtet Schwester Sonja K. gegenüber der Zeitung. „Er war ein liebenswerter Mensch“. Er habe gern geteilt und hätte sein letztes Hemd gegeben.

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Doch der Alkohol habe die Beziehung der Geschwister zerstört, zitiert die „Mopo“ die Angehörige. Der Kontakt brach ab. Sonja K. versuchte vieles, um ihren Bruder später ausfindig zu machen. Doch beim Einwohnermeldeamt erhielt sie keine Antwort – aus Datenschutzgründen.

Hamburg: Identität mittels DNA-Tests

Am 8. Juli 2021 wurde Frank K. gefunden. Die Wohnung sollte zwangsgeräumt werden. Ein schreckliches Bild muss es für die Polizeibeamten vor Ort gewesen sein. Der Körper des Mannes war demnach teils skelettiert, teils mumifiziert.

Nur mithilfe eines DNA-Tests konnte schließlich seine Identität herausgestellt werden.„Ich bin einfach nur entsetzt. Er wurde im Stich gelassen. So sollte wirklich niemand sterben“, sagt seine Schwester.

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Nach Angaben eines Nachbarn sollen sogar schon Handwerker in der Wohnung gewesen sein, um das Schloss auszutauschen. Doch auch sie bemerkten von der Leiche offenbar nichts.

Bereits im Sommer 2020 sei nach „Mopo“-Angaben die Miete eingestellt worden. Warum Frank K. dennoch erst ein Jahr später gefunden wurde, bleibt vorerst ungeklärt. (mik)