Hamburg Hafen: Schönstes Kreuzfahrtschiff der Welt ist da, aber nicht alle jubeln

Von winkenden Passanten begrüßt, läuft das Segel- und Kreuzfahrtschiff „Sea Cloud Spirit“ erstmals in Hamburg ein.
Von winkenden Passanten begrüßt, läuft das Segel- und Kreuzfahrtschiff „Sea Cloud Spirit“ erstmals in Hamburg ein.
Foto: dpa

Da hat sich mal wieder jemand richtig Schickes im Hafen von Hamburg blicken lassen...

Am Donnerstag war es endlich so weit! Das Dreimast-Vollschiff „Sea Cloud Spirit“ ist zum ersten Mal zu Gast in Hamburg. Es gilt laut Reederei als das größte traditionell von Hand gesegelte Kreuzfahrtschiff der Welt. Und für einige Kenner ist es auch das schönste (MOIN.DE berichtete).

Hamburg Hafen: Schönstes Kreuzfahrtschiff der Welt da

Die „Sea Cloud Spirit“ ist am Donnerstag zum ersten Mal in Hamburg eingelaufen. Historische Schiffe und Sportboote begleiteten die Einfahrt. Das aus London kommende Dreimast-Vollschiff mit traditioneller Takelage machte an der Übersee-Brücke Halt.

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Daten und Fakten zum Hafen Hamburg:

  • Der Hamburger Hafen ist ein offener Tidehafen an der Unterelbe der Freien und Hansestadt Hamburg (Eröffnung: 7. Mai 1189)
  • Der Hamburger Hafen ist der größte Seehafen in Deutschland und der drittgrößte in Europa (hinter Rotterdam und Antwerpen)
  • Gesamtfläche des Hamburg Hafen: 7.200 Hektar (ca. 10 Prozent der Fläche Hamburgs)
  • Gesamtumschlag im Jahr 2020: 126,3 Millionen Tonnen
  • 7.377 Schiffe liefen den Hafen 2020 an

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Das 2021 gebaute weiße Schiff ist laut Hamburger Reederei Sea Cloud 138 Meter lang, etwas mehr als 17 Meter breit und hat Platz für 136 Passagiere und 85 Besatzungsmitglieder. Die „Sea Cloud Spirit“ sei die moderne Interpretation der 1931 in Kiel gebauten „Sea Cloud“, teilte die Reederei mit.

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Nach ihrer Hamburg-Stippvisite wird die „Sea Cloud Spirit“ in der Nord- und Ostsee, im Mittelmeer und vor der spanischen Atlantikküste unterwegs sein, bis es im November Richtung Karibik geht. Am 14., 18. und 22. August schaut der Dreimaster aber noch einmal in Hamburg vorbei.

Der Naturschutzbund Hamburg bezeichnete die Nutzung von Wind für den Schiffsantrieb als „einen Hoffnungsschimmer für die gesamte Kreuzfahrtindustrie der Zukunft“. Wer Segel setze, spare Treibstoff und mindert damit schädliche Luftschadstoffe, teilte der Nabu mit. „Der Großteil der Kreuzfahrtbranche sollte sich daran ein Beispiel nehmen.“

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Aber es gibt auch was zu nörgeln: Denn leider sei auch die „Sea Cloud Spirit“ kein perfektes Schiff, sagte Nabu-Referent Sönke Diesener.

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Ein Grund: „Sie braucht natürlich trotzdem Diesel-Generatoren, um den Hotelbetrieb an Bord mit Strom zu versorgen.“ Aber die „Sea Cloud Spirit“ nutze immerhin den etwas saubereren Marine-Diesel. (dpa/jds)