Hamburg Hafen: Kult-Institution ist in Gefahr – das sorgt für Ärger

Die Fischgaststätte im Hafen von Hamburg von außen.
Die Fischgaststätte im Hafen von Hamburg von außen.
Foto: picture alliance/dpa | Marcus Brandt

Einer heiß geliebten Institution im Hafen von Hamburg droht das Aus: Die Veddeler Fischgaststätte von 1932, in der Gäste Spezialitäten wie Backfisch mit Kartoffelsalat zu lokalem Bier genießen, soll ihren Standort nahe der Elbbrücken aufgeben.

Denn die Stadt Hamburg will das Gelände umgestalten (hier mehr dazu) und möchte den Kult-Imbiss mit seiner Einrichtung aus den 1950er Jahren in den alten Zollhallen oder in einem Neubau unterbringen.

Hamburg: Betreiber sieht Existenz in Gefahr

Damit sieht Betreiber Christian Butzke die gesamte Existenz seiner Fischküche in Gefahr. „Wir können uns heute nichts anderes vorstellen, als diesen Standort hier zu erhalten. Denn für unseren Backofen aus den 20er Jahren würden wir woanders keine Betriebserlaubnis mehr erhalten“, sagte Butzke am Wochenende der Deutschen Presse-Agentur.

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Nur der alte Herd mit seiner besonders hohen Gartemperatur ermögliche, dass die Panade extra-knusprig werde und kein Fett in den Fisch dringe. Und genau das sei ein Alleinstellungsmerkmal der Veddeler Fischküche.

Auch das Gebäude, das während des Kriegs und kurz danach errichtet wurde, sei nicht zu ersetzen.

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Daten und Fakten zum Hafen Hamburg:

  • Der Hamburger Hafen ist ein offener Tidehafen an der Unterelbe der Freien und Hansestadt Hamburg (Eröffnung: 7. Mai 1189)
  • Der Hamburger Hafen ist der größte Seehafen in Deutschland und der drittgrößte in Europa (hinter Rotterdam und Antwerpen)
  • Gesamtfläche des Hamburg Hafen: 7.200 Hektar (ca. 10 Prozent der Fläche Hamburgs)
  • Gesamtumschlag im Jahr 2019: 136,6 Millionen Tonnen (davon 93,9 Millionen Tonnen Container)
  • 210 Schiffsanläufe an drei Kreuzfahrt-Terminals brachten 2019 rund 810.000 Passagiere in die Hansestadt

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Hamburg: Unterschriftenaktion gestartet

„Das ganze Haus ist ein Zeitzeugnis dieses Orts. Denn alle Gebäude, die hier einst standen, sind inzwischen verschwunden“, sagte der 18-jährige Junior Jonas Butzke der dpa.

Beide Chefs, die mit acht Angestellten arbeiten, haben daher eine Unterschriftenaktion gestartet – und nach 14 Tagen 6.000 Unterstützer gefunden. Darunter ist auch der renommierte Gastronom Eugen Block („Block House“).

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Vielleicht auch deshalb, meinte Christian Butzke, stehe er mit dem Bauamt nun „in einem fairen Austausch“. Auch die AfD-Fraktion der Hamburger Bürgerschaft hat in einem Antrag der Fischküche gefordert.

Nur wenige Kilometer weiter am Michel kämpft gleichzeitig eine andere Hamburger Kult-Institution um ihr Überleben. >>> Hier kannst du mehr dazu lesen. (dpa)