Hamburg: Krasse Baupläne für die Hafencity! „Höchste Zeit“

Hamburg: Baukräne gehören zum Bilder der Hafencity dazu.
Hamburg: Baukräne gehören zum Bilder der Hafencity dazu.
Foto: picture alliance / Rupert Oberhäuser

Baukräne gehören zum Bild der Hafencity in Hamburg. Hier werden ständig neue Gebäude aus dem Boden gestampft.

In den nächsten zwei Jahren soll allerdings ein Haus in dem Stadtteil von Hamburg entstehen, dass nicht nur die Anwohner umhauen wird. Denn diese Baupläne sind einzigartig in der Hansestadt.

Hamburg bekommt neues Mega-Gebäude

Im Elbbrücken-Quartier errichtet der Immobilienentwickler Garbe ein 65 Meter hohes Wohnhaus mit rund 180 Wohnungen. Das alleine wäre noch nicht faszinierend genug. Aber: Das Gebäude ist bis auf den Sockel und die unteren Geschosse komplett aus Holz gefertigt. Und das ist dann schon ziemlich spektakulär.

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Am Montag will der Chef der Garbe Immobilien-Projekte GmbH, Fabian von Köppen, gemeinsam mit Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher symbolisch den Grundstein legen. Erste Bauarbeiten laufen bereits seit dem vorigen Herbst. Die Fertigstellung ist für 2023 geplant, 2024 sollen die Wohnungen übergeben werden. Nach Angaben des Entwicklers würde es sich derzeit um das höchste Holzhochhaus in Deutschland handeln.

Für von Köppen ist das „Roots“ (englisch für „Wurzeln“) genannte Haus der Beginn einer „Mission“, die den Städtebau verändern soll, wie er der Deutschen Presse-Agentur sagte: „Wir wollen die Städte mit Holz klimaneutral nachverdichten. Wir kaufen uns damit ein bisschen Zeit, Zeit die wir an anderer Stelle verspielt haben.“

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Daten und Fakten über Hamburg:

  • Hamburg ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland.
  • Hamburg ist mit rund 1,9 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands und die drittgrößte im deutschen Sprachraum.
  • Das Stadtgebiet ist in sieben Bezirke und 104 Stadtteile gegliedert, darunter mit dem Stadtteil Neuwerk eine in der Nordsee gelegene Inselgruppe.
  • Der Hamburger Hafen zählt zu den größten Umschlaghäfen weltweit.
  • Die Speicherstadt und das benachbarte Kontorhausviertel sind seit 2015 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes
  • International bekannt sind auch das Vergnügungsviertel St. Pauli mit der Reeperbahn sowie das 2017 eröffnete Konzerthaus Elbphilharmonie.

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Holz gilt als sehr effektiver CO2-Speicher, weil Bäume im Laufe des Wachstums große Mengen des klimaschädlichen Gases dauerhaft speichern. „Stellen Sie sich vor, dass das Material unseres Hauses in 23 Minuten komplett nachwächst.“

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Nach von Köppens Einschätzung ist es im Interesse des Klimaschutzes „höchste Zeit“, dass der Holzbau in größerem Stil im Immobiliensektor Einzug hält. Zwar ist der Baustoff Holz bei Ein- oder Zweifamilienhäusern inzwischen verbreitet: Nach Angaben des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes liegt die Holzbauquote in diesem Bereich bei rund 23 Prozent, bei größeren Wohngebäude bislang aber erheblich niedriger.

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Experten weisen dem Immobiliensektor im Kampf gegen den Klimawandel inzwischen eine Schlüsselrolle zu. Nach Schätzungen des UN-Umweltprogramms (Unep) steht der Betrieb von Gebäuden weltweit für 28 Prozent der gesamten energiebedingten CO2-Emissionen.

„Rechnet man die Emissionen aus dem Gebäudebau hinzu, steigt dieser Anteil auf 38 Prozent der gesamten energiebedingten CO2-Emissionen weltweit“, heißt es in einem Unep-Statusbericht über die klimapolitische Bedeutung des Sektors.

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Auf einer Geschossfläche von rund 20.600 Quadratmetern birgt „Roots“ den Planungen zufolge 181 Wohneinheiten; 128 sind Eigentumswohnungen, der Rest sind öffentlich geförderte Wohnungen. Entworfen wurde das Projekt vom Hamburger Architekturbüro Störmer Murphy and Partners. (dpa/jds)