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Hamburg: Linke-Politikerin Özdemir sieht sich Video an und „könnte kotzen“

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Cansu Özdemir ist seit 2011 Mitglied der Bürgerschaft in Hamburg Foto: imago images

Seit ihrem 16. Lebensjahr engagiert sich Linke-Politikerin Cansu Özdemir aus Hamburg für Frauen-, Friedens- und Sozialpolitik. Dabei nimmt sie auch an Protesten auf der Straße gegen Kriege und Grundrechtsverletzungen teil.

Dass die Politikerin aus Hamburg aber auch für diejenigen spricht, die selbst nicht sprechen können, beweist dieses aktuelle Statement.

Hamburg: „Linke“-Politikerin ist entsetzt

Auf ihrem Twitter-Account teilt die 32-Jährige, wie aufgebracht sie nach dem Anschauen eines Videos der Tierschutzorganisation „Peta“ ist.

„Ich habe mir ein ,Peta Deutschland‘-Video, in dem einem Kaninchen das Fell brutal ausgerissen wird, angeschaut. Das Kaninchen schreit vor Schmerzen. Was ist das für ein beschissenes System? Könnte kotzen“, schreibt Özdemir.

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Das ist Cansu Özdemir:

  • Geboren 1988 in Hamburg als Tochter einer kurdischen Familie
  • Aufgewachsen in Altona
  • Seit 2009 Mitglied der Partei „Die Linke“
  • Seit 2011 Mitglied der Bürgerschaft in Hamburg
  • Dort ist sie seit 2015 Fraktionsvorsitzende

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In dem Video sieht man ein hilfloses Tier, dem bei lebendigen Leib das Fell ausgerissen wird. Grund hierfür ist der Gewinn der „kostbaren“ Angorawolle für Kleidung und Accessoires.

Hamburg: Auch Tierschützer teilen Appell an Verbraucher

Der Appell von „Peta“ und anderen Tierschützern ist ganz klar: „Kauft keine Produkte aus Wolle“.

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So auch in dem aktuellen Video von „Peta Deutschland“. Bitte beachte, dass das Video sensiblen Inhalt enthält. Die dargestellten Szenen sind äußerst brutal.

Viele Menschen sind so wie die Linke-Politikerin von dem Video entsetzt und kommentieren darunter. Eine Frau schreibt beispielsweise: „Ein Tier so schreien zu hören – grausam“.

Hamburg: Video schockt Menschen

Eine andere Frau kommentiert: „Das ist so brutal und so schrecklich! Wie krank oder abgestumpft sind die Menschen, die dabei kein Leid empfinden und es zu lassen?“. Ein anderer Mann zeigt sich sichtlich betroffen: „Es bricht mir mein Herz als Kaninchenpapa. Die Menschheit ist einfach nur krank“.

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Worum geht es aber eigentlich? Die Angorawolle gilt als warm und kuschelig und ist daher besonders im Winter sehr beliebt. Was viele Verbraucher jedoch nicht wissen: Laut „Deutschem Tierschutzbund“ werden 95 Prozent der weltweit gehandelten Angorawolle in China produziert. Die Wolle stammt vom gleichnamigen „Angorakaninchen“.

Im Unterschied zu Deutschland gibt es in China keine Tierschutzgesetzgebung. Das heißt, dass die Kaninchen in unvorstellbaren Umständen gehalten werden und der Umgang mit den Tieren mitunter so brutal ist wie in dem Video.

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Hamburg: „Das gehört sofort verboten“

Aber auch in europäischen Ländern wie Frankreich sind die Zustände laut der Partnerorganisation vom Tierschutzbund „Fur Free Alliance“ nicht besser. Auch dort werden die Tiere in kleinen Käfigen gehalten und ihre Haare regelmäßig schmerzhaft ausgerupft.

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Als Verbraucher kann man aber trotzdem proaktiv sein: Man solle laut Tierschutzbund keine Kleidung aus Angorawolle kaufen und seine Kritik an Verkäufern und Herstellern teilen.

Drastischere Mittel fordern außerdem Menschen unter dem „Peta“-Video. Eine Frau spricht wohl jedem, der das Video angeschaut hat aus der Seele: „Das gehört sofort verboten und die Verantwortlichen hart bestraft“. (pag)