Hamburg vor Mega-Chaos – Kollaps droht! Bleib am Wochenende besser zuhause

Wer die Mindestabstände wahren will, sollte am Wochenende zuhause bleiben.
Wer die Mindestabstände wahren will, sollte am Wochenende zuhause bleiben.
Foto: IMAGO / Hanno Bode

Wer am Wochenende in Hamburg unterwegs sein will, sollte sich auf einiges gefasst machen. Nicht nur wegen des Lokführerstreiks drohen in der Hansestadt von Freitag an chaotische Zustände.

Bereits während der vergangenen Streiks wurde es rund um den Hauptbahnhof richtig voll. Weil S-Bahnen deutlich seltener fuhren und der Fernverkehr weitestgehend still stand, stauten sich die Menschenmassen in der Innenstadt von Hamburg. An diesem Wochenende könnte sich die Lage noch einmal verschärfen. Die üblichen Staus von Menschen und Autos sind nichts gegen das, was kommen könnte.

Hamburg: A7-Vollsperrung und verkaufsoffener Sonntag

Grund für das drohende Chaos: Neben den zahlreichen Zugausfällen aufgrund des GDL-Streiks wird auch die A7 am Samstag und Sonntag voll gesperrt. Für Autofahrer ist im Westen der Stadt ab Freitagabend für 55 Stunden also kein Durchkommen mehr.

Auch auf der Umleitungsstrecke der A7 werden lange Staus erwartet. Diese führt nämlich über die A21 auf der ebenfalls gebaut wird.

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Hinzu kommt der verkaufsoffene Sonntag, an dem viele Geschäfte im Innenstadtbereich ihre Türen öffnen. Zusätzlich hat der HVV angekündigt, dass am Sonntag alle öffentlichen Verkehrsmittel umsonst nutzbar sind.

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Das ist die A7:

  • wurde am 1. September 2009 gebaut
  • sie ist 962,2 Kilometer lang und damit die längste deutsche Autobahn
  • nach der Autovía A-7 ist sie die zweitlängste durchgehende nationale Autobahn Europas
  • führt als Nord-Süd-Achse von der dänischen Grenze in Ellung bis zur österreichischen Grenze bei Füssen
  • führt durch diese Bundesländer: Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Hessen

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So können Hamburger auch Freifahrten zum Beispiel nach Pinneberg, Cuxhaven oder Lüneburg unternehmen. So will der Verkehrsverbund die Mehrwertsteuersenkung an seine Kunden weitergeben.

Hamburg: ADAC warnt vor „Katastrophe“

Vekehrsexperten sind deshalb alarmiert. „Wir werden ein ziemliches Chaos erleben“, zitiert das „Hamburger Abendblatt“ Christian Hieff, Sprecher des ADAC Hansa. Er warnt sogar vor einer „Katastrophe“.

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Auch die Autobahn AG und die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) empfehlen: „Gehen Sie zu Fuß, fahren Sie mit dem Rad oder nutzen Sie nach Möglichkeit den ÖPNV!“

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Daten und Fakten über Hamburg:

  • Hamburg ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland.
  • Hamburg ist mit rund 1,9 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands und die drittgrößte im deutschen Sprachraum.
  • Das Stadtgebiet ist in sieben Bezirke und 104 Stadtteile gegliedert, darunter mit dem Stadtteil Neuwerk eine in der Nordsee gelegene Inselgruppe.
  • Der Hamburger Hafen zählt zu den größten Umschlaghäfen weltweit.
  • Die Speicherstadt und das benachbarte Kontorhausviertel sind seit 2015 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes
  • International bekannt sind auch das Vergnügungsviertel St. Pauli mit der Reeperbahn sowie das 2017 eröffnete Konzerthaus Elbphilharmonie.

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Die Bahn warnt ebenfalls vor Konsequenzen. Der Regionalverkehr in Schleswig-Holstein und Niedersachsen werde demnach stark beeinträchtigt, berichtet das „Abendblatt“. Kunden werden aufgerufen, ihre geplanten Reisen möglichst zu verschieben.

Hamburg: Auch die U1 ist gesperrt

„Jeder Hamburger und jeder Besucher sollte sich genau überlegen, was er sich vornimmt“, bekräftigt Hieff noch einmal. Denn als wäre das alles nicht genug, kommt es auch auf der Linie U1 zu erheblichen Einschränkungen.

Hier werden zwischen Ochsenzoll und Fuhlsbüttel am Wochenende die Weichen erneuert und der Bahnverkehr durch Busse ersetzt.

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Wer am Samstag und Sonntag also unbedingt in der Stadt unterwegs sein will, sollte starke Nerven und eine Menge Geduld mitbringen. (mik)