Hamburg: Weltpremiere in der Hansestadt! Hier erleben Besucher etwas völlig Neues

Bea Swietczak
Tom Sachs in seiner Ausstellung in den Deichtorhallen in Hamburg.
Tom Sachs in seiner Ausstellung in den Deichtorhallen in Hamburg.
Foto: Bea Swietczak

Das Harbour Front Literaturfestival, das Reeperbahn Festival, das Filmfest Hamburg: Die Hansestadt scheint sich nach den gelockerten Pandemie-Maßnahmen aktuell im Kulturrausch zu befinden.

Jetzt setzt eine der spektakulärsten Ausstellungen des Jahres dem ganzen noch die Krone auf. In den Deichtorhallen in Hamburg wird vom 19. September bis 10. April „Tom Sachs. Space Program: Rare Earths“ gezeigt. Eine Weltpremiere der Gesamtkunstschau.

Tom Sachs in Hamburg zu Gast

Bei der Eröffnung mit 200 handverlesenen Gästen, darunter Kunstsammler und Kulturschaffende, sagte Professor Dirk Luckow, Leiter der Deichtorhallen, voller Demut und Bewunderung: „Wir wollen mit der Ausstellung von da ganz oben auf unser Haus zurückschauen und damit neue Dimensionen eröffnen.“

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Mit „ganz oben“ meinte er das All, das Tom Sachs (55), der extra aus seiner Heimatstadt New York angereist war, auf 3.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche zeigt. Seine Mission: ein Weltraumerlebnis der Superlative schaffen.

Dafür hat er aus einfachen Materialien wie Sperrholz, Schaumstoffplatten, Kleber, Schrauben und Pappe Gegenstände nachgebaut, die die NASA für ihre Ausflüge in andere Dimensionen benötigt. Deshalb gibt es Monitore für die riesengroße Schaltzentrale, Messgeräte, einen nachgebauten Space Shuttle, ein Mondfahrzeug und Astronauten in Originalmontur.

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Daten und Fakten über Hamburg:

  • Hamburg ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland.
  • Hamburg ist mit rund 1,9 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands und die drittgrößte im deutschen Sprachraum.
  • Das Stadtgebiet ist in sieben Bezirke und 104 Stadtteile gegliedert, darunter mit dem Stadtteil Neuwerk eine in der Nordsee gelegene Inselgruppe.
  • Der Hamburger Hafen zählt zu den größten Umschlaghäfen weltweit.
  • Die Speicherstadt und das benachbarte Kontorhausviertel sind seit 2015 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes
  • International bekannt sind auch das Vergnügungsviertel St. Pauli mit der Reeperbahn sowie das 2017 eröffnete Konzerthaus Elbphilharmonie.

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Warum genau Hamburg?

Aber ebenso weltliche Dinge, die unsere Zerbrechlichkeit zeigen. So ragen zehn Meter große Twin-Towers-Nachbauten aus Holz in die Höhe. „Manchmal sind wir uns unseres eigenen Seins gar nicht richtig bewusst“, sagt Tom Sachs.

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„Wir reisen ins All, um uns klarzumachen, dass und in welcher Form es uns gibt. Von oben können wir uns quasi den Spiegel vorhalten. Mit all unserem Konsum, unserer Verschwendungssucht, dem Erreichbarkeitsterror und dem ganzen anderen unnötigen Ballast.“ Warum hat er extra Hamburg für diese Ausstellung gewählt?

„Hamburg ist das Zuhause der Objektkunst“, sagte Sachs, der gar nicht spacig im eher gediegenen Hotel Vier Jahreszeiten wohnte. „Dafür hat es vor meiner Ausstellung schon viele andere Beispiele namhafter Künstler hier gegeben.“ Was ist seine Message?

Hamburg: Am liebsten selbst ins All

„Wir müssen neue Ressourcen schaffen, auf uns selbst und auf unseren wunderschönen Planeten achten“, erzählt Sachs, der ein glühender Fan von Weltraumforschung und speziell des Apollo-Programms ist.

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„Ich interessiere mich für die Ideen von Richard Branson und Elon Musk, die Pioniere für private Weltraumflüge sind. Seit 30 Jahren beschäftigt mich das Thema schon. Am liebsten würde ich mal selbst einen galaktischen Ausflug ins All unternehmen.“

Von dort würde er dann seinen Fokus auf die Erde richten, ganz wie in seiner Ausstellung.