Hamburg: Wahnsinn! Dieser junge Mann riskiert sein Leben – Millionen Fans sehen dabei zu

Parkour-Sportler Drew Taylor hat schon einige spektakuläre Stunts in Hamburg gemacht.
Parkour-Sportler Drew Taylor hat schon einige spektakuläre Stunts in Hamburg gemacht.
Foto: IMAGO / CHROMORANGE & Drew Taylor

Ein junger Mann nimmt nur wenige Meter Anlauf, rennt auf ein Geländer zu, springt über die Brüstung und fliegt schließlich mehrere Meter durch die Luft – das sind spektakuläre Bilder aus Hamburg, die in den sozialen Netzwerken bereits Hunderte Millionen Menschen erreicht haben.

Nur ganz knapp landet Drew Taylor auf einer sogenannten Dalbe im Zollkanal in der Speicherstadt. Die Zuschauer auf der Brücke jubeln. Mehr als 240 Millionen Menschen haben das Video auf Tiktok gesehen, zehn Millionen Fans haben die nervenaufreibenden Aufnahmen mit einem Herz versehen. Es ist der beliebteste Hamburg-Clip auf der Plattform.

Hamburg: Riskante Stunts in der Speicherstadt

Drew Taylor ist Parkour-Sportler und reist für sein außergewöhnliches Hobby um die ganze Welt. Dabei nutzen die Extremsportler die Architektur der Städte für einzigartige Hindernisläufe. Treppengeländer, Brücken, Wände, Stufen, Häuserdächer und andere Bauelemente werden kurzerhand zu Sportgeräten umgewandelt.

Dabei gilt oft: Je spektakulärer ein Stunt, desto mehr Anerkennung erfolgt aus der Community und von den Millionen Fans, die Taylor und Co. bei Instagram, Tiktok und Youtube begleiten.

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Im Sommer zog es den Briten Drew Taylor und seine Crew „Storror“ in die Hansestadt. Hier gelangen ihm einige außergewöhnliche Stunts und Aufnahmen.

Vor allem der Bereich rund um die Fleete der Speicherstadt faszinierte die jungen Sportler. Die Plätze für ihre waghalsigen Manöver haben sie sich vorher bei Google Maps ausgeguckt.

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„Wir sind nach Hamburg gekommen, um uns speziell nach Orten für Wasser-Challenges umzuschauen. Ähnliche Challenges haben wir vorher in der Schweiz und in Großbritannien gemacht“, erzählt Taylor MOIN.DE. Hamburg mit Elbe, Alster und den vielen Kanälen bot ihnen dabei vielfältige Möglichkeiten für neue Herausforderungen.

Parkour: „Die Freiheit, mit Bewegung zu spielen“

Bereits im Jahr 2005 Jahren startete der heute 26-Jährige das Hobby, das ihm später internationale Bekanntschaft verschaffen sollte. Damals traf er seinen Freund Benj in der Schule, der ihn zum Parkour führte. „Parkour hat mir Spaß bereitet, war cool und alle meine Freunde haben es auch gemacht“, erzählt er.

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„16 Jahre später ist es jetzt noch offensichtlicher geworden, dass es keine Regeln, Grenzen oder Restriktionen gibt. Parkour ist, was immer du willst und die Freiheit, mit Bewegung zu spielen.“ In den folgenden Jahren stand Taylor außerdem als Stunt-Performer für große Filmproduktionen wie „Doctor Strange“ und „6 Underground“ vor der Kamera.

Den Sport Parkour sieht Taylor als eine Art Technologie, „um formale Strukturen herauszufordern und zu untergraben.

Es ist eine Wiederaneignung der modernen, Beton-Straßen und Gebäude, in denen wir leben und hat zudem die Macht, konventionelle Gedanken, für wen und was der öffentliche Raum gebaut wird, in Frage zu stellen.“ Parkour sei zudem eine kulturelle Bewegung, die von Natur aus auch politisch sei.

Lebensgefährliche Tricks erfordern jahrelanges Training

Beim Anschauen der spektakulären Stunts wird einem mitunter Angst und Bange. Oft peilen die Parkour-Künstler nur wenige Zentimeter breite Ziele an, die Sprünge müssen perfekt sitzen, damit sie nicht Meter in die Tiefe stürzen.

Bei den „Wasser-Challenges“ endete der ein oder andere Trick bereits im Nass. Doch davon lassen sich die Sportler nicht aufhalten.

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Dass sie bei ihrem extremen Hobby mitunter auch ihr Leben riskieren, ist Drew und seinen Freunden bewusst.

„Wir haben oft mit Herausforderungen zu tun, die unser Leben gefährden, wenn etwas schief geht. Das Risiko zu verstehen und zu lernen, seine Angst zu kontrollieren, sind Herzstücke des Parkour. Entertainer zu sein bedeutet außerdem, dass einiges was wir machen, gefährlicher scheint als es tatsächlich ist. Unzählige Stunden der Vorbereitung und Jahrzehnte des Trainings fließen in jeden Stunt ein. Das Risiko ist deswegen oft minimal“, so der Extremsportler.

Wohin Drew Taylors nächste Reise führt, ist derzeit ungewiss. Wegen der aktuellen Corona-Beschränkungen bleibt die Crew vorerst in Großbritannien.

Doch auch hier stoßen die Sportler täglich auf neue faszinierende Hindernisse in ihren Heimatstädten und nehmen ihre Fans mit auf die nächsten waghalsigen Abenteuer.