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HVV: Hamburger Bahnen bereiten Konsequenzen wegen Coronavirus vor – Notfallplan steht

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Busse und Bahnen im HVV: Sind sie Orte, an denen man sich besonders schnell anstecken kann? Foto: Jürgen Ritter/Imago

Hamburg. 

Die Sorge vor dem Coronavirus geht um – auch in Hamburg. Viele Menschen fragen sich, wie sie einer möglichen Ansteckung aus dem Weg gehen können. Und überlegen, ob sie Fahrten mit im HVV mit Bussen, U- oder S-Bahn vermeiden sollten.

Doch die Betreiber beschwichtigen. „Der ÖPNV unterscheidet sich hinsichtlich des Infektionsrisikos nach derzeitigem Kenntnisstand auch nicht von öffentlichen Räumen“, sagt Christoph Kreienbaum von der Hochbahn. Auch eine „gesonderte Reinigung der Fahrzeuge ist nach derzeitigem Kenntnisstand keine Maßnahme zum Schutz vor dem Coronavirus“.

HVV: Keine Panik wegen des Coronavirus

Im Klartext: Wer im Büro arbeitet, mittags in einem Restaurant essen geht oder ein Paket zur Post bringt, setze sich der gleichen Gefahr aus wie bei einer Fahrt im HVV.

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Das heißt aber natürlich nicht, dass man bei der Hochbahn gar keine Vorsichtsmaßnahmen trifft. „Wie auch die anderen Verkehrsunternehmen im HVV setzen wir uns seit mehreren Wochen schon mit dem Thema Coronavirus auseinander. Dazu gibt es unter anderem einen engen Kontakt zu den Experten des Robert-Koch-Instituts“, versichert Kreienbaum.

Auch bei der Hamburger S-Bahn, die von der Deutschen Bahn betrieben wird, sind die Einschränkungen bisher gering. Es „gelten die bekannten Vorsorgehinweise des Robert-Koch-Instituts wie gründliches Händewaschen oder die schnelle Entsorgung von benutzten Taschentüchern“, sagt S-Bahn-Sprecherin Susan Constantinescu.

Keine Hände schütteln, dafür häufig Hände waschen

Für alle Mitarbeiter, die in Hamburg mit Bussen und Bahnen unterwegs seien, gelten dieselben Regularien wie bei einer Grippeepidemie: Dazu gehörten „häufiges Händewaschen, Verzicht aufs Händeschütteln“. Zudem, so Hochbahn-Vertreter Kreienbaum, „informieren wir intern alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und sensibilisieren sie entsprechend. Für die Mitarbeiter im Fahrdienst, die nur wenig Gelegenheit haben, sich die Hände zu waschen, haben wir Desinfektionsmittel herausgegeben.“

Sollte sich die Lage verschärfen, gibt es allerdings auch Notfallpläne. Dann würden die Fahrzeuge häufiger und mit speziellen Mitteln gereinigt, oder der Fahrplan würde eingeschränkt. Soweit ist es jedoch noch lange nicht. Um immer auf dem neuesten Stand zu sein, „besteht ein direkter Kontakt“ zur Stadt und den zuständigen Behörden, sagt Kreienbaum.

Züge werden gereinigt, Fahrgäste informiert

Bei der S-Bahn hat man bereits Maßnahmen für den Fall eines an Corona erkrankten Fahrgastes festgelegt, sagt Susan Constantinescu. „Bei einem von Behörden festgestellten Corona-Verdacht wird der betroffene Bereich im Zug gesperrt und nach der Fahrt professionell gereinigt und desinfiziert. Die Fahrgäste werden durch das Zugpersonal informiert, dass sie ihre Kontaktdaten hinterlegen sollen, um von den Behörden im Bedarfsfall kontaktiert werden zu können.“