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Mieten in Hamburg: Eine Bevölkerungsgruppe wohnt auf SEHR großem Raum – sie ist der Schlüssel, um das Mietproblem zu lösen

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Mieten in Hamburg: Eine Bevölkerungsgruppe ist der Schlüssel zu mehr Wohnraum für die Hansestadt. Foto: imago images/teutopress

Hamburg. 

10.000 Wohnungen will der Senat in Hamburg auch zukünftig jährlich bauen, um dem Problem der steigenden Mieten etwas entgegenzusetzen und die Lage zu entschärfen. Kritiker sagen, es müssten noch mehr sein. Andere sagen: das ist im Vergleich zu anderen Großstädten viel.

Eine Studie hat jetzt ergeben, dass die Probleme mit den Mieten in Hamburg auch auf andere Weise gelindert werden könnten – zumindest auf dem Markt für größere Immobilien. Doch das Thema ist komplex.

Mieten in Hamburg: Darum geht es

Konkret geht es um Senioren. Denn die leben oft alleine in viel zu großen Wohnungen und Häusern – und viele von ihnen könnten sich gut vorstellen, in etwas kleineres zu ziehen.

Eine repräsentative Studie von YouGov im Auftrag des Wohnungsentwicklers Pantera hat herausgefunden, dass in Deutschland Millionen Quadratmeter Wohnfläche frei werden könnten, wenn alleinstehende und umzugswillige Senioren ihre zu groß gewordenen Wohnungen und Häuser zugunsten kleinerer, altersgerechter Wohnungen tauschen würden.

Alleinstehende Senioren wohnen auf 100 Quadratmetern

So wohnen laut Statistik alleinlebende Senioren mit Immobilieneigentum in Deutschland im Schnitt auf 100 Quadratmetern!

Und besonders in Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein soll die Bereitschaft, in eine kleinere Wohnung oder Haus zu ziehen, laut der Studie hoch sein.

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Michael Ries von Pantera sagt dazu: „Wenn ältere Menschen in Deutschland angemessene Angebote zum Umzug in kleinere Wohnungen bekommen, kann durch Aus-, An- oder Umbauten in frei werden Häusern oder Wohnungen allein in Städten wie Hamburg oder Berlin rund eine Million Quadratmeter neuer Wohnraum entstehen“.

Aber: Wohin sollen die Menschen ziehen?

Klar ist aber auch, dass den Senioren attraktive Angebote gemacht werden müssen, damit sie auch bereit sind, auszuziehen. Nur, was für Angebote sollen das sein?

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Die Lage auf dem Markt für kleinere Wohnungen gibt das in Hamburg nicht so einfach her. Hier wohnen besonders viele Singles oder Studenten. Kleine Wohnungen sind ohnehin schon umkämpft.

Hamburger Senioren auf die Dörfer?

Die Studie hat herausgefunden, dass knapp 50 Prozent der Senioren in Deutschland gerne auf dem Land oder in Kleinstädten wohnen würden – also dort, wo kleine Wohnungen noch eher verfügbar sind als in Großstädten.

Das Problem: Von den Senioren aus Hamburg wollen nur 25 Prozent aufs Land oder in Kleinstädte ziehen – die meisten also in Hamburg bleiben. Und hier gibt es eben nicht massenweise kleine freie Wohnungen oder Häuser.

Lösungsvorschlag: Serviced Aparments

Die mögliche Lösung: 54 Prozent der Deutschen können sich sogenannte „Serviced Apartments“ als Wohnsitz im Alter vorstellen. Das sind 1- bis 3-Zimmer-Wohnungen mit hinzubuchbaren Dienstleistungen wie Reinigungs- und Wäscheservice oder Einkaufshilfen.

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Man müsse laut Michael Ries also vor allem solche kleinen „Serviced Apartments“ in Städten wie Hamburg bauen und sie denjenigen älteren Menschen anbieten, die sich eine Verkleinerung vorstellen können. (rg)