Parken in Hamburg: Achtung Autofahrer! In diesem Stadtteil wird jetzt durchgegriffen

Zahlreiche Fahrzeuge parken im Sonnenschein in einer Wohnstraße in Hamburg.
Zahlreiche Fahrzeuge parken im Sonnenschein in einer Wohnstraße in Hamburg.
Foto: picture alliance/dpa | Jonas Walzberg

In Hamburg einen Parkplatz zu finden, ist oft gar nicht so leicht. Vor allem im Stadtteil Ottensen sorgt das Parken immer wieder für Ärger.

Seit Jahren versuchen Einwohner und Stadt die Parksituation zu verbessern. Nun soll endlich wieder etwas passieren. Neue Pläne wurden für den Stadtteil in Hamburg verabschiedet, die das Parken deutlich verändern werden.

Parken in Hamburg: Das sind die Pläne

So sollen in Ottensen diverse Bereiche für den allgemeinen Verkehr zwischen 11 und 23 Uhr gesperrt werden. Nur Ausnahmen dürfen dann noch hier durch. Dazu gehören zum Beispiel Teile der Ottensener Hauptstraße oder der Bahrenfelder Straße. Hunderte Parkplätze sollen zudem wegfallen, Fahrradstraßen eingerichtet und Bürgersteige verbreitert werden. Gewerbetreibenden gefallen die Pläne gar nicht, Radfahrern und Fußgängern hingegen schon.

Auch fernab der Autoverbannung wollen die Behörden in dem Gebiet mehr durchgreifen. Ein Hamburger aus Ottensen beobachtete vor Kurzem zwei Polizisten, wie sie kleine Zettel an die Wischer von parkenden Pkw in der Mottenburger Straße verteilten.

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Darauf heißt es: „Wir wissen, dass der Parkraum in Altona knapp bemessen ist. Der Gehweg ist jedoch aus Gründen der Verkehrssicherheit den Fußgängern vorbehalten.“ Verstöße würden mit 55 Euro Bußgeld geahndert. „Eine derartige Anzeige wird zukünftig bei Zuwiderhandlungen gefertigt.“

Außerdem teilt die Polizei mit: „Wir hoffen, dass Sie zukünftig an die schwächeren Verkehrsteilnehmer denken, regelkonform parken und somit die Verkehrssicherheit erhöhen werden.“

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Viele andere Ottensener melden sich unter dem Beitrag zu Wort. Das Schild mit der Erlaubnis zum Parken auf dem Gehweg sei demnach vor Kurzem verschwunden, teilen einige mit. Früher habe es dort eines gegeben. Viele Menschen finden es aber gut, dass jetzt gegen das Gehwegparken durchgegriffen wird.

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Daten und Fakten über Hamburg:

  • Hamburg ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland.
  • Hamburg ist mit rund 1,9 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands und die drittgrößte im deutschen Sprachraum.
  • Das Stadtgebiet ist in sieben Bezirke und 104 Stadtteile gegliedert, darunter mit dem Stadtteil Neuwerk eine in der Nordsee gelegene Inselgruppe.
  • Der Hamburger Hafen zählt zu den größten Umschlaghäfen weltweit.
  • Die Speicherstadt und das benachbarte Kontorhausviertel sind seit 2015 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes
  • International bekannt sind auch das Vergnügungsviertel St. Pauli mit der Reeperbahn sowie das 2017 eröffnete Konzerthaus Elbphilharmonie.

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Parken in Hamburg: Viele Veränderungen

Der Mann aus Ottensen sagt, er sei zwar für eine Beruhigung „des Dorfes“, aber die Methoden bei der Umsetzung seien seiner Meinung nach fragwürdig. Dazu zählt er auch das Anwohnerparken, bei dem jeder Kfz-Besitzer für das Parken in seinem Stadtteil einmal pro Jahr einen Ausweis beantragen und bezahlen muss. Hier hatte die Stadt Hamburg die Gebühren zuletzt regelmäßig erhöht.

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Es gebe in Ottensen viel zu wenige Parkplätze für viel zu viele Autos, beklagt der Einwohner. Es fühle sich wie „Abzocke“ an. Zu Wahrheit gehört aber auch, dass sich Hamburg im Vergleich zu anderen Städten noch im mittleren Bereich bewegt.

Die Anwohner des Stadtteils sollten in den nächsten Wochen und Monaten auf jeden Fall merken, dass sich etwas verändert und die Situation für Fußgänger und Radfahrer entspannter wird. Autofahrer hingegen haben das Nachsehen. (rg)