Peter Tschentscher: Als Hamburgs Bürgermeister sein Postfach öffnet, erwartet ihn kein schöner Anblick

Peter Tschentscher dürfte sich zuletzt beim Blick in sein Postfach ordentlich gewundert haben.
Peter Tschentscher dürfte sich zuletzt beim Blick in sein Postfach ordentlich gewundert haben.
Foto: imago images/photothek & IMAGO / blickwinkel

Es gibt Ärger im Hamburger Süden! Grund ist der Ausbau der Autobahn A26 in Richtung Osten. Der Nabu hat etwas dagegen – und zu einer aufsehenerregenden Protestaktion aufgerufen. Das Ziel: Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher.

Auf ihrer Internetseite hat der Nabu eine Petition ins Leben gerufen. Doch anders als üblich sollen Protestler nicht unterschreiben, sondern sich direkt an Peter Tschentscher wenden. Und das dürfte für Chaos in seinem Postfach sorgen.

Peter Tschentscher erhält Unmengen von Mails

Denn die Protestler werden dazu aufgerufen, direkt eine Mail an Hamburgs Bürgermeister schicken. Mehr als 14.700 Mails wurden laut eines Zählers auf der Nabu-Internetseite schon verschickt.

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Das ist Peter Tschentscher:

  • Peter Tschentscher wurde am 20. Januar 1966 in Bremen geboren
  • Seit März 2018 ist Tschentscher (SPD) Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg
  • Er hat in Hamburg Medizin studiert und promoviert
  • Seine Stelle am UKE gab er auf, als er 2011 Finanzsenator wurde
  • Er hat einen erwachsenen Sohn und lebt mit seiner Frau in Barmbek

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Am Ende sollen es sogar 20.000 Mails werden. Dadurch dürfte sich Peter Tschentscher in den letzten Tagen ordentlich gewundert haben, wie viel auf einmal in seinem Postfach los ist.

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Stoppt Peter Tschentscher den Bau der Autobahn?

Mit der neuen Autobahn soll eine Lücke zwischen der A1 und der A7 im Süden von Hamburg geschlossen werden. Rund 10 Kilometer lang soll die A26 Ost, so der Name des Projektes, sein. Kostenpunkt: 1,8 Milliarden Euro.

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Laut Nabu gibt es jedoch noch weitere Probleme: „Der Betonbau verursacht massive Mengen an klimaschädlichen Emissionen und es droht ein Verlust von über 40 Hektar wertvoller Biotopflächen“, heißt es auf der Seite der Naturschützer.

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Ob das Projekt mit den Mails an Peter Tschentscher aber wirklich noch gestoppt wird? Das darf zumindest bezweifelt werden. Aufsehen erregt die Aktion aber auf jeden Fall. (mk)