Veröffentlicht inHamburg

Tierpark Hagenbeck: Schon wieder! Beliebtes Jungtier plötzlich tot

Im Tierpark Hagenbeck ist erneut ein beliebtes Tier verstorben. Dabei handelt es sich sogar um ein Jungtier. Hat der Zoo etwa ein Virus-Problem?

© IMAGO / Hanno Bode

Hagenbeck: Fünf Fakten über Hamburgs berühmten Tierpark

Wir zeigen fünf Fakten über ein echtes Hamburger Original: den Tierpark Hagenbeck.

Schock im Tierpark Hagenbeck, einer der bekanntesten Institutionen in Hamburg. Dort ist ein junges Tier ziemlich plötzlich verstorben.

Der junge Tierpark-Bewohner ist sogar in Hagenbeck groß geworden und ist dort nun nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben, wie der Zoo auf Instagram mitteilt.

Tierpark Hagenbeck: „Ein trauriger Tag“

Wer für Eintritt den Tierpark besucht, wird ein beliebtes Tier nun nicht mehr zu Augen bekommen: der junge Elefantenbulle Santosh ist am 22. November verstorben, wie Hagenbecks auf Instagram mitteilt. „Es ist ein trauriger Tag für Hagenbeck“, meint Geschäftsführer Dirk Albrecht dazu.

+++ Shirin David in Hamburg: Jetski, Glitzer & Action beim Abschluss-Konzert – doch Fans sind enttäuscht +++

Erst vor wenigen Wochen sind dort eine Kameldame gestorben und auch ein Tapir, das im Tierpark seine ersten Schritte gemacht hatte (hier mehr). Bei der Kameldame soll ein Bakterienbefall mit Clostridien der Auslöser gewesen sein (wir berichteten). Diesmal beruhen die Gründe wieder auf Bakterien.

An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von Instagram, der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser externe Inhalt angezeigt wird. Es können dabei personenbezogene Daten an den Anbieter des Inhalts und Drittdienste übermittelt werden.

Wie der Tierpark kommuniziert, soll vermutlich das Herpes-Virus zum Tod von Santosh geführt haben. Dieser ist für Jungelefanten besonders gefährlich. In den vergangenen 30 Jahren sollen mehr als 30 Asiatische Elefanten an Herpes verstorben sein. Weltweit seien rund 65 Prozent der Jungtiere bis zum neunten Lebensjahr von dem hochpathogenem Erreger betroffen.

+++ Shirin David in Hamburg: Konzert nimmt überraschende Wendung – die Arena tobt +++

Bei Santosh sollen pathologische Untersuchungen noch die genauen Umstände nachweisen. Es hätte eine ständige Überwachung und „schnelle, bestmögliche veterinärmedizinische Versorgung“ gegeben, die jedoch erfolglos liefen. Offensichtlich.

Virus-Problem im Tierpark-Hagenbeck?

Zootierarzt Dr. Flügger erklärt in dem Instagram-Post: „Obwohl wir um die weite Verbreitung des gefährlichen Herpes-Virus unter Elefanten wissen und ständig bestrebt sind, einen Ausbruch der Krankheit zu unterbinden, ist beim Ausbrechen des Krankheitsbildes die Überlebenschance gering.“


Mehr News vom Tierpark Hagenbeck:


Die übrige Elefanten-Herde sei über das Risikoalter hinaus und nicht gefährdet. Der Jungbulle Santosh war am 24. Dezember 2018 von Elefantendame Lai Sinh geboren worden. Diese sorgte in der Vergangenheit bereits durch Verhaltensstörungen für Aufruhr. Der Tierpark Hagenbeck steht mitunter wegen dieses Themas in schwerer Kritik.