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Tierpark Hagenbeck: Neue Tiere sind endlich da – doch es gibt deutliche Kritik

Die Neuzugänge im Tierpark Hagenbeck kommen nicht bei allen gut an. Es gibt scharfe Kritik.

Tierpark Hagebeck
© IMAGO / APress

Hagenbeck: Fünf Fakten über Hamburgs berühmten Tierpark

Der Tierpark Hagenbeck verkündet große Neuigkeiten: Er hat gleich drei Neuzugänge! Nach zwei Tagen Fahrt parkt ein großer Lastwagen vor dem Tropen Aquarium in Hamburg.

Die neuen Tiere im Tierpark Hagenbeck kommen aus Valencia und wurden im dortigen Aquarium geboren. Sie haben noch nie in freier Wildbahn gelebt. Obwohl die Tiere zur Erhaltung ihrer Art gezüchtet werden, gibt es heftige Kritik. Denn es bleibt die Frage: Sind Zoos noch moralisch vertretbar?

Tierpark Hagenbeck für Erhalt von Tierarten

Drei Sandbankhaie sind es, die aus Spanien in den Hamburger Tierpark umziehen. Zwei Männchen, Amarillo und Sully, ziehen gemeinsam mit Weibchen Athenea ins Tropen Aquarium ein, verkündet der Tierpark. Die drei sind noch Jungtiere und haben derzeit eine Körpergröße von einem Meter. Ausgewachsen werden sie zwischen 2 bis 2,20 Meter lang.

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Da die drei Haie nicht miteinander verwandt seien, stehe einer Zucht nichts im Wege, erklären die Betreiber des Tierpark. Das sei auch das Ziel.


Über den Tierpark Hagenbeck:

  • Tierpark Hagenbeck ist der einzige private Großzoo Deutschlands 
  • Insgesamt leben mehr als 1.850 Tiere in den Gehegen und der Parkanlage im Tierpark Hagenbeck
  • Im Tropen-Aquarium leben auf 8.000 Quadratmetern mehr als 14.300 weitere Tiere

Die Tiere seien nämlich Teil eines Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP). Dieses Programm habe es bislang nicht gegeben. Es richte sich speziell auf die Erhaltung von Sandbankhaien aus. Die Tierpark-Leiter sind stolz, einen Beitrag zur Erhaltung der Tiere beizutragen.

Tierpark Hagenbeck: Alles für die Show?

Einen bitteren Beigeschmack hat jedoch eine Aussage von Seiten des Tierparks: Die Tiere seien schon jetzt darauf trainiert, an der Wasseroberfläche gefüttert zu werden. So könnten sie schnell Teil der beliebten Haifütterung werden, schreibt der Tierpark Hagenbeck in den sozialen Medien.

Doch ist es alles andere als natürlich, Haie zu dressieren. Die Tiere leben schließlich normalerweise im offenen Meer, in dem sie sich frei bewegen können und in der Regel keinen Menschen begegnen. Ihre Nahrung suchen sie zudem nicht an der Wasseroberfläche, sondern bis zu 200 Meter tief darunter.

Neben vielen freudigen Kommentaren unter dem Beitrag des Tierparks äußert eine Frau ebenfalls Zweifel. Sie hält Zoos für „Tierquälerei“. Hier spalten sich die Meinungen…

Tierpark Hagenbeck: Das sagt PETA

Das Halten von Tieren in Zoos steht bereits seit einigen Jahren in der Kritik. Zoos seien nichts anderes als Gefängnisse, findet die Tierrechtsorganisation PETA. Tiere in unnatürlichen Umgebungen zu beobachten, begeistere Kinder nicht für den Artenschutz, sondern vermittle ein falsches Bild, so Höffken. Vom Aussterben bedrohte Tiere könnten zudem nicht immer wieder in freier Wildbahn ausgesetzt werden.

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Zoos können auf der anderen Seite dazu dienen, vom Aussterben bedrohte Tierarten zu schützen.