Aida-Fan hat ungewöhnlichen Wunsch für die Kreuzfahrt – und damit ist er nicht alleine

Ein Bild aus besseren Zeiten: Aida vor Mallorca.
Ein Bild aus besseren Zeiten: Aida vor Mallorca.
Foto: imago images/Eibner

Immer noch müssen Aida-Fans auf Kreuzfahrten mit ihren Lieblingsschiffen verzichten. Wann es wieder losgeht, steht in den Sternen. Stattdessen schwelgen viele Urlauber in Erinnerungen an die guten Zeiten.

Auf Facebook teilen Aida-Fans Fotos, Videos und Geschichten von Bord. Dabei äußert ein Mann einen eher ungewöhnlichen Wunsch, der jedoch bei anderen Kreuzfahrer Anklang findet.

Aida: Fan macht Vorschlag für kommende Reisen

„Da wir uns wohl noch ein Weilchen gedulden müssen, bis der nächste Aida-Korken knallt, gehen so einige Reisegedanken durch den Kopf“, schreibt er in einem Beitrag.

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Und weiter: „Warum nicht mal eine Route, die malerische Häfen erst am Nachmittag/Abend anläuft und bis in die Nacht hinein dort verweilt. Die Tage würde man auf dem Schiff verbringen“, schlägt er vor.

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Daten und Fakten zu Aida:

  • Aida ging aus der „Deutsche Seereederei“ hervor, einem volkseigenen Betrieb im Feriendienst der DDR
  • 1996 ging das erste Aida-Clubschiff auf Reise, derzeit (Stand 2019) besteht die Flotte aus 14 Schiffen
  • 15.000 Menschen aus 50 Ländern arbeiten für Aida, davon 13.500 an Bord der Schiffe
  • Der Firmensitz von Aida ist in Rostock, die Reederei hat ihren Sitz in Hamburg
  • Die Schiffe fahren unter italienischer Flagge, Aida gehört zum italienischen Unternehmen Costa Crociere
  • Das Merkmal der Aida-Schiffe ist der Kussmund am Bug

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Tatsächlich laufen die Routen meist nach dem selben Schema ab: Tagsüber legen die Schiffe an den Zielhäfen an und die Kreuzfahrt-Touristen strömen in die Städte, um auf Besichtigungstour zu gehen. Am Nachmittag oder am Abend legen Aida und Co. schließlich wieder ab und verbringen die Nacht entweder vor Anker oder auf dem Weg zum nächsten Zielort.

Doch der Kreuzfahrt-Fan hofft, die Destinationen in Zukunft auch am Abend besuchen zu können: „So hätte man die Möglichkeit, Sonnenuntergänge voll auszukosten, ins Nachtleben einzutauchen etc.“ Die Idee ist allerdings nicht neu.

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Einige Reedereien bieten diese beliebten „Overnight“-Aufenthalte fest in ihrem Programm an. So hat Aida beispielsweise Nacht-Stops in Barcelona und Venedig im Angebot.

Kreuzfahrthäfen nehmen teure Liegegebühren

Auch in den Kommentaren berichten Reisende von ihren schönsten „Overnight“-Erfahrungen. „Wir hatten das vor zwei Jahren In Barcelona – also über Nacht – war so toll abends auf der Rambla und den kleinen Bars rundherum“, schreibt eine Frau.

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„Wir hatten auf den Selection-Touren mehrere Tage/Nächte in schönen Häfen“, erinnert sich ein Mann. „Wir waren overnight auf Madeira. War spitze. Auslaufen morgens acht Uhr mit Kaffee und Kakao an Deck. Gerne wieder“, kommentiert eine Frau.

Die Overnight-Stops sind allerdings noch immer eine Besonderheit. Denn die meisten großen Kreuzfahrthäfen nehmen für das nächtliche Andocken hohe Liegegebühren. Um die Kosten gering zu halten, sind daher meist nur kürzere Aufenthalte vorgesehen.

Weil immer mehr Schiffe anlegen, müssen die Anbieter zudem mittlerweile meist auf Jahre im voraus Liegeplätze an hoch frequentierten Häfen reservieren. Das erfordert hohe Planungssicherheit und schränkt die Flexibilität der Flotten ein. (mik)