Aida startet erste Kreuzfahrt ab Deutschland – die Situation an Bord zeigt ein eindeutiges Bild

Viele Schaulustige kamen, um die Aida zu verabschieden.
Viele Schaulustige kamen, um die Aida zu verabschieden.
Foto: picture alliance/dpa | Daniel Bockwoldt

Aufbruchsstimmung bei der Aida! Am Samstag ist seit Monaten endlich wieder ein Dampfer von einem Hafen aus Deutschland abgefahren: Die „Aida Sol“ ist in Kiel in See gestochen. Ein wichtiger Schritt für die Kreuzfahrt-Branche.

Auch bei den Passagieren ist die Freude enorm. An Bord ist die Lage eindeutig: Gleich die erste Reise der Aida ist mit 900 Gästen komplett ausgebucht! Am Sonntag startete die Konkurrenz-Reederei Tui Cruises ebenfalls mit der ersten Tour ab Kiel. Für beide Unternehmen geht es in die Ostsee, erst einmal ohne Landausflüge.

Aida-Comeback dank Schleswig-Holstein

Nach dem ersten Corona-Schock und dem sommerlichen Neustart 2020 sowie dem erneuten Lockdown im Herbst ist dies der zweite Anlauf, mit dem die Reedereien an den jäh unterbrochenen langjährigen Kreuzfahrtboom anknüpfen wollen.

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Den „Neustart 2.0“ in Kiel verdankt die Kreuzfahrtindustrie den sinkenden Zahlen von Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein. Das Land zwischen Nord- und Ostsee hat seit längerem mit Abstand die niedrigsten Werte in Deutschland. Die Landesregierung hatte deswegen den Tourismus Mitte Mai geöffnet – unter strengen Vorgaben dürfen Reisende überall ins Land.

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Das ist „Aida“:

  • Aida ging aus der „Deutsche Seereederei“, einem volkseigenen Betrieb im Feriendienst der DDR, hervor
  • Nach der Wende beschloss das Unternehmen, Kreuzfahrtschiffe nach amerikanischem Vorbild zu bauen
  • Damit sollte das Prinzip eines Cluburlaubs auf die Kreuzfahrtreise übertragen werden
  • 1996 ging das erste Aida-Clubschiff auf Reise
  • Das Merkmal der Aida-Schiffe ist der Kussmund am Bug

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Aida ohne Buffet

„Dies ist ein wichtiger und richtiger Schritt. Der Seetourismus ist von großer regionalwirtschaftlicher Bedeutung und gibt den Menschen ein Stück Freiheit zurück“, sagte der Geschäftsführer der Seehafen Kiel GmbH, Dirk Claus.

Auf die Kreuzfahrer wie auf die Besatzungen warten strenge Hygiene- und Sicherheitsregeln; die Schiffe werden zudem nur etwa zur Hälfte ausgelastet. Coronatests sind Pflicht, an Bord gelten Abstandsregeln und Maskenpflicht.

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Statt am Buffet zu stehen, wird den Gästen das Essen am Tisch serviert. Für Infektionsfälle gibt es eigene Protokolle, die sicherstellen sollen, dass Passagiere isoliert und alle Kontakte nachverfolgt werden können. (dpa/rg)