Aida: Mann gibt Crewmitglied Trinkgeld, Reaktion macht fassungslos – „Dann wird er ja dick und fett!“

Die „Aida Sol“ beim Einlaufen in einen Hafen.
Die „Aida Sol“ beim Einlaufen in einen Hafen.

Trinkgelder an Bord von Kreuzfahrt-Schiffen sind immer wieder ein Thema, das bei manchen Passagieren Unbehagen auslöst. Denn sie wissen nicht, was angebracht ist. Kein Wunder, Unternehmen wie Aida und Co. haben allesamt unterschiedliche Regelungen.

Bei manchen Kreuzfahrt-Anbietern ist das Trinkgeld im Reisepreis mit inbegriffen, bei anderen hingegen nicht. Aida-Passagiere brauchen jetzt aber nicht unruhig werden. Niemand hat sich auf den letzten Fahrten falsch verhalten: Die Rostocker gehören zu den Unternehmen, wo das Trinkgeld mit im Preis drin ist.

So reich an Ideen sind Aida-Urlauber

Trotzdem aber freuen sich Mitglieder der Crew, wenn sie noch etwas oben drauf bekommen. Denn vom Trinkgeld für alle bleibt oft nicht so viel übrig.

Beim Aida-Konkurrenten „Mein Schiff“ gibt es extra Umschläge in den Kabinen, in die Reisende Geld legen können. Außerdem lässt sich angeben, ob das Trinkeld für einzelne Mitglieder oder die ganze Crew bestimmt ist. Bei der Aida finden sich solche Umschläge an der Rezeption.

+++ Aida: Passagiere decken sich mit wichtigem Zubehör ein – dabei verzichtet kaum jemand DARAUF +++

Und auch sonst haben Kreuzfahrer verschiedensten Methoden entwickelt, um den Mitarbeitern an Bord der Schiffe etwas Gutes zu tun. So heißt es zum Beispiel von einem Urlauber, er lege gleich am ersten Tag einen kleinen Schein für das Housekeeping bereit. Und zudem ist es möglich, über Automaten an Bord noch etwas an die Crew zu geben. Dort lässt sich über das Display auswählen, ob es einer einzelnen Person oder allen Mitarbeitern zukommen soll.

Viele Reisende in den Onlineforen berichten auch, dass sie dem Personal hier und da einfach etwas zustecken würden. Dem Handwerker an Deck, der Reinungskraft oder dem Kellner – Möglichkeiten gibt es viele. Und oft zaubert es den Aida-Crewmitgliedern ein großes Lächeln aufs Gesicht.

---------------

Daten und Fakten zu Aida:

  • Aida ging aus der „Deutsche Seereederei“ hervor, einem volkseigenen Betrieb im Feriendienst der DDR
  • Nach der Wende beschloss das Unternehmen, Kreuzfahrtschiffe nach amerikanischem Vorbild zu bauen
  • Damit sollte das Prinzip eines Cluburlaubs auf die Kreuzfahrtreise übertragen werden
  • 1996 ging das erste Aida-Clubschiff auf Reise, derzeit (Stand 2022) besteht die Flotte aus 14 Schiffen
  • 15.000 Menschen aus 50 Ländern arbeiten für Aida, davon 13.500 an Bord der Schiffe
  • Der Firmensitz von Aida ist in Rostock, die Reederei hat ihren Sitz in Hamburg
  • Die Schiffe fahren unter italienischer Flagge, Aida gehört zum italienischen Unternehmen Costa Crociere
  • Das Merkmal der Aida-Schiffe ist der Kussmund am Bug

---------------

Manche Aida-Passagiere sind sehr spendabel

Eine Frau berichtet, sie streife sogar nachts über die Decks und Treppenhäuser und verteile dann das Trinkgeld an Mitarbeiter.

Andere erzählen, sie würden sogar jeden Tag einen Obolus in ihrer Kabine für die Crew hinterlassen. Ein großzügiger Passagier berichtet von 5 Euro plus einer Tafelschokolade. Da kann sich das Kabinenpersonal ja auf jeden Fall freuen, oder? Doch selbst hier meint jemand, etwas kritisieren zu müssen: „Jeden Tag eine Schoki? Dann wird er ja dick und fett“, heißt es in einer Reaktion darauf. Das löst einen handfesten Streit aus.

+++ „Mein Schiff 7“: Baubeginn für neuen Dampfer! SO sieht er aus +++

Weitere Urlauber haben den Eindruck, auf Kreuzfahrten seien Menschen besonders spendabel, zuhause aber nicht.

---------------

Mehr News zu Aida:

---------------

Zur Wahrheit beim Thema Trinkgeld gehört aber auch, dass viele Mitglieder der Crew an Bord nicht sichtbar sind für Urlauber. Weil sie ihre Jobs eher im Hintergrund ausüben. Dazu gehören zum Beispiel die Mechaniker.

Wer spendabel ist, der sollte also sein Trinkgeld immer aufteilen: Auf die gesamte Crew und einzelne Mitarbeiter. (rg)