Camping: Unfassbar, was aktuell auf Plätzen in Norddeutschland abgeht

Dicht gedrängt stehen die Wohnmobile auf einem Camping-Platz in Schleswig-Holstein.
Dicht gedrängt stehen die Wohnmobile auf einem Camping-Platz in Schleswig-Holstein.
Foto: IMAGO / Die Videomanufaktur

In Deutschland ist mit den ersten vorsichtigen Lockerungen im Bereich des Tourismus anscheinend der komplette Camping-Wahnsinn ausgebrochen. Nun, da vielerorts wieder Übernachtungen möglich sind, können es viele Menschen überhaupt nicht mehr abwarten und würden am liebsten die Plätze stürmen.

In Schleswig-Holstein beispielweise starteten mehrere Modellregionen und ließen wieder Übernachtungen zu – auch beim Camping. Gleichzeitig mussten dort aber aus Sicherheitsgründen die sanitären Anlagen dichtmachen, was zu Frust bei Dauercampern führte (MOIN.DE berichtete).

Camping: Telefone stehen nicht mehr still

Die Modellregionen enden nun bald auch schon wieder – was erneut ein Stück mehr Normalität bedeutet (MOIN.DE berichtete). Zu einem Anstieg der Corona-Infektionszahlen führten die Lockerungen nicht, in Schleswig-Holstein ist der Inzidenzwert weiter deutlich gesunken, liegt mittlerweile sogar unter 50.

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Bei Campingplatzbetreibern stehen derweil die Telefone nicht mehr still, es sind teilweise unglaubliche Zustände mit massenweise Anfragen. „Wir sind schon in einer Hochsaisonzeit. Seitdem das Modellprojekt angefangen hat, haben wir so viel zu tun wie sonst in den Sommermonaten“, sagt Philipp Hoff vom Campingplatz Karlsminde bei Waabs an der Ostsee (Kreis Rendsburg-Eckernförde) dem NDR.

Es gebe hunderte Anfragen und auch Hunderte Absagen. Er gehe schon seit ein paar Wochen nicht mehr ans Telefon, die Gespräche dauerten einfach zu lange. Kommuniziert wird nur noch über E-Mails. Die Arbeitstage sind lang.

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Camping: Keine Spontanität

Unangemeldete Camper, die spontan anreisen, muss Philipp Hoff abweisen. Die Spontanität von früher gibt es aktuell nicht mehr, es muss reserviert werden.

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Laut NDR überlegt der Campingplatzbetreiber, wegen der hohen Nachfrage sogar seinen Sportplatz in Stellplätze umzuwandeln. 50 zusätzliche Plätze könnte er so anbieten. Dann würden vielleicht auch spontane Besucher wieder einen Platz erhalten.

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Abgehängt vom Camping-Wahnsinn ist aktuell noch Mecklenburg-Vorpommern. Was dort für Unmut sorgt, kannst du >>> hier lesen. (rg)