Corona im Norden: Dieses Bundesland impft so viel wie kein anderes ++ Arzt aus Impfzentrum sauer wegen nächster AstraZeneca-Verzögerung

Hunderttausende Menschen erhielten im Norden in den letzten Tagen eine Impfung.
Hunderttausende Menschen erhielten im Norden in den letzten Tagen eine Impfung.
Foto: IMAGO / Joerg Boethling

In Deutschland, und damit auch im Norden, wurde der Corona-Lockdown bis zum 18. April verlängert. Allerdings: Mittlerweile gibt es auch an Inzidenzwerte gebundene Lockerungen und Stufenpläne. Aber ist es wirklich schon an der Zeit dafür? Die Infektionszahlen steigen vielerorts wieder.

Den Überblick über die Corona-Lage im Norden zu behalten, ist nicht immer leicht. Hamburg lockerte erst, musste mit dem Anstieg der Inzidenzzahlen aber wieder zurückfahren. Auch in Schleswig-Holstein mussten Landkreise den Einzelhandel wegen der hohen Infektionszahlen wieder schließen. Wichtige Entwicklungen findest du deswegen in diesem News-Blog.

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Corona-Zahlen im Norden aktuell (RKI-Inzidenzwerte):

  • Hamburg: 111
  • Schleswig-Holstein: 66
  • Mecklenburg-Vorpommern: 110
  • Bremen: 123
  • Niedersachsen: 86

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Alle Entwicklungen zum Coronavirus im Norden im News-Ticker

Samstag, 10. April

20.47 Uhr: Impftempo im Norden – die aktuelle Übersicht

Mit dem Start der Impfungen bei den Hausärzten ist das Tempo in Deutschland deutlich angestiegen. Seit Mittwoch wurden über zwei Millionen Menschen geimpft und damit so viele wie noch nie zuvor. Auch im Norden haben viele einen Piks erhalten.

Besonders Bremen sticht dabei hervor: Laut des Impfmonitors der Robert-Koch-Instituts (RKI) haben dort 18,2 Prozent der Bevölkerung ihre Erstimpfung erhalten, also fast jeder Fünfte – Spitzenreiter in Deutschland.

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Ein wenig hinterher hängen weiter Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern, wo es 14,7 beziehungsweise 14,1 Prozent sind. In Hamburg haben 15 Prozent die Erstimpfung erhalten, in Schleswig-Holstein 16,9 Prozent.

Auch in der nächsten Woche soll weiter bei den Hausärzten geimpft werden. Allein in der letzten Aprilwoche werden Deutschland etwa 5,5 Millionen Impfdosen erreichen. Die Impfzentren laufen schon jetzt teilweise in Vollauslastung, zum Beispiel in Hamburg.

Der medizinische Leiter des dortigen Impfzentrums twitterte am Samstag jedoch verärgert, dass es zwei Wochen weniger Impfstoff in den Praxen geben werde. „Es scheint, AstraZeneca liefert verzögert. Speed bitte! Wir brauchen Stoff.“

20.43 Uhr: Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Schleswig-Holstein am Samstag weiter von 64,9 auf 71,8 gestiegen. Das geht aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel hervor (Stand: 10. April, 18.57 Uhr). Am Samstag vor einer Woche hatte die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen bei 67,5 gelegen.

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Zwei Kreise überschritten nach den jüngsten Angaben die kritische Marke von 100: Wie am Tag zuvor das Herzogtum Lauenburg (132,8), neu hinzu kam wieder der Kreis Segeberg (100,3). Neumünster rutschte unter den kritischen Wert von 100 (96,0). Die niedrigsten Zahlen wiesen die Kreise Schleswig-Flensburg (28,3) und Nordfriesland (34,3) auf.

16.39 Uhr: Ganze Mannschaft von Holstein Kiel in Quarantäne

Bei Fußball-Zweitligist Holstein Kiel ist die Quarantäne auf die gesamte Mannschaft ausgedehnt worden. Nach dem positiven Corona-Test bei Torhüter Ioannis Gelios gibt es einen weiteren Profi mit positivem Befund. Damit sind die komplette Mannschaft und das Trainer-Team in häuslicher Isolation. Das teilte der Verein am Samstag mit.

Die Quarantäne dauert bis zum 20. April. In dieser Zeit sollten Spiele gegen Regensburg (9.4.), Hannover (14.4.) und Nürnberg (17.4.) stattfinden. Am 21. April, einen Tag nach Quarantäne-Ende, weist der Spielplan die Begegnung Holstein Kiel gegen den SV Sandhausen aus. Auch Sandhausen befindet sich derzeit in Quarantäne. Ebenfalls isoliert ist zurzeit die Mannschaft des Karlsruher SC

15.51 Uhr: Hamburg ruft nächste Altersgruppe zur Impfung auf

Das Impftempo wird erneut erhöht: Schon vor Erhalt einer schriftlichen Benachrichtigung können nun auch Personen im Alter von 73 Jahren und älter einen Termin im Impfzentrum vereinbaren, heißt es vom Senat in Hamburg.

Allein für die kommende Woche wurden zusätzlich zum vorhandenen Kontingent weitere 16.000 Termine freigeschaltet, für die 16. Kalenderwoche weitere 35.000 Termine. Alle derzeit buchbaren Termine für die Erstimpfung finden vor Ende April statt.

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Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard: „Angekündigte Impfstoff-Lieferungen sind angekommen, und wir verfügen über Impfdosen. Je mehr Termine wir jetzt durchführen können, desto schneller kommen wir in der Priorisierung voran. Wir wollen so viele Hamburgerinnen und Hamburger wie möglich so schnell wie möglich mit einer Schutzimpfung versorgen.“

Die Terminvergabe erfolgt wie gehabt telefonisch unter 116117 oder online unter www.impfterminservice.de. Auch wenn es bei Nachfragespitzen gelegentlich zu Wartezeiten in der Hotline kommen kann, können Termine gegenwärtig sehr zügig vergeben werden.

Laut des Impfmonitors des Robert-Koch-Instituts haben in Hamburg mittlerweile 15 Prozent der Bevölkerung ihre Erstimpfung erhalten.

13.25 Uhr: Zahlen in Hamburg gehen deutlich hoch

Nach neun Tagen mit rückläufiger Inzidenz ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Hamburg im Wochenvergleich wieder gestiegen. Am Samstag kamen 498 neue Fälle hinzu, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Das sind 51 Fälle mehr als am Freitag und 37 mehr als am Samstag vor einer Woche.

Die Zahl der in Hamburg an oder mit Corona gestorbenen Menschen gab das Robert Koch-Institut (RKI) mit 1409 an, 3 mehr als am Vortag. Seit Ausbruch der Pandemie haben sich laut Gesundheitsbehörde nachgewiesenermaßen 65.277 Hamburger mit Sars-CoV-2 infiziert; 55.800 von ihnen gelten laut RKI inzwischen als genesen.

In den Hamburger Kliniken wurden laut Behörde mit Stand Freitag 297 Corona-Patienten behandelt, 7 mehr als am Vortag. Auf den Intensivstationen lagen 105 Erkrankte, 2 mehr als am Vortag.

10.24 Uhr: Ende der Durstrecke? Wirt mit flautem Gefühl zu Corona-Lockerung

Ab Montag soll in Schleswig-Holstein die Außengastronomie endlich wieder öffnen dürfen. Wo die Zahl der Corona-Neuinfektionen je 100.000 Menschen stabil unter 100 liegt, dürfen die Außenbereiche von Restaurants und Cafés wieder Besucher empfangen.

Das Ende einer Durststrecke? „Für uns ist das ein besonders wichtiger Schritt, weil wir von der Außengastronomie leben“, sagt Jan Schumann, Gastwirt vom „Café Wichtig“ am Timmendorfer Strand.

Es bleibe ein etwas flaues Gefühl, ob die Lockerung nicht doch wieder kassiert werde, sagte der Unternehmer. Schließlich seien jetzt Waren bestellt worden. Die Mitarbeiter seien aus ganz Europa rechtzeitig gekommen und verfügten über negative Corona-Test. In der Branche gebe es ein großes Eigeninteresse daran, dass alle Leute regelmäßig getestet werden und die Hygienemaßnahmen eingehalten werden. „Das ist die Grundlage für unser Schaffen.“

Die Öffnung sei wirtschaftlich sehr wichtig, denn gerade finanziere er den größten Teil aus privater Kasse. Von der Novemberhilfe habe er erst eine Abschlagszahlung bekommen, von der „Überbrückungshilfe 3“ nicht einmal das. „Das ist extrem wichtig, weil man natürlich privat immer mehr dort rein legt.“

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Das sind die Voraussetzungen, dass die Gastronomen wieder öffnen dürfen (richten sich nach den aktuellen Kontaktbeschränkungen):

  • Maximal fünf Personen aus zwei Haushalten an einem Tisch
  • Kinder unter 14 Jahren zählen nicht mit
  • Sicherstellung einer Kontaktnachverfolgung
  • Gewährleistung der Abstände
  • Medizinische Schutzmasken sind Pflicht, nur am Tisch dürfen Gäste sie abnehmen
  • Vorherige Schnell- oder Selbsttests auf das Coronavirus sind für den Besuch der Außengastronomie keine Pflicht, werden aber dringend empfohlen.

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9.44 Uhr: Auch ohne Corona-Gipfel: Politiker im Norden mit klaren Vorgaben

Schleswig-Holsteins Regierungschef Daniel Günther sieht auch nach der Absage der Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (beide CDU) ein hinreichendes Regelwerk für das Vorgehen in der Corona-Pandemie. „Auch ohne ein Treffen zwischen Bund und Ländern in der kommenden Woche haben wir für die nächsten Wochen klare Grundsätze für unser Handeln“, sagte der CDU-Politiker am Freitag.

Der Norden, der mit zuletzt 64,5 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen die bundesweit niedrigste Inzidenz hat, öffnet ab Montag wieder die Außengastronomie.

Die mit der Notbremse ergriffenen Maßnahmen hätten immer Wirkung gezeigt, betonte Günther. „Wir empfehlen aus unseren Erfahrungen dieses konsequente Handeln sehr.“ Deshalb verschließe sich das Land auch nicht der Debatte darüber, diese Maßnahmen bundesweit einheitlicher über eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes umzusetzen.

Freitag, 9. April

20.03 Uhr: Peter Tschentscher für rasches Handeln in der Krise

Nach der Absage der ursprünglich für Montag geplanten Ministerpräsidentenkonferenz zur Corona-Lage drückt Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) aufs Tempo. «Wir müssen jetzt die richtigen Entscheidungen treffen. Das bedeutet, nichts zu vertagen, vor allem auch keine Probleme unter den Teppich kehren», sagte er am Freitag.

«Ich bin jederzeit bereit, an einer Ministerpräsidentenkonferenz teilzunehmen.» Ebenso an jeder anderen Erörterung, «die dazu führt, dass wir zu den erforderlichen Entscheidungen kommen. Aber es muss jetzt entschieden werden.» Tschentscher ist der Meinung, dass wie in Hamburg auch anderswo die Corona-Notbremse gezogen werden muss.

Tschentscher sprach sich erneut für einheitliche Maßnahmen in ganz Deutschland aus. «Wir müssen in einer so komplexen Lage, wo wir in ganz Deutschland eine ernste Entwicklung in der Pandemie haben, synchron und einheitlich vorgehen.» Es brauche mehr Wirkung im Infektionsschutz.

11.37 Uhr: Corona-Ausbruch nach illegaler Party bei Bad Doberan

Bei einer Party in einer Kiesgrube in der Nähe von Bad Doberan in Mecklenburg-Vorpommern haben sich laut NDR mehrere Personen mit dem Coronavirus infiziert. Der Landkreis Rostock ist demnach nun auf der Suche nach den Teilnehmern, um eine weitere Verbreitung zu verhindern. Zudem wurde eine Allgemeinverfügung gegen die Feiernden erlassen. Demnach müssen sich alle Teilnehmer unverzüglich in Quarantäne begeben.

Rund 20 junge Personen sollen am Karfreitag in der Kiesgrube illegal zusammengekommen sein. Als die alarmierte Polizei eintrag, liefen die Gäste davon. Fünf Teilnehmer der Party sind bereits mit dem Coronavirus infiziert. Der Landkreis fürchtet, dass sich die Infektionskette weiter ausbreitet und dies zu mehr Einschränkungen für die gesamte Region führen kann. Bereits jetzt wurde laut dem NDR in Bad Doberan in drei Schulen die britische Mutation nachgewiesen.

Donnerstag, 8. April

16.44 Uhr: Auch Mecklenburg-Vorpommern verhandelt über Sputnik-Lieferung

Auch in Mecklenburg-Vorpommern soll der russische Corona-Impfstoff Sputnik V eingesetzt werden. Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) bestätigte am Donnerstag dem NDR, dass er entsprechende Verhandlungen führe. Demnach geht es um eine Million Impfdosen zum Preis von insgesamt zehn Millionen Euro. Die Kosten für die Charge würde der Bund übernehmen.

Die Kaufverhandlungen seien mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) abgesprochen, sagte Glawe dem NDR. Der Wirtschaftsminister rechnet damit, den russischen Impfstoff Ende Mai oder Anfang Juni einsetzen zu können, sofern er bis dahin in der EU zugelassen ist.

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Zuvor hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im WDR gesagt, dass er ohne Einbindung der EU mit Russland über eine Belieferung mit dem Impfstoff verhandeln wolle. Die EU-Kommission will demnach anders als bei anderen Impfstoffen selbst keine Verträge für Sputnik V abschließen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte bereits am Mittwoch angekündigt, für den Freistaat 2,5 Millionen Dosen des russischen Corona-Impfstoffs zu bestellen. Sollte Sputnik zugelassen werden, werde Bayern im Juli die Lieferungen erhalten.

Ob man dem Corona-Impfstoff vertrauen kann? Das kannst du >> hier nachlesen.

9.54 Uhr: Zug auf Sylt wegen Corona-Falls evakuiert

Ein Zug der Deutschen Bahn ist am Mittwoch in Westerland auf Sylt wegen eines Corona-infizierten Schwarzfahrers evakuiert worden. Die leere Bahn sei nach Husum zur Desinfektion gebracht worden, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn am Donnerstag. Der Zug hatte nach Hamburg fahren sollen.

Der Schwarzfahrer sei auf der Hinfahrt ertappt worden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Beamte hätten den 42-Jährigen in Itzehoe aus dem Zug geholt. Weil sich der Mann auf dem Bahnsteig übergab, hätten die Beamten einen Rettungswagen gerufen, der ihn in eine Klinik brachte.

Dort sei ein Corona-Test gemacht worden, der positiv ausfiel. Der Zug sei unterdessen nach Sylt weitergefahren, aber vor der Rückfahrt nach Hamburg gestoppt worden.

Wie viele Reisende betroffen waren, konnten die Sprecher nicht sagen. Zunächst hatte shz.de berichtet.

Mittwoch, 7. April

11.08 Uhr: Verkehrschaos in Bassum

In der Kleinstadt Bassum (Landkreis Diepholz) soll es nach Informationen der „Hamburger Morgenpost (MoPo)“ zu einem Verkehrschaos gekommen sein.

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Der Grund: Nachdem das dortige Impfzentrum Impfstoffdosen erhalten hatte, wurde zum Termin aufgerufen. Es tauchten rund 500 Impfberechtigte auf. Viele kamen mit dem Auto und parkten auf den Zufahrten zum Krankenhaus, Rettungswege wurden so blockiert und mehrere Halteverbote missachtet.

Am Donnerstag sollen Polizei und Ordnungsamt nun verstärkt kontrollieren.

10.10 Uhr: Jetzt wird beim Hausarzt geimpft – aber eine Sache solltest du auf keinen Fall tun!

Nach der Auslieferung des Corona-Impfstoffs an Hausärzte sollen am Mittwoch auch in Hamburg die ersten Patienten in den Praxen geimpft werden. Von den 940.000 Impfdosen, die Bund und Länder erwarteten, sollten schätzungsweise 20.000 auf Hamburg entfallen, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KVHH), Walter Plassmann.

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Wie viele der 1.200 Hamburger Hausarztpraxen sich an der Aktion beteiligen, könne niemand sagen. Zunächst werde nur der Biontech-Impfstoff eingesetzt. Wegen der knappen Vorräte sollen die Menschen eine Sache auf gar keinen Fall tun: sich von sich aus in den Praxen melden.

Die Ärzte würden ihre Patienten benachrichtigen. Andernfalls drohten die Praxen lahmgelegt zu werden. Die Impfpriorisierung sieht vor, dass derzeit hauptsächlich Menschen über 75 Jahren geimpft werden.

Dienstag, 6. April

21.30 Uhr: Drama im Hamburger Impfzentrum – Frau stirbt in den Messehallen

Kurz vor 19 Uhr kam es zu einem Zwischenfall im Impfzentrum Hamburg. Eine Person kollabierte und musste reanimiert werden. Nach Polizeiangaben handelte es sich bei der Betroffenen um eine 91-jährige Frau.

Die Einsatzkräfte vor Ort verständigten Notarzt und Rettungswagen, doch auch diese kommt nichts mehr tun. Die ältere Dame verstarb in einem Rettungswagen auf dem Messegelände. Dies bestätigte der Lagedienst der Feuerwehr.

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Die Frau hatte laut Polizeiangaben einen Impftermin. Der Vorfall ereignete sich im Anmeldebereich, bevor die Frau ihre Impfung gegen Covid-19 wahrnehmen konnte. Laut eines Polizeisprechers sei die Frau möglicherweise aufgrund von Herzversagen zusammengebrochen.

Die Tochter der 91-Jährigen sowie weitere wartende Menschen, die den Vorfall im Impfzentrum miterlebten, werden nun von der Notfallseelsorge betreut. Am Mittwoch wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft keine Obduktion angeordnet hat.

20.45 Uhr: Abgesagter Hamburg-Marathon nach Enschede verlegt

Der in Hamburg abgesagte Marathon wird am 18. April im niederländischen Enschede veranstaltet. Wie die Organisatoren am Dienstag mitteilten, wird der Elite-Lauf auf einem eigens dafür angelegten Kurs auf dem Flughafen Twente unter Ausschluss von Zuschauern stattfinden.

Mehr als 70 Athleten werden nun dort versuchen, sich einen Platz für die Olympischen Spiele in Tokio zu sichern. Darunter ist Olympiasieger Eliud Kipchoge, der den Lauf zur Vorbereitung auf den Olympia-Marathon im August in Sapporo nutzen will. In Japan strebt der Kenianer sein zweites Olympia-Gold im Marathon an.

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Der Mission Marathon war zunächst für den 11. April in Hamburg geplant, doch die aktuelle Corona-Situation zwang die Veranstalter zu einer Absage. „Es ist wichtig, den Athleten eine faire Chance zu geben, sich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren oder sich darauf vorzubereiten, und wir bekommen viel Unterstützung“, sagte Frank Thaleiser, Renndirektor des Marathons.

16.30 Uhr: Busse und Bahnen schränken Fahrten während Ausgangsbeschränkung ein

In Hamburg werden ab der Nacht vom 8. auf den 9. April Busse und Bahnen ihre Nachtfahrten vorerst bis zum 18. April weitestgehend einstellen. Hintergrund ist die Ausgangsbeschränkung, mit der der rot-grüne Senat die Corona-Infektionsdynamik in der Stadt abbremsen will, wie Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) am Dienstag mitteilte. Betroffen seien sowohl Fahrten auf Hamburger Gebiet als auch ins Umland.

Menschen, die aus beruflichen oder anderen zwingenden Gründen während der Nacht auf ein öffentliches Verkehrsangebot angewiesen seien, könnten mit einem gültigen HVV-Ticket Sammeltaxis von Moia im gesamten Stadtgebiet oder des Anbieters ioki in dessen Geschäftsgebiet ohne Zusatzkosten buchen, „normale“ Taxifahrten gebe es für HVV-Kunden zu stark vergünstigten Konditionen.

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„Wir befinden uns in einer entscheidenden Phase im Kampf gegen die Corona-Pandemie“, sagte Tjarks. Mit der Ausgangsbeschränkung solle eine Überlastung des Gesundheitssystems vermieden werden. „Um dies auch in der städtischen Mobilität abzubilden, haben wir uns dafür entschieden, die Nachtfahrten in Hamburg zunächst bis zum 18. April einzustellen.“

Für Menschen, die ihre Wohnung dennoch in der Sperrzeit zwischen 21.00 und 5.00 Uhr aus triftigem Grund verlassen müssten, habe man „gemeinsam mit Hamburgs Taxis, Moia und ioki Hamburg ein gutes, günstiges und sicheres Alternativangebot auf die Beine gestellt“.

13.30 Uhr: Ausgangssperre ist rechtmäßig, sagt ein Hamburger Gericht

Die von Hamburgs rot-grünem Senat erlassenen nächtlichen Ausgangsbeschränkungen sind einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts zufolge rechtens. Die Richter lehnten den Eilantrag einer Familie gegen die zur Eindämmung der Corona-Pandemie zwischen 21.00 und 5.00 Uhr geltenden Ausgangsbeschränkungen ab, wie das Gericht am Dienstag mitteilte.

Seit Karfreitag dürfen die Hamburgerinnen und Hamburger ihre Wohnungen nachts nur noch aus triftigem Grund verlassen. Ausnahmen von der bis zum 18. April geltenden Regel gibt es in der Hansestadt beispielsweise für berufliche Tätigkeiten, Gassigehen mit dem Hund oder Sport im Freien, allerdings immer nur für eine Person.

Ohne die Ausgangsbeschränkungen wäre eine Eindämmung der Corona-Pandemie wegen der deutlich steigenden Infektionszahl erheblich gefährdet, erklärte das Gericht. Diese seien auch verhältnismäßig. Insbesondere sei die Maßnahme geeignet, das durch das Infektionsschutzgesetz vorgegebene Ziel zu erreichen, Leben und Gesundheit der Bevölkerung und die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems zu schützen.

8.41 Uhr: Hausärzte impfen ab dieser Woche, ABER...

Dieser Moment wurde lange herbeigesehnt: In dieser Woche starten die Corona-Schutzimpfungen bei den Hausärzten. Das Tempo könnte so deutlich beschleunigt werden.

In Hamburg teilte ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung mit, dass der Impfstoff in der Stadt bis Mittwoch ausgeliefert werde. Bundesweit sollen sich 35.000 Hausarztpraxen beteiligen, wie Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor Ostern angekündigt hatte.

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Das riesige Problem: Auch wenn die Impfstoff-Lieferungen in diesem Monat deutlich anziehen, vor allem vom Hersteller Biontech/Pfizer, ist es insgesamt immer noch viel zu wenig, um in den Hausarztpraxen so richtig loszulegen.

Für die erste Woche haben die Praxen demnach 1,4 Millionen Dosen bestellt. Geliefert werden sollen entsprechend den Planungen von Bund und Ländern 940.000 Dosen, was etwa 27 Dosen pro Praxis entspräche. In den ersten beiden Wochen wird dort nur der Impfstoff von Biontech/Pfizer eingesetzt.

Montag, 5. April

12.10 Uhr: Daniel Günther: Ausgangsbeschränkungen nur bei exponentiellem Wachstum

Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie kommen in Schleswig-Holstein nach Ansicht von Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) nur bei „wirklich exponentiell wachsenden Infektionszahlen“ in Betracht.

So etwas sei ein schwerwiegender Eingriff in Grundrechte von Menschen, sagte der Regierungschef der Zeitung „Lübecker Nachrichten“ (Sonntag). „Wenn die Lage sich hier weiter verschlimmert, werden wir weitere Maßnahmen treffen. Das haben wir ja in Flensburg gezeigt.“

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Die richtige Antwort auf die Entwicklung der Infektionszahlen ist nach Günthers Überzeugung ein Stufenplan. „Das heißt: Öffnungsschritte sind möglich, wenn die Zahlen im Griff sind. Steigen die Zahlen aber an, wird verschärft.“

In den nächsten Wochen werde man in der Lage sein, durch Fortschritte beim Impfen und durch gute Testkonzepte auch bei höheren Inzidenzen Öffnungsschritte zu gehen. Beim kontaktarmen Urlaub habe man sich auf Modellprojekte verständigt. „Ich rechne mit ersten Öffnungsschritten in diesem Bereich eher in den nächsten Wochen als in den nächsten Monaten.“

8.05 Uhr: Verfassungsschutz: Scientology wirbt mit Corona um neue Anhänger

Die als extremistisch eingestufte Scientology Organisation (SO) versucht laut Verfassungsschutz, mit der Corona-Pandemie in Hamburg neue Anhänger zu rekrutieren. „Die verfassungsfeindliche Scientology-Organisation versucht auch die Corona-Pandemie für eine eigene angebliche Gesundheitskampagne zu instrumentalisieren“, sagte der Sprecher des Landesamtes, Marco Haase, der Deutschen Presse-Agentur.

So würden an Geschäften Heftchen mit dem Titel „WIE SIE die Ausbreitung von Krankheiten durch Isolation verhindern“ verteilt. „Für die Leser ist auf den ersten Blick nicht sofort zu erkennen, dass es sich hierbei um eine SO-Aktion handelt“, sagte er.

Das in der Broschüre enthaltene sogenannte Gesundheitsprogramm sei eingebettet in eine größere Scientology-Kampagne. „Die Internetkampagne mit dem Tenor „How to stay well – Wie man sich und andere gesund hält“ ist international angelegt und läuft in mehreren Ländern.“

Neben Lehrvideos zum Thema Hygiene würden Plakate mit Titeln wie „Abstand halten“, „Händewaschen Vorgehensweise“ zum Download und Ausdrucken zur Verfügung gestellt. Auch hier verschleiere die SO, dass sie hinter der Kampagne stehe.

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Die Hamburger würden derzeit auch vermehrt die Broschüre „Der Weg zum Glücklichsein“ in ihren Briefkästen finden, in der für die scientologische Lebensweise geworben werde. Angeboten würden auch Online-Seminare zu verschiedenen Themen der persönlichen Weiterentwicklung und Lebenshilfe.

Es sei „perfide“, wie die verfassungsfeindliche Organisation gezielt versuche, an die Kontaktdaten von Menschen zu kommen, „die sich derzeit in einer persönlichen Krise befinden“, sagte Haase und bat um Hinweise zu Flyern, Heftchen und Broschüren. „Jeder Hinweis wird grundsätzlich vertraulich behandelt“, versicherte er.wie