Corona im Norden: Uni öffnet teilweise ++ Bundesland will Impftermine nur noch zuweisen ++ Frust über Lockerung – „Katastrophal“

Bleibt noch zu: Das Hauptgebäude der Universität Hamburg an der Edmund-Siemers-Allee.
Bleibt noch zu: Das Hauptgebäude der Universität Hamburg an der Edmund-Siemers-Allee.
Foto: IMAGO / Hoch Zwei Stock/Angerer

Den Überblick über die Corona-Lage im Norden zu behalten, ist nicht immer leicht. Aktuell geht die Tendenz hin zu Lockerungen, da die Inzidenzen in den nördlichen Bundesländern sinken.

In Schleswig-Holstein ist die Lage seit einiger Zeit verhältnismäßig entspannt, in den Modellregionen haben Hotels und Innengastronomie schon seit einigen Wochen wieder geöffnet. Wichtige Entwicklungen findest du deswegen in diesem News-Blog.

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Corona-Zahlen im Norden aktuell (RKI-Inzidenzwerte):

  • Hamburg: 42
  • Schleswig-Holstein: 33
  • Mecklenburg-Vorpommern: 57
  • Bremen: 63
  • Niedersachsen: 56

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+++ Corona-im-Norden-Blog aktualisieren +++

Alle Entwicklungen zum Coronavirus im Norden im News-Ticker

Dienstag, 18. Mai

20.16 Uhr: Inzidenz in SH sinkt weiter

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist am Dienstag in Schleswig-Holstein auf 32,4 gesunken. Das geht aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel hervor (Stand 18.5., 19.46 Uhr). Am Vortag hatte die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 33,3 gelegen, am Dienstag vergangener Woche bei 49,0.

In Kliniken lagen den Angaben zufolge 163 Covid-19-Kranke, einer weniger als am Vortag. 51 von ihnen wurden demnach auf Intensivstationen behandelt - vier mehr als am Vortag. 37 Corona-Patienten wurden beatmet.

Innerhalb eines Tages kamen 201 neu gemeldete Ansteckungen hinzu. Die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus liegt den Angaben des Ministeriums zufolge bei 1570.

Die Regionen mit der höchsten Inzidenz sind Kiel (57,9) und Lübeck (42,5). Am niedrigsten sind die Werte in Flensburg (12,2) und im Kreis Schleswig-Flensburg (12,4).

19.05 Uhr: Universität Hamburg öffnet teilweise

Sie gehören zu denen, über die seit der Corona-Pandemie fast am wenigsten gesprochen wird: Studenten. Seit über einem Jahr schon hat es sie ins Home-Office verschlagen. So etwas wie ein Studentenleben haben viele von ihnen noch nicht ansatzweise kennengelernt und ihre Uni oft nicht mal von innen gesehen. Zudem brachen vielen die Nebenjobs weg.

Die Universität Hamburg geht nun immerhin einen ersten Mini-Öffnungsschritt: „Seit dieser Woche können Studierende Arbeitsplätze in der Staatsbibliothek und in einigen Fachbibliotheken buchen. Voraussetzung ist ein negativer Corona-Testnachweis bzw. ein Impf- oder Genesenennachweis“, heißt es von dort.

Auch auf weitere Lockerungen können die Studenten hoffen. Wie der Senat am Dienstag mitteilte, könnte es im sogenannten „Schritt 3“ Anfang Juni weitere Öffnungen im Bereich der Hochschulen geben. Genaueres ist allerdings bislang noch unklar. Die Bundesregierung will zudem am 27. Mai über das Impfen von Studenten beraten.

18 Uhr: Schleswig-Holstein will Impftermine zuweisen

Schleswig-Holstein stellt sein System für die Anmeldung zur Corona-Impfung um. Von Anfang Juni an können sich Impfwillige beim Impfzentrum ihrer Wahl verbindlich anmelden und bekommen bei Verfügbarkeit einen Termin zugewiesen. „Es wird dadurch aber nicht mehr Impfdosen geben“, sagte Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) am Dienstag. Die Verteilung der Termine geschehe nach dem Zufallsprinzip.

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Für die Impfzentren bekomme Schleswig Holstein aktuell rund 80.000 Impfdosen pro Woche zugewiesen. Garg stellte in Aussicht, dass noch vor den Sommerferien mit der Impfung von Schülern begonnen werden kann, wenn der Impfstoff von Biontech rechtzeitig für unter 16-Jährige zugelassen wird und der dafür vom Bund vorgesehene Impfstoff zur Verfügung steht.

17.55 Uhr: Hansapark öffnet bald

Der Hansapark in Sierksdorf im Kreis Ostholstein öffnet am 18. Juni wieder für Besucher. Welche konkreten Auflagen für den Saisonstart gelten, sei noch nicht bekannt und hänge von den Vorgaben des Landes ab, teilte der Hansapark am Dienstag mit.

Auf die Besucher warten zahlreiche Neuerungen, unter anderem die Fahrattraktionen „Awildas Ausguck“ und „Awildas Abenteuerfahrt“ sowie der achte Bauabschnitt der Themenwelt „Hanse in Europa“. Über die aktuellen Öffnungszeiten und Auflagen sollten sich Gäste auf der Internetseite des Hansaparks informieren, sagte eine Sprecherin.

16.26 Uhr: Frust über Gastro-Lockerung – „Katastrophal“

Trotz der Öffnung der Außengastronomie zu Pfingsten hat sich der Hamburger Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) „sehr enttäuscht“ von den Corona-Lockerungen des Senats gezeigt. „Es bleibt dabei, dass wir auch für die Innengastronomie eine klare und zeitnahe Öffnungsperspektive brauchen“, sagte Dehoga-Vizepräsident Niklaus Kaiser von Rosenburg am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Zwar habe Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) dafür die zweite Juni-Hälfte in Aussicht gestellt, angesichts der Lockerungen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein sei dies für die Hamburger Branche dennoch „katastrophal“.

Es sei für ihn auch nicht nachvollziehbar, das Hotel- und Gastgewerbe, das in der Pandemie ohnehin Sonderopfer erbracht habe, „jetzt singulär in Hamburg weiter zu bestrafen“, bemerkte der Hotelier. Dies gelte umso mehr vor dem Hintergrund, dass die privaten Kontaktbeschränkungen gelockert würden und sich nun fünf Personen aus zwei Haushalten treffen dürfen.

„Wir können nicht erkennen, wie Treffen in Gastronomiebetrieben gefährlicher sein können als in privaten Wohnungen“, sagte Kaiser. Der Hamburger Dehoga erwäge auch weiterhin, mit einer Klage gegen die Maßnahmen vorzugehen.

15.57 Uhr: Gericht kippt Niedersachsen-Regel!

Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat die Regelung des Bundeslandes, den Tourismus nach dem Corona-Lockdown zunächst nur für eigene Einwohner zu öffnen, außer Vollzug gesetzt. Ab sofort können damit Touristen von überall her sich für einen Urlaub in Niedersachsen einquartieren, entschied das Gericht in einem Eilbeschluss am Dienstag.

Wenige Tage vor dem langen Pfingstwochenende kann die Tourismusbranche, die gegen die Beschränkung protestiert hatte, auf zusätzliche Gäste hoffen. Vor allem aus Nordrhein-Westfalen reisen über Pfingsten traditionell viele Gäste an die niedersächsische Nordseeküste.

Wie das Gericht entschied, trage das bloße Verbot der Beherbergung auswärtiger Besucher nur wenig zur Eindämmung der Corona-Infektionslage bei. Tagestouristen aus anderen Ländern hätten auch vorher schon nach Niedersachsen kommen können, argumentierte das Gericht.

15.03 Uhr: Hamburg lockert Gastronomie und Einzelhandel – aber die Auflagen bleiben streng

Nach dem Ende der Ausgangsbeschränkungen und dem Neustart an Schulen und Kitas hat Hamburgs rot-grüner Senat weitere Lockerungen bei den Corona-Auflagen auf den Weg gebracht. Unter anderem dürfen am Wochenende unter strengen Auflagen die Außengastronomie und der Einzelhandel wieder öffnen, wie Bürgermeister Peter Tschentscher am Dienstag im Anschluss an eine Senatssitzung sagte.

Voraussetzung für das Shoppen ist jedoch eine nach Ladengröße begrenzte Kundenzahl und die Abgabe persönlicher Daten zur Kontaktnachverfolgung. Das gilt auch für die Außengastronomie, bei der maximal fünf Personen aus zwei Haushalten an einem Tisch sitzen dürfen. Negative Corona-Tests seien nicht erforderlich, sofern die Sieben-Tage-Inzidenz stabil bei unter 50 bleibe. Ursprünglich sollte die Außengastronomie frühestens Anfang Juni wieder öffnen dürfen.

Zudem sollen sogenannte körpernahe Dienstleistungen und der praktische Fahrunterricht wieder möglich sein. Dort sind jedoch negative Corona-Tests vorzulegen. Nach dem Stufenplan der rot-grünen Regierung sollen zu Pfingsten auch wieder fünf Personen aus zwei Haushalten zusammenkommen können und die abstandsunabhängige Maskenpflicht in Parks und Grünanlagen wegfallen. Am 28. Mai sollen unter strengen Auflagen Theater wieder öffnen und Konzerte gestattet sein. Sport in Gruppen für Erwachsene ist draußen kontaktfrei mit bis zu 10 Personen möglich.

11.48 Uhr: Konkrete Terminvergabe für Corona-Impfungen angekündigt

Schleswig-Holstein zieht Konsequenzen aus massivem Ärger über das System der Online-Terminvergabe für Impfungen gegen das Coronavirus. Das Sozialministerium habe einen anderen Weg mit konkreten Terminvergaben gefunden, sagte die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Landtagsfraktion, Marret Bohn, am Dienstag in Kiel. „Das finde ich sehr positiv.“

Über die Corona-Lage und das weitere Vorgehen in der Impfkampagne wird Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) am Nachmittag die Presse informieren. Auch der Einsatz mobiler Impfteams in Problemstadtteilen ist Bohn zufolge vorgesehen. Es sollten auch jene erreicht werden, die man sonst nicht erreiche, auch wegen Sprachbarrieren.

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Das bisherige System, bei dem viele vergeblich über das Internet einen Termin zu ergattern versuchten, habe zu großer Verärgerung und Frustration geführt, sagte Bohn, die selbst Ärztin ist. „Das bisherige Verfahren war eine Zumutung für alle Beteiligten.“

Wer wisse, dass er in absehbarer Zeit einen Impftermin habe, werde sich bis dahin streng an die Regeln halten. Dies sei ein Riesenschritt nach vorn. Mit der aktuellen Corona-Situation wird sich am Mittwoch auch der Landtag ausführlich befassen. Dazu wird auch Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sprechen.

Montag, 17. Mai

21.42 Uhr: Inzidenz in SH sinkt weiter

In Schleswig-Holstein sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen, weiter. Sie lag am Montag bei 33,3, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel hervorging (Stand 17.5., 20.40 Uhr). Am Sonntag lag der Wert bei 35,1.

In Kliniken lagen den Angaben zufolge 164 Covid-19-Kranke, 12 mehr als am Vortag. 47 von ihnen wurden demnach auf Intensivstationen behandel. 37 Corona-Patienten wurden beatmet. Innerhalb eines Tages kamen 73 neu gemeldete Ansteckungen hinzu. Die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus liegt laut Robert Koch-Institut bei 1565 (Stand 17.5., 03.11 Uhr).

Die Regionen mit der höchsten Inzidenz sind Kiel (62,4) und der Kreis Herzogtum Lauenburg (47,0). Am niedrigsten sind die Werte in Flensburg (14,4) und im Kreis Schleswig-Flensburg (16,9).

19.15 Uhr: Stau vor Hamburger Impfzentrum

Corona-Impfnachzügler haben am Montag lange Schlangen und Wartezeiten vor dem Hamburger Impfzentrum verursacht. Neben den rund 9.500 regulär vergebenen Termine für eine Schutzimpfung hätten sich auch viele Impfwillige in den Messehallen eingefunden, die ihren Termin am Wochenende offensichtlich nicht wahrgenommen hätten und diesen nun unangemeldet nachholen wollten, sagte der medizinische Leiter des Zentrums, Dirk Heinrich. Zuvor hatte das „Hamburger Abendblatt“ darüber berichtet.

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Aufgrund des geringen Andrangs über das Himmelfahrtswochenende habe man mit 9.500 Terminen am Montag besonders viele neu eingestellt, „weil wir dachten, dass das so weitergeht“, sagte Heinrich. „Normalerweise ist das kein Problem, wir können ja auch 10.000. Aber wenn dann Hunderte dazukommen, dann kann es Staus geben.“ Viele Menschen mussten stundenlang in der weit über einen Kilometer langen Schlange quer durch die Sternschanze stehen.

Heinrich berichtete auch von Erstgeimpften, die versucht hätten, ihre Zweitimpfung vorzuziehen, um den vollständigen Impfschutz zu erhalten und somit von Einschränkungen befreit zu werden – etwa um in den Urlaub fahren zu können. Deshalb gingen manche trotz eines Termins für die Zweitimpfung im Impfzentrum auch zum Hausarzt, um so schneller an die zweite Injektion zu kommen.

17.17 Uhr: Indische Virus-Variante im Kreis Pinneberg

Die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als besorgniserregend eingestufte indische Coronavirus-Variante ist im Kreis Pinneberg aufgetreten. Ein Speziallabor habe die Infektion eines Reiserückkehrers aus Indien mit der Variante B.1.617.2 bei der Sequenzierung bestätigt, teilte die Kreisverwaltung am Montag mit. Drei weitere Familienmitglieder hätten sich ebenfalls infiziert. Alle Personen seien in häuslicher Quarantäne.

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„Zurzeit scheinen keine weiteren Kontaktpersonen betroffen zu sein“, schrieb die Kreisverwaltung. Die Einreise des infizierten Rückkehrers aus Indien liege bereits einige Zeit zurück, hieß es. Die indische Virusvariante hatte auf dem asiatischen Subkontinent zu einer drastischen Welle an Infektionen und Todesfällen geführt.

17.08 Uhr: Hansa Rostock darf Zuschauer ins Stadion lassen

Zum letzten Saisonspiel des FC Hansa Rostock in der 3. Fußball-Liga gegen den VfB Lübeck werden am Samstag 7.500 Zuschauer im Ostseestadion zugelassen. „Es geht darum, mögliche Fanmassen vor dem Stadiongelände mit in das Stadion zu nehmen. Hier versprechen wir uns eine gezielte und bessere Lenkung von Zuschauerströmen“, sagte Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) am Montag in Schwerin. Das Kabinett werde am Dienstag entscheiden.

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Der Verein habe ein gutes Konzept entwickelt, das mit Stadt und Polizei abgestimmt sei, sagte Sportministerin Stefanie Drese (SPD). „Ich sage aber auch ganz deutlich: Die Fans tragen eine hohe Verantwortung – innerhalb und außerhalb des Stadions. Die Regeln sind einzuhalten.“

Die Hansestadt Rostock unterstütze das Konzept, sagte Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos). „Es zeigt die gesammelten Erfahrungen zur Durchführung einer Veranstaltung unter Bedingungen der Pandemie.“ Für die Sportstadt Rostock werde der Samstag ein sehr besonderer Tag. „Viele Fans fiebern dem Aufstieg des Vereins seit vielen Jahren entgegen - nun kann er wahr werden. Wir wollen für dieses Ereignis Freude ermöglichen“, sagte Madsen.

15.36 Uhr: Holstein Kiel verzichtet auf Fans im Stadion

Ministerpräsident Daniel Günther und Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg haben die Entscheidung des Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel begrüßt, zum letzten Liga-Spiel der laufenden Saison auf Zuschauer im Stadion zu verzichten. „Ich halte diese Entscheidung für richtig, sie ist Ausdruck großer Verantwortung der Vereinsführung“, sagte Günther am Montag in Kiel.

„Wir sind im Kampf gegen die Pandemie auf einem sehr guten Weg und dürfen die hier erzielten Erfolge nicht gefährden“, erklärte der Ministerpräsident weiter. Gerade Profi-Vereine seien im Umgang mit dem geltenden Regelwerk in besonderer Weise ein Vorbild für viele andere Vereine, auch im Amateurbereich, die derzeit ihren Sport gar nicht oder eben nicht vor Zuschauern ausüben könnten.

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Auch wenn im Rahmen eines Modellprojekts der Einlass einer begrenzten Zahl von Fans rechtlich möglich wäre, „ist es im Hinblick auf das Pandemiegeschehen eine sehr verantwortungsvolle Entscheidung des Vereins, diesen Weg nicht zu gehen, auch wenn das für den einzelnen Fan sicherlich schwer ist“, sagte Gesundheitsminister Garg.

Der Ministerpräsident fügte hinzu: „Bei allem Verständnis für die Euphorie, die Holstein mit seinen sensationellen Leistungen auch bei mir ausgelöst hat - wir müssen noch behutsam sein und dürfen weitere Öffnungen nicht überstürzen. Unser Ziel ist es, dass alle Stadien in der kommenden Saison wie für Fans geöffnet sein können.“

15.13 Uhr: Schlagermove fällt aus

Kein „knallrotes Gummiboot“, keine „Anita“, kein „Er gehört zu mir“: Der Hamburger Schlagermove 2021 wird coronabedingt abgesagt. „Für den geplanten Termin sehen wir keine Öffnungsperspektive für Großveranstaltungen und damit fehlt uns die Planungssicherheit. Die Absage erfolgt schweren Herzens, denn wir hätten für die Menschen in diesem Sommer gern ein Zeichen für Lebensfreude gesetzt“, sagte Frank Klingner, Geschäftsführer der veranstaltenden Hossa-Hossa GmbH, am Montag laut Mitteilung.

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Der Schlagermove war ursprünglich für den 2. und 3. Juli geplant. Eine Terminverschiebung in 2021 sei aus organisatorischen Gründen keine Option gewesen. Auf den im vergangenen Jahr ersatzweise virtuell auf die Beine gestellten Schlagermove wollen die Veranstalter diesmal ganz verzichten.

Dafür wird das „Festival der Liebe“ für 2022 nun bereits geplant. Als Termin ist das erste Juli-Wochenende (1./2. Juli) anvisiert. Beim seit 1997 existierenden Schlagermove ziehen etwa 50 Trucks auf einer Strecke von fast 3,5 Kilometern durch St. Pauli. Bei der 23. Ausgabe des „Karnevals des Nordens“ im Sommer 2019 zählten die Veranstalter eigenen Angaben zufolge rund 350 000 Besucher.

14.56 Uhr: Hamburger Museen und Ausstellungshäuser öffnen am Dienstag

Nach monatelanger Schließung dürfen die Hamburger Museen und Ausstellungshäuser am Dienstag wieder für Besucher öffnen. Voraussetzungen sind neben einem umfassenden Hygienekonzept auch Corona-Test- oder Impfnachweise, sowie die Sicherstellung einer Kontaktnachverfolgungsmöglichkeit, wie die Kulturbehörde mitteilte.

Die Hamburger Kunsthalle zeigt noch bis zum 24. Mai die Ausstellung „De Chirico. Magische Wirklichkeit“ und bis zum 15. August die Schau „Serien. Druckgraphik von Warhol bis Wool“, unter anderem mit Warhols berühmten Siebdrucken „Campbell's Soup“ und „Marilyn“. Die Hamburger Deichtorhallen haben erneut die Ausstellung über das Werk des südafrikanischen Künstlers William Kentridge verlängert.

Im Museum für Kunst und Gewerbe können Besucher bis zum 18. Juli in der „Schule der Folgenlosigkeit“ ein anderes Leben ausprobieren. Das Museum am Rothenbaum MARKK will jungen Menschen mit der Schau „Hey Hamburg, kennst du Duala Manga Bell?“ die Themen Rassismus, Kolonialismus und Erinnerung näherbringen.

Besucherinnen und Besucher müssen einen negativen PCR-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, oder einen höchstens 12 Stunden alten Schnelltest.

6.37 Uhr: Tschentscher kündigt Startdatum für Außengastronomie an

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher will die Außengastronomie zu Pfingsten wieder öffnen. „Ja, ich werde das dem Senat vorschlagen am Dienstag“, sagt der SPD-Politiker am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Anne Will“. Hamburg sei „sehr sehr gebremst im Infektionsgeschehen“. Die Stadt habe eine „außergewöhnlich stabile Lage“ bekommen. Deshalb könne man mit Vorsicht und kontrolliert solche Schritte gehen. Man könne einen Sommer erleben, der mindestens so sei wie 2020, und innerhalb Deutschlands reisen, fügte Tschentscher hinzu. Er mahnte aber auch: „Das sollten wir nicht riskieren, indem wir zu unvorsichtig werden.“

Am Sonntag kamen in Hamburg mit 102 Corona-Neuinfektionen deutlich weniger Fälle hinzu als noch vor einer Woche. Die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, sank nach Angaben der Gesundheitsbehörde von 55,7 auf 53,2. Vor einer Woche hatte die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 83,8 gelegen.

06.15: Schleswig-Holstein öffnet den Tourismus

Auch wenn das Wetter noch nicht ganz nach Urlaub aussieht: Schleswig-Holstein öffnet sich ab Montag unter strengen Auflagen für Touristen. Auch in weiteren Bereichen wird das öffentliche Leben wieder hochgefahren. Gefordert werden allerdings neben Hygieneauflagen wie dem Tragen von Schutzmasken in bestimmten Situationen vor allem negative Coronatests vor der Anreise und dann alle drei Tage.

Bisher waren touristische Übernachtungen nur in einzelnen Modellregionen möglich. Die Öffnung ist nach Überzeugung der Landesregierung möglich, weil in Schleswig-Holstein die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Inzidenz) stabil unter 100 lag und zuletzt unter 50 gefallen ist.

Sonntag, 16. Mai

21.02 Uhr: Inzidenz in SH sinkt weiter

In Schleswig-Holstein ist die Sieben-Tage-Inzidenz weiter gesunken. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen lag bei 35,1, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel am Sonntag hervorging (Stand 16.5., 19.49 Uhr). Am Samstag lag der Wert bei 36,5, vor einer Woche bei 50,8.

Zugleich wurde ein weiterer Corona-Todesfall gemeldet. Innerhalb eines Tages kamen 66 neu gemeldete Ansteckungen hinzu. Am Sonntag vor einer Woche waren es 115.

In Kliniken lagen den Angaben zufolge 152 Covid-19-Kranke, 2 weniger als am Vortag. 47 von ihnen wurden demnach auf Intensivstationen behandelt, also 1 Kranker weniger als am Samstag. 36 Corona-Patienten wurden beatmet. Die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus liegt nun bei 1565.

Die Regionen mit der höchsten Inzidenz sind Kiel (66,5) und der Kreis Herzogtum Lauenburg (57,6). Am niedrigsten sind die Werte in Flensburg (13,3) und im Kreis Schleswig-Flensburg (17,4).

15.38 Uhr: „Sehr ruhiges Impfgeschehen“ am Sonntag – es gibt eine Vermutung, wieso

Solche Nachrichten hört man nicht gerne: Laut des Bundesvorsitzenden des Virchowbundes aus dem Impfzentrum in Hamburg, Dirk Heinrich, gibt es dort heute ein „sehr ruhiges Impfgeschehen“.

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Seine Vermutung, was der Grund sein könnte: „Einige Zweitimpflinge scheinen ihre Termine nicht wahrzunehmen“ – diese könnten ihre Zweitimpfung beim Hausarzt erhalten haben. „Besser für die Impfkampagne wäre es, wenn jede da wieder geimpft würde wo die Erstimpfung stattgefunden hat“, so Dirk Heinrich.

Normalerweise werden im Impfzentrum in Hamburg 7.000 bis 10.000 Menschen täglich geimpft. Da noch sehr viele Menschen auf eine Impfung warten, sind nicht wahrgenommene Termine auf jeden Fall ein großes Ärgernis. Die Behörden appellieren immer wieder, diese abzusagen, wenn es aus irgendeinem Grund nötig ist. Dann können andere Menschen stattdessen geimpft werden.

13.12 Uhr: Hamburg laut RKI bei Inzidenz unter 50

Gemäß Robert Koch-Institut (RKI) hat Hamburg den Wert von 50 bei der Sieben-Tage-Inzidenz unterschritten. Demnach liegt dieser wichtige Wert aktuell bei 49. Liegt er Wert höher, sind jeweils Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Lockerungen hat der Senat bereits vergangene Woche in Aussicht gestellt. Am Dienstag wird er über die Öffnung der Außengastronomie beraten, die schon ab Pfingsten kommen könnte.

Die Stadt Hamburg berechnet die Inzidenz etwas anders und kommt aktuell auf einen Wert von 53,2. Die Tendenz bleibt aber auch damit weiterhin sinkend und kommt dem Wert von 50 bereits sehr nahe.

11.47 Uhr: Schleswig-Holstein öffnet für Touristen im ganzen Land

Schleswig-Holstein lockert ab Montag, 17. Mai, die Corona-Regeln vor allem im Tourismus und der Gastronomie, bei Kontakten im Freien und in der Freizeit. Dann dürfen Gaststätten unter strengen Auflagen vom 17. Mai auch ihre Innenbereiche öffnen. Voraussetzung für Gäste ist ein negativer Testnachweis oder eine Bescheinigung, dass eine vollständige Impfung mindestens zwei Wochen alt ist.

Geimpfte, Genesene und negativ Getestete aus ganz Deutschland dürfen dann auch landesweit im Norden Urlaub machen. Sie müssen mit frischem negativen Coronatest anreisen und diesen alle drei Tage erneuern. Im Freien dürfen sich wieder mehr Menschen treffen - zehn Personen aus bis zu zehn Haushalten, nicht mehr nur fünf aus zwei Haushalten.

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat wiederholt deutlich gemacht, dass Lockerungen wieder zurückgenommen werden, wenn sich die Infektionslage verschlechtern sollte.

Samstag, 15. Mai

21.18 Uhr: Inzidenz in Schleswig-Holstein sinkt weiter

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist noch einmal gesunken. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche lag bei 36,5, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel am Samstag hervorging (Stand 15.5., 19.31 Uhr). Am Freitag lag der Wert bei 39,1, vor einer Woche bei 50.

Zugleich wurden elf weitere Corona-Todesfälle gemeldet. Innerhalb eines Tages kamen 140 neu gemeldete Ansteckungen hinzu. Am Samstag vor einer Woche waren es 181.

In Kliniken lagen den Angaben zufolge 154 Covid-19-Kranke, 3 weniger als am Vortag. 48 von ihnen wurden demnach auf Intensivstationen behandelt, also 7 weniger als am Freitag. 37 Corona-Patienten wurden beatmet. Die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus liegt nun bei 1564.

Die Regionen mit der höchsten Inzidenz sind Kiel (69,7) und der Kreis Herzogtum Lauenburg (66,2). Am niedrigsten sind die Werte in Flensburg (12,2) und im Kreis Ostholstein (20,9).

17.12 Uhr: Kaum Zulauf bei Demo in Hamburg

Eine Demonstration von Gegnern der Corona-Schutzmaßnahmen hat am Sonnabend in Hamburg nur geringen Zulauf gehabt. Statt der angemeldeten 600 Teilnehmer kamen nach Angaben der Polizei rund 150 Teilnehmer zu der Veranstaltung auf der Ludwig-Erhard-Straße. In der Nähe versammelten sich knapp 50 Gegendemonstranten.

Beide Gruppen waren durch Absperrgitter voneinander getrennt. Die Veranstaltung sei friedlich verlaufen, sagte ein Sprecher der Polizei.

16.28 Uhr: Krasser Plan – Stadt will schon bald Veranstaltung mit Tausenden Zuschauern erlauben

Fußball-Drittligist Hansa Rostock steht vor dem Aufstieg in die zweite Liga – und könnte die mögliche Rückkehr am Pfingstsamstag mit 7.500 Fans im Ostseestadion feiern. Verein, Hansestadt und Polizei hätten ein gemeinsames Konzept für ein Spiel mit Zuschauern vorgelegt, berichtete die „Ostsee-Zeitung“ (Samstag).

„Ja, die Gespräche über ein Saisonfinale vor Fans laufen“, sagte Innenminister Torsten Renz (CDU) der Zeitung und meinte: „Ich würde es begrüßen, wenn es uns gelingt, das umzusetzen.“ Dem Bericht zufolge sollen beim letzten Heimspiel der Saison am 22. Mai (13.30 Uhr) gegen den VfB Lübeck Zuschauer mit dabei sein dürfen.

+++ Rügen lockert – aber vielen Menschen wird das nicht helfen +++

Entsprechende Planungen hätten jetzt sowohl die Hansestadt als auch die Landesregierung bestätigt, schrieb die „Ostsee-Zeitung“. Die Initiative, die Fans ins Stadion zu holen, soll aus dem Innenministerium gekommen sein. Bedingung: Jeder Zuschauer, der bei der möglichen Aufstiegssause mit dabei sein darf, müsse vorher getestet werden und müsse sich auch registrieren lassen.

Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen sagte: „Wenn Hansa aufsteigt, wird gefeiert. Wir haben nun die Wahl: Wollen wir viele kleine, diffuse Partys oder eine große mit klaren Regeln? Ich bin für die große Feier im Stadion. Die bedeutet deutlich weniger Risiko.“

Am Samstag gewannen die Rostocker 0:1 in Unterhaching und übernahmen vorübergehend die Tabellenführung in der dritten Liga.

9.36 Uhr: Hamburg will schärfere Strafen für falsche Impfpässe

Hamburg setzt sich im Bund dafür ein, die Fälschung von Impf- und PCR-Testbescheinigungen einer Urkundenfälschung gleichzustellen und damit auch härter bestrafen zu können. Bisher werde die Fälschung von Gesundheitszeugnissen im Strafrecht anders behandelt als die Fälschung von Urkunden, sagte Justizsenatorin Anna Gallina (Grüne) der Deutschen Presse-Agentur. „Der Strafrahmen ist bei entsprechenden Fällen weitaus niedriger und der Straftatbestand enthält noch weitere Unstimmigkeiten.“ Hier bestehe Reformbedarf.

In einem Antrag für die Justizministerkonferenz im Juni soll der Bund deshalb auffordert werden, die Regelungen zu überprüfen „und diese Unwucht zu beseitigen“, sagte Gallina. „Ziel muss es sein, falsche Gesundheitszeugnisse und Urkundenfälschung gleichzustellen und die Regelungen auf Reformbedarf zu überprüfen.“

+++ Hamburg: Alarm in der Leichenhalle! Krankhaus muss Notaufnahme dicht machen +++

Vor dem Hintergrund des Wegfalls von Corona-Einschränkungen für vollständig Geimpfte werden im Internet gefälschte Impfpässe zum Kauf angeboten. Da es sich um ein falsches Gesundheitszeugnis handelt, sieht das Strafgesetzbuch einen Strafrahmen von maximal einem Jahr Freiheitsstrafe vor.

Besonders schwere Fälle, etwa banden- oder gewerbsmäßige Begehung, sind nicht vorgesehen. Auch der Versuch bleibt straflos. Anders sieht es bei der Urkundenfälschung aus, die in besonders schwerem Fall mit bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden kann.

Freitag, 14. Mai

20.32 Uhr: Inzidenz in Schleswig-Holstein sinkt weiter

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist am Freitag weiter gesunken. Zugleich wurden acht weitere Corona-Todesfälle gemeldet. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche lag bei 39,1, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums in Kiel hervorging.

Am Donnerstag hatte die Inzidenz bei 42,8 gelegen, vor einer Woche bei 52,1. Innerhalb eines Tages kamen 119 neu gemeldete Ansteckungen hinzu. Am Donnerstag vergangener Woche waren es 219 gewesen.

In Kliniken lagen den Angaben zufolge 157 Covid-19-Kranke, zwei weniger als am Vortag. 55 von ihnen wurden demnach auf Intensivstationen behandelt, also genauso viele wie am Donnerstag. 36 Corona-Patienten wurden beatmet, zwei weniger als am Vortag. Sechs Menschen starben an oder mit einer Corona-Infektion. Die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus liegt nun bei 1545.

Die Regionen mit der höchsten Inzidenz sind weiterhin der Kreis Herzogtum Lauenburg (79,3) und Kiel (66,5). Am niedrigsten sind die Werte in Flensburg (10,0) und im Kreis Schleswig-Flensburg (22,4).

13.33 Uhr: Hamburgs Außengastronomie darf auf frühere Öffnung hoffen

Die Hamburger Gastronomen dürfen auf eine Öffnung ihrer Außenbereiche schon zu Pfingsten hoffen. Nach einem Bericht des „Hamburger Abendblatts“ (Freitag) will Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) bezahltes Essen und Trinken im Freien statt frühestens in einem Monat nun doch bereits im zweiten Lockerungsschritt ermöglichen, über den der Senat am kommenden Dienstag beraten wird. Auch nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur gibt es Überlegungen im rot-grünen Senat, die Außengastronomie bereits zu Pfingsten freizugeben.

Donnerstag, 13. Mai

07.52 Uhr: Hamburg ruft nächste Impfgruppe auf

Mit den laut Priorisierungsgruppe 3 vorerkrankten werden in Hamburg nun alle Menschen mit besonderen gesundheitlichen Problemen zur Corona-Schutzimpfung aufgerufen. Mindestens 10.000 zusätzlich für sie bereitgestellte Termine im Impfzentrum in den Messehallen könnten ab Montag gebucht werden, sagte Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. „Menschen, die von einer Infektion stärker betroffen sein könnten, weil sie gesundheitlich vorbelastet sind, sollen bevorzugt ein Impfangebot erhalten.“

Zu den nun Aufgerufenen gehören laut Impfverordnung des Bundes beispielsweise Menschen mit Immundefizienz oder HIV-Infektion, Autoimmunerkrankungen, rheumatologischen Erkrankungen, Herzinsuffizienz, Arrhythmie, Schlaganfall, Asthma, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, Diabetes mellitus ohne Komplikationen oder Adipositas mit einem BMI über 30. Lediglich die Impfberechtigung muss von einem Arzt attestiert werden, medizinische Befunde müssen im Impfzentrum nicht vorgelegt werden.

Wie groß die Gruppe ist, sei nicht abzuschätzen, hieß es in der Behörde, da die Betroffenen auch bereits über die Hausärzte geimpft werden könnten. Bisher sind im Impfzentrum schon Menschen mit besonders schweren Erkrankungen aus der Prio2-Gruppe - etwa Krebspatienten in Behandlung, Menschen mit schweren chronischen Lungenerkrankungen oder schwerem Diabetes - impfberechtigt.

„Indem wir in der Priorisierung weiter voranschreiten, schützen wir damit die Menschen, für die eine Erkrankung besonders schwerwiegend wäre“, sagte Leonhard. „Ohne Priorisierung könnten wir diese Schwerpunkte nicht setzen.“ Die Termine im Impfzentrum sind telefonisch unter 116 117 oder online unter www.impfterminservice.de buchbar und ab Montag freigeschaltet.

+++ Hamburg: Polizei und Anwohner können kaum glauben, was hier auf der der Straße abgeladen wurde +++

Mittwoch, 12. Mai

13.23 Uhr: Versandhändler Otto will ab Juni impfen

Der Versandhändler Otto will von Juni an allen inländischen Konzern-Beschäftigen Impfungen gegen Covid-19 anbieten. Bundesweit seien 20 Betriebsimpfzentren startklar, teilte die Otto Group am Mittwoch in Hamburg mit. Das Impfkonzept sehe vor, „allen Konzernmitarbeitenden in Deutschland innerhalb eines Monats die erste Impfung und einen Folgetermin für die Zweitimpfung anzubieten.“

Das Impfangebot bei Otto richtet sich nach Angaben eines Sprechers an alle 40.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Konzerns in Deutschland. Derzeit gehe man auf Basis bereits geimpfter Beschäftigter davon aus, rund 20 000 Menschen in den betrieblichen Impfzentren zu impfen. Deren Standorte sind unter anderem Hamburg, Burgkunstadt (Bayern), Haldensleben (Sachsen-Anhalt), Berlin und Löhne (Nordrhein-Westfalen).

Nach den bisherigen Angaben des Bundesgesundheitsministeriums rechnet Otto mit dem Start der Impfungen ab dem 7. Juni, sofern die behördlichen Genehmigungen vorliegen und ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht. Das Ministerium hatte Anfang Mai angekündigt, dass für Betriebsärzte ab der Woche vom 7. Juni mindestens 500.000 Impfdosen pro Woche zur Verfügung gestellt werden sollen.

9.33 Uhr: Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern lockern

In Schleswig-Holstein werden ab Montag die Corona-Regeln gelockert, vor allem im Tourismus und der Gastronomie, bei Kontakten im Freien und in der Freizeit. Das sieht eine neue Verordnung der Landesregierung vor, mit der die in der vorigen Woche angekündigten Öffnungsschritte in Kraft treten.

Ab 17. Mai dürfen Gaststätten dort unter strengen Auflagen auch ihre Innenbereiche öffnen. Ähnlich sieht der Plan in Mecklenburg-Vorpommern aus: Dort darf die Gastronomie von Pfingstsonntag (23. Mai) an wieder öffnen - außen und innen.

Der Tourismus in dem Bundesland wird am 7. Juni für Einwohner des Landes und am 14. Juni für Gäste aus den anderen Bundesländern geöffnet. Das sorgt allerdings auch für heftige Kritik, wie du >>> hier nachlesen kannst.

Wer als Tourist in Schleswig-Holstein übernachten will, muss mit einem frischem negativen Corona-Test anreisen und diesen alle drei Tage erneuern. Ein Antigen-Schnelltest darf maximal 24 Stunden, ein PCR-Test höchstens 48 Stunden alt sein. Bisher dürfen im Norden Urlauber nur in einigen Modellregionen unter strikten Corona-Vorgaben wie Tests in dichter Folge Urlaub machen.

6.26 Uhr: Hamburg hebt Ausgangssperre auf – doch viele haben das anscheinend nicht mitbekommen

Trotz Aufhebung der Ausgangsbeschränkung in Hamburg sind die Straßen in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch leer geblieben. „Die Leute haben anscheinend noch gar nicht mitbekommen, dass sie wieder raus dürfen“, sagte ein Polizeisprecher am Morgen der Deutschen Presse-Agentur.

Die Ausgangsbeschränkung galt seit Karfreitag (2. April) zwischen 21 Uhr und 5 Uhr. Eine entsprechende Änderung der Corona-Eindämmungsverordnung trat um Mitternacht in Kraft. Den Angaben der Polizei zufolge ist die Lage anschließend ruhig geblieben.

Das werde sich in den kommenden Nächten wahrscheinlich ändern, wie der Polizeisprecher vermutet: „Dann werden auch wieder mehr Menschen auf den Straßen unterwegs sein.“

Dienstag, 11. Mai

20.02 Uhr: 10.000 Impftermine für über 70-Jährige in Schleswig-Holstein zu vergeben

Menschen in Schleswig-Holstein ab 70 Jahre können sich an diesem Freitag um 10.000 Termine für Impfungen gegen das Coronavirus mit dem Präparat von Johnson & Johnson bemühen. Die Termine für die nächste Woche sind ab 17.00 Uhr unter www.impfen-sh.de im Internet jeweils für eines der 28 Impfzentren buchbar, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte. „Die Impfkampagne läuft auf Hochtouren, trotzdem gibt es Menschen, die schon länger impfberechtigt sind, und bislang keinen Termin buchen konnten“, sagte Ressortchef Heiner Garg (FDP).

Haus- und Facharztpraxen impften so schnell sie können und die Impfzentren verimpften alles, was da ist. „Nun haben wir mit Johnson & Johnson die Möglichkeit, kurzfristig zusätzliche Kapazitäten zu aktivieren, um gerade der Gruppe der über 70-Jährigen, die noch keinen Termin beim Haus- oder Facharzt oder im Impfzentrum buchen konnten, ein zusätzliches Angebot zu machen.“ Dieses Mittel muss nur einmal geimpft werden.

13.02 Uhr: Hamburg hebt Ausgangssperre ab heute Nacht auf!

Gut fünf Wochen nach ihrer Verhängung hat der rot-grüne Hamburger Senat die nächtliche Ausgangsbeschränkung zur Eindämmung der Corona-Pandemie wieder aufgehoben.

Ab Mittwoch um Mitternacht könnten sich die Bürger nachts wieder frei auf der Straße bewegen, sagte Innensenator Andy Grote (SPD) am Dienstag. Er sprach „vom einer kleinen Zeitenwende“, die sich die Hamburgerinnen und Hamburger in einer „großen Disziplinleistung“ hart erarbeitet hätten.

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Die Ausgangsbeschränkung galt seit Karfreitag zwischen 21 und 5 Uhr. Voraussetzung für ihre Aufhebung waren fünf Werktage mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100. Am Dienstag lag der Wert, der die Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen abbildet, bei 78,2 und damit den siebten Tag in Folge unter 100.

9.26 Uhr: Einzelhändlern in Hamburg reißt der Geduldsfaden

Mehrere prominente Hamburger Geschäftsleute und zahlreiche Unternehmen haben mit einer ganzseitigen Anzeige im „Hamburger Abendblatt“ die aktuelle Öffnungsstrategie der Hansestadt kritisiert. „Herr Bürgermeister, haben Sie uns vergessen?“, fragen die Händler darin mit großen Buchstaben auf rotem Grund.

Die Firmen haben kein Verständnis dafür, dass der Einzelhandel seit fünf Monaten geschlossen ist und trotz neuer Lockerungen in Hamburg am Freitag nicht mit bedacht wurde.

„Seit mehr als fünf Tagen ist die Inzidenz unter 100. Nach der Bundesregelung dürfen wir jetzt öffnen.“ In Regionen mit niedriger Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen und Schleswig-Holstein dürfen Kunden bereits wieder in Geschäften einkaufen.

Hamburg ist nach Schleswig-Holstein das Bundesland mit der geringsten Inzidenz. „Wir wollen jetzt wieder für unsere Kunden da sein“, schreiben die Hamburger Kaufleute und Unternehmen weiter.

5.52 Uhr: Unglaubliche Betrügereien im Impfzentrum

Viele Impfzentren klagen nach einem Medienbericht über Aggressivität von Impfwilligen und zunehmende Versuche, sich eine vorzeitige Impfung zu erschleichen. Das SWR-Fernsehmagazin „Report Mainz“ berichtete von mehreren tausend Fällen.

Allein das Hamburger Impfzentrum meldete demnach zuletzt 2.000 Vordrängler in einer Woche. Um vorzeitig an einen Impftermin zu kommen, würden etwa falsche Alters- oder Berufsangaben gemacht, berichtete „Report“. In München würden bis zu 350 Vordrängler in der Woche erwischt, in Saarbrücken bis zu 140.

Die Redaktion hatte bei den Impfzentren der Landeshauptstädte nachgefragt, allerdings erfassen nicht alle die Zahlen zu Impfvordränglern. Der Sprecher der Hamburger Sozialbehörde, Martin Helfrich, sagte dem ARD-Magazin: „Die Stimmung wird aggressiver. Den Menschen ist teilweise sehr klar, dass sie nicht berechtigt sind und trotzdem versuchen sie, sich impfen zu lassen.“

„Report“-Recherchen zeigen demnach, dass die Impfbetrüger sich oft als höher priorisierte Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen oder Schwangeren ausgeben. Denn eine pflegebedürftige Person etwa kann zwei Kontaktpersonen benennen, die vorrangig geimpft werden. In einem der SWR-Redaktion bekannten Fall schafften es aber statt zwei acht junge und gesunde Leute, sich als Kontaktpersonen impfen zu lassen.

Montag, 10. Mai

16.34 Uhr: Bis zu 2.000 Impfvordrängler in Hamburg

Hamburg ist Spitzenreiter – in einem unschönen Ranking. „Report Mainz“ hat bei dem Impfzentren einiger Städte nachgefragt, wie viele Menschen sich durchschnittlich pro Woche vorzudrängeln versuchen.

Während es in München beispielsweise 350 Personen sind, zählt das Impfzentrum der Hansestadt bis zu 2.000 Personen in der Woche. Experten warnen, dass das Problem noch größer werden könnte, da Geimpfte nun mehr Rechte erhalten sollen.

13.31 Uhr: Krankenhäuser in Hamburg impfen über 70-Jährige

Über 70-jährige Hamburger können sich jetzt auch in vier Krankenhäusern gegen das Coronavirus impfen lassen. Nach dem Agaplesion-Diakonieklinikum in Eimsbüttel bieten auch das Bethesda-Krankenhaus in Bergedorf, das Asklepios-Klinikum Nord in Langenhorn und die Asklepios-Klinik in Harburg Impfungen an.

Das Albertinen-Haus in Schnelsen soll ebenfalls ein Impfzentrum eröffnen. In den Kliniken sollen bis zu 3.000 Impfungen pro Woche an Ältere verabreicht werden, wie Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Montag bei einem Besuch im Asklepios-Impfzentrum in Harburg erklärte.

Zunächst sollen nur über 70-Jährige in den Kliniken geimpft werden, weil die Älteren ihre Berechtigung einfach mit dem Personalausweis nachweisen könnten. Einen Termin könne man unter der Nummer 116117 oder auf der Internetseite www.impfterminservice.de buchen.

12.30 Uhr: Schleswig-Holstein bekommt Astrazeneca aus Dänemark

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat am Montag von Dänemark 55.000 Dosen des Corona-Impfstoffes Astrazeneca entgegengenommen, die das Königreich derzeit nicht in Anspruch nimmt.

„Das ist ein Tag der großen Freude, sagte der CDU-Politiker am Grenzübergang Ellund. Schleswig-Holstein wird den Impfstoff des schwedisch-britischen Herstellers später zurückerstatten. Bis spätestens 7. Juli werde dies geschehen, sagte Günther. Dänemark hat den Einsatz dieses Präparates momentan ausgesetzt.

Günther sagte, er wolle sich auch mit Astrazeneca impfen lassen. Er habe sich mit seinem Hausarzt in Verbindung gesetzt, um möglichst schnell einen Termin zu bekommen. Er würde sich freuen, wenn möglichst viele dem Beispiel folgten.

11.06 Uhr: Hamburg hebt Corona-Notbremse auf!

Hamburgs Sozial- und Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) hat die Aufhebung der Corona-Notbremse in der Hansestadt ab Mittwoch angekündigt. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde lag die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen am Montag den fünften Werktag in Folge unter 100.

„Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, dass wir in so einem stabilen Abwärtstrend sind“, sagte Leonhard bei der Vorstellung eines neuen Impfzentrums in der Asklepios-Klinik Harburg.

Gemäß dem Infektionsschutzgesetz würden die besonders scharfen Corona-Regeln am Mittwoch um Mitternacht außer Kraft treten. Damit können sich die Menschen in Hamburg nachts wieder auf der Straße frei bewegen. Treffen sind nicht mehr auf einen Haushalt plus eine Person beschränkt.

Seit dem 2. April gilt in der Stadt eine nächtliche Ausgangsbeschränkung in der Zeit zwischen 21 Uhr und 5 Uhr. Die Maßnahme habe ganz wesentlich zum Rückgang der Neuinfektionen beigetragen, zeigte sich Leonhard überzeugt.

Nach Ansicht der Wissenschaft mache sich jetzt aber auch bemerkbar, dass bereits rund 30 Prozent der Einwohner eine Erstimpfung bekommen hätten.

9.42 Uhr: Polizei will Riesen-Party auflösen - die Gäste verhalten sich unfassbar

In Stade hat die Polizei am Sonntagabend eine Party mit rund 50 Gästen aufgelöst. Als die Beamten das Grundstück betraten, seien sie auf eine „extrem aggressive Stimmung“ getroffen, teilte die Polizei am Montag mit.

Die Gäste seien nicht bereit gewesen, die Feier zu beenden. Erst nachdem zusätzliche Streifenwagen aus Stade, Buxtehude, Bremervörde, Seevetal und Buchholz eingetroffen waren, konnten die mehr als 30 Beamtinnen und Beamten die Party auflösen.

Beeindruckt durch die Anzahl der eingesetzten Kräfte befolgten die Partygäste nun die Anweisungen der Polizei und verließen die Feier. Insgesamt wurden laut Polizei neben der Erteilung von Platzverweisen etwa 20 Anzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz erstattet. Der Einsatz dauerte rund zwei Stunden.

Sonntag, 9. Mai

21:02 Uhr: HVV nimmt nächtlichen Regelbetrieb in wenigen Tagen wieder auf

Busse und Bahnen in Hamburg werden in der Nacht zum Donnerstag den nächtlichen Regelbetrieb wieder aufnehmen. Damit verkehren dann wieder die Nachtlinienbusse sowie die Busse der Ganztagslinien, wie die Verkehrsbehörde am Sonntag mitteilte.

Auch der Nachtbetrieb der S- und U-Bahnen in den Nächten von Freitag auf Sonnabend und Sonnabend auf Sonntag gehe wieder in den Regelbetrieb über. Wegen des Himmelfahrtstags ist dies den Angaben zufolge bereits in der Nacht vom 12. auf den 13. Mai der Fall.

Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hatte am Freitag gesagt, dass die seit fünf Wochen in Hamburg zwischen 21 Uhr und 5 Uhr geltenden nächtlichen Ausgangsbeschränkungen am Mittwoch (12. Mai) fallen, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen an fünf Werktagen unter 100 und die Infektionslage stabil bleibt.

Am Sonntag lag die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Hamburg bei 83,8 und damit den fünften Tag in Folge unter der Marke von 100.