Corona im Norden: Zwei Bundesländer lockern massiv bei Testpflicht, Veranstaltungen und Maskenpflicht

Mecklenburg-Vorpommern regelt massiv bei der Testpflicht.
Mecklenburg-Vorpommern regelt massiv bei der Testpflicht.
Foto: IMAGO / Sabine Gudath

Den Überblick über die Corona-Lage im Norden zu behalten, ist nicht immer leicht. Aktuell geht die Tendenz hin zu deutlichen Lockerungen, da die Inzidenzen in den nördlichen Bundesländern richtig stark sinken. Und das gilt für alle Bundesländer im Norden, wie unsere Übersicht zeigt.

Wie gehabt gilt: Alle wichtigen Entwicklungen findest du in diesem News-Blog.

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Corona-Zahlen im Norden aktuell (RKI-Inzidenzwerte):

  • Hamburg: 9
  • Schleswig-Holstein: 5
  • Mecklenburg-Vorpommern: 2
  • Bremen: 7
  • Niedersachsen: 4

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>> Alle neueren Entwicklungen zum Coronavirus im Norden gibt es HIER im aktuellen News-Ticker >>

Mittwoch, 24. Juni

19.40 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern schafft Testpflicht weitgehend ab

Die Staatskanzlei in Mecklenburg-Vorpommern verkündete am Dienstagabend weitere Lockerungen. So soll es eine Testpflicht nur noch bei der Anreise zum Urlaub und Besuch von Clubs, Diskotheken und größeren Veranstaltungen geben.

Die Draußen-Maskenpflicht wird zudem abgeschafft. Es gilt nur noch eine Empfehlung dort, wo es eng wird.

19.37 Uhr: Schleswig-Holstein lockert weiter

Vor dem Hintergrund niedriger Corona-Zahlen setzt Schleswig-Holstein seinen Öffnungskurs fort. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) kündigte am Mittwoch weitere Lockerungen an. Von kommendem Montag an sollen größere Veranstaltungen möglich sein und in Außenbereichen wie auch in Kinos und Theatern soll die Maskenpflicht entfallen. Lediglich auf dem Weg zum Platz besteht sie weiter. Auf Wochenmärkten sind Abstände einzuhalten.

Die Richtschnur für viele Veranstaltungen ist künftig: Drinnen sind 1.250 Personen möglich, draußen 2.500. Das gilt beispielsweise für Konzerte, das Theater oder Kino sowie Gottesdienste, Flohmärkte und Messen. Beim Hotelbesuch will es die Landesregierung zwar bei der Testpflicht vor der Anreise belassen, zusätzlich ist aber künftig nur noch einmalig nach 72 Stunden ein Test notwendig. Bei Festen und Empfängen sollen ab Montag in geschlossenen Räumen 250 Gäste und draußen 500 erlaubt sein.

Im Einzelhandel sowie in Kultur- und Freizeiteinrichtungen entfällt die Quadratmeter-Begrenzung. An der Testpflicht beispielsweise beim Besuch eines Restaurants im Innenbereich, beim Krankenhausbesuch oder bei Veranstaltungen im Innenbereich hält die Regierung trotz niedrigen Infektionsgeschehens aber vorerst fest.

Günther appellierte an die Menschen, sich um einen Impftermin zu bemühen. „Mehr als die Hälfte (55,4 Prozent) der Menschen in Schleswig-Holstein ist einmal geimpft, 33,1 Prozent sind vollständig geimpft“, sagte er.

15.58 Uhr: Corona-Ausbruch auf Frachtschiff

Auf einem im Hamburger Hafen liegenden Frachtschiff sind bei der Besatzung fünf Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Die betroffenen Crewmitglieder seien an Land isoliert, sagte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde am Mittwoch.

Es bestehe der Verdacht, dass es sich um die zunächst in Indien nachgewiesene Delta-Variante des Coronavirus Sars-CoV-2 handele. Die Ergebnisse stehen aber laut Behörde noch aus. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung über den Vorfall berichtet.

Weiteren Kontaktpersonen, darunter Lotsen, sei eine Isolation empfohlen worden, berichtete der Sprecher weiter. Das Schiff liege bereits seit mehreren Tagen im Hafen. Eine andere Crew werde das Schiff übernehmen. Der Hafenärztliche Dienst und die Reederei seien im engen Austausch.

Montag, 22. Juni

15.35 Uhr: Hamburger Fischmarkt darf unter Auflagen wieder öffnen

Vor mehr als einem Jahr musste der Hamburger Fischmarkt pandemiebedingt schließen – jetzt darf die beliebte Touristenattraktion wieder öffnen. Die zuletzt niedrigen Corona-Inzidenzwerte erlauben es. Los gehen soll es am Sonntag, dem 4. Juli. „Der Hamburger Fischmarkt ist eine echte Altonaer Institution, die uns im Bezirksamt sehr am Herzen liegt“, sagte Stefanie von Berg, Bezirksamtsleiterin Altona, am Dienstag. „In den vergangenen Monaten haben wir gemerkt, was es bedeutet, wenn am Sonntagmorgen nicht das Leben an der Hafenkante pulsiert. Dann fehlt einfach etwas. Und das möchten wir nun gerne wieder ändern.“

Da der Hamburger Fischmarkt in seiner bisherigen Ausprägung ein Markt besonderer Art war, müssten die Rahmenbedingungen temporär auf die eines Wochenmarktes angepasst werden. Dies bedeutet vor allem, dass zunächst auf sogenannte Eventanteile verzichtet werden muss. Auf einer Länge von 250 Metern und einer Breite von 30 Metern können vorerst rund 60 Händler in zwei Reihen ihre Waren anbieten. Besucher müssen eine medizinische Maske tragen.

„Mit der Rückkehr des Fischmarkts setzt Hamburg ein Zeichen, dass sich das Tor zur Welt wieder einen Spalt breit öffnet“, sagte Wilfried Thal, Präsident vom Landesverband des Ambulanten Gewerbes. „Wir hoffen natürlich, dass die Pandemie es uns so schnell wie möglich erlaubt, zu alten Gepflogenheiten zurückzukehren.“ Seit März 2020 mussten Touristen und Hamburger wegen der Corona-Pandemie auf den 300 Jahre alten Fischmarkt verzichten. Üblicherweise sind dort etwa 120 Marktstände aufgebaut. Viele Nachtschwärmer gingen nach einem Abend auf dem Kiez direkt zum Fischmarkt.

13.10 Uhr: Offene Impfaktion in Schleswig-Holstein

Noch bis zum 30. Juni läuft die offene Impfaktion in Husum, Neumünster und Lübeck. Bislang haben nach Angaben des Landes 4.200 Menschen das Angebot angenommen. Nach anfänglich hoher Nachfrage habe die Nachfrage aber abgenommen.

Nach Angaben von Bernd Petersen, Koordinator des Impfzentrums Husum, werden dort jetzt noch rund 100 Dosen pro Tag verimpft. Deshalb wirbt er laut NDR noch einmal für diese Aktion, denn hier lägen noch 800 Dosen im Kühlschrank. Und: Die Zeit wird knapp, denn das Haltbarkeitsdatum des Impfstoffs läuft Ende Juni ab.

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Im zentralen Lager des Landes liegen nach Angaben des Sozialministeriums sogar noch 50.000 Dosen des Impfstoffs von AstraZeneca. Lediglich 200 Dosen davon sind nur noch bis Ende Juni haltbar. Hinzu kommen weitere Zehntausende Vaxzevria-Dosen, die laut NDR in zwei Dutzend Impfzentren und in den Arztpraxen vorhanden sind. Die meisten sind noch länger haltbar.

Die Sonderimpfaktion in den drei Impfzentren findet täglich von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 18 Uhr statt. Personen ab 18 Jahren können dort ohne Anmeldung geimpft werden. Mitzubringen sind nur ein Ausweisdokument und – wenn möglich – Impfausweis sowie die Dokumente des Gesundheitsministeriums für die Impfung mit einem Vektor-Impfstoff.

Mit Wartezeiten sollte dabei gerechnet werden. Die Zweitimpfung erfolgt dann fünf Wochen später.

Montag, 21. Juni

15.12 Uhr: Drei Modell-Diskotheken dürfen in Schleswig-Holstein ohne Maskenpflicht öffnen

Nach über einjähriger Schließung wegen der Corona-Pandemie dürfen die ersten drei Diskotheken in Schleswig-Holstein als befristete Modellprojekte unter strengen Auflagen wieder öffnen. Die Besucher müssen keine Maske tragen, keine Abstände wahren und negativ auf Corona getestet, geimpft oder genesen sein. Wie Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) am Montag in Kiel mitteilte, können sich Betriebe bis zum 2. Juli beim Land bewerben und bei Erfüllung aller Voraussetzungen frühestens am 20. Juli starten.

Landesweit soll jeweils eine Diskothek mit maximal 200, 500 und 2000 möglichen Besuchern für jeweils drei Veranstaltungen zugelassen werden. Diese müssen sich vorher anmelden und der Weitergabe ihrer persönlichen Daten an Gesundheitsämter und zur wissenschaftlichen Auswertung zustimmen. Die Corona-Tests der Gäste dürfen höchstens sechs Stunden alt sein. Dies sei der größtmögliche Zeitrahmen, dem Virologen zugestimmt hätten, sagte Buchholz. Man bewege sich hier in einer „extrem hohen Risikoklasse“.

Die Besucher müssen auch vier Nachtests am zweiten, vierten, sechsten und zehnten Tag nach dem Disko-Besuch zustimmen. Auf diese Weise sollen Infektionen schnell zugeordnet werden können. Wer die Nachtests nicht belegt, wird von weiteren Veranstaltungen ausgeschlossen - dies müssen die Betreiber sicherstellen. Eine Nachtest-Pflicht gilt nicht für Geimpfte und Genesene, sofern sie keine Symptome aufweisen.

Die Modellprojekte sind zunächst auf vier Wochen angelegt und müssen wissenschaftlich begleitet werden. Innerhalb dieser maximal vier Wochen sind jeweils drei Veranstaltungen möglich. Die Kosten der Auswertung trägt wie schon bei den Tourismus-Modellprojekten das Land.

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Das Ganze sei sehr aufwendig und beinhalte hohe Hürden, räumte Buchholz ein. „Das ist eine logistische Herausforderung.“ Um erfolgreich zu sein, müssten alle Beteiligten die strengen regeln einhalten. Er erhoffe sich eine Übertragbarkeit von Erkenntnissen aus den Modellprojekten auf den Normalbetrieb. „Wir wollen nicht riskieren, dass durch diese Öffnung nachgewiesen wird, dass es nicht funktioniert.“

Tanzveranstaltungen in Diskotheken und Clubs gelten laut Buchholz unter Corona-Bedingungen als problematischste Veranstaltungsform überhaupt. Das Land wolle sie jetzt unter strikten Bedingungen erproben. Tanzen mit Maske und unter Wahrung größerer Abstände sowie bei der Hälfte der zulässigen Besucherzahl, wie das in anderen Ländern erlaubt sei, helfe weder der Branche ökonomisch noch mache es den Besuchern Spaß.

„Entweder man macht es richtig oder man macht es gar nicht“, sagte der Minister. Es gehe zum einen um eine Wirtschaftsbranche, die in der Pandemie stark gelitten habe. Zum anderen gehe es um vorwiegend junge Menschen, die seit langem nicht mehr legal in Räumen feiern durften und die bis September voraussichtlich keine hohe Impfquote haben werden. Deshalb gebe es zunächst die Modellprojekte. Bewerbungen sind unter Modellprojekt.Disko@wimi.landsh.de möglich.

Ihm sei klar, dass eine Teilnahme an dem Projekt zunächst nicht besonders lukrativ sei, erklärte Buchholz. „Aber ich bin sicher, dass sich das ändern wird, wenn die Inzidenzzahlen im Land weiter sinken und Betriebe wie Gäste eine gewisse Routine bei dieser Art von Veranstaltungsbetrieb bekommen.“

11.55 Uhr: Hamburg lockert Corona-Beschränkungen weiter

Angesichts einer stabilen Infektionslage lockert der Hamburger Senat die Corona-Kontaktbeschränkungen weiter. Ab Dienstag können sich wieder zehn Personen aus verschiedenen Haushalten auch in Innenräumen treffen, wie der Senat am Montag mitteilte. Bislang waren nur fünf Personen erlaubt. Genesene und Geimpfte sowie Kinder werden dabei nicht mitgezählt.

Private Feiern mit mehr als zehn Personen werden wie Veranstaltungen behandelt. Im Innenbereich gelten Abstandsgebot sowie Masken- und Testpflicht. Hochzeiten und andere private Feierlichkeiten gelten als Veranstaltungen ohne feste Sitzplätze. Das heißt den Angaben zufolge, dass im Freien 250 Menschen zusammen feiern dürfen, in geschlossenen Räumen bis zu 50.

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Für Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen gilt ab Dienstag eine Obergrenze von 500 im Freien und 100 in geschlossenen Räumen. Demonstrationszüge mit mehr als 500 Teilnehmern und ortsgebundene Kundgebungen mit mehr als 1.000 Menschen im Freien oder 300 Teilnehmern in Innenräumen können im Ausnahmefall genehmigt werden, wenn die Infektionslage es zulässt.

In Restaurants und Kneipen dürfen Gäste Getränke und Speisen auch wieder im Stehen konsumieren. Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche können einen Kunden je 10 Quadratmeter einlassen; bislang war nur ein Kunde je 20 Quadratmeter erlaubt.

Als weitere Lockerung beschloss der Senat, Kontaktsport im Innenbereich mit zehn Teilnehmern zuzulassen. In Gottesdiensten darf wieder gesungen werden, für Hafen- und Stadtrundfahrten entfällt die Testpflicht – eine medizinische Maske reicht als Schutz aus.

Donnerstag, 17. Juni

17.41 Uhr: Schule in Hamburg auch nächstes Schuljahr mit Maske!

Während die Maskenpflicht im Freien ab morgen in Hamburg nicht mehr gilt, bleiben die Regeln an den Schulen allerdings bestehen. Auch nach den Sommerferien.

„Wir starten in das neue Schuljahr unter den gleichen Rahmenbedingungen, die jetzt am Ende des alten Schuljahres gelten.“ teilte Schulsenator Rabe am Donnerstag mit. „Immer neue Virusvarianten und die Probleme bei der Beschaffung des Impfstoffes bleiben ein Risiko. Deshalb gilt: Lieber testen und lüften als Schulen schließen.“

16.48 Uhr: Keine Maskenpflicht im Freien ab Freitag!

In Hamburg muss – mit wenigen Ausnahmen – ab morgen keine Maske mehr im Freien getragen werden. Das teilte der Senat am Donnerstag mit.

Die Pflicht, eine medizinische Maske im Freien zu tragen, gilt in Zukunft nur noch dort, wo Abstände von 1,5 m nicht eingehalten werden können, bei Gesundheitsbehandlungen im Freien, auf Wochenmärkten, in Warteschlangen vor Geschäften, Gaststätten oder ähnlichen Einrichtungen sowie bei touristischen Stadtrundfahrten.

In Innenräumen, wie öffentlich zugänglichen Gebäuden, in Arbeits- und Betriebsstätten sowie bei Gesundheitsbehandlungen, Friseurbesuchen, bei religiösen Veranstaltungen, in Einrichtungen der Kultur, beim Einkaufen, bei Sportveranstaltungen und jeglichen anderen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, muss weiterhin eine medizinische getragen werden.

Im Öffentlichen Personennahverkehr ist es künftig nicht mehr zwingend erforderlich, eine FFP2-Maske zu tragen. Künftig reicht es auch hier aus, wenn Fahrgäste eine medizinische Maske tragen.

13.15 Uhr: Krankenkasse warnt vor Selfies mit gelbem Impfausweis

Die Krankenkasse Barmer Hamburg warnt vollständig gegen Corona geimpfte Menschen davor, sich mit ihrem ausgefüllten gelben Impfpass zu fotografieren und das Bild im Internet zu veröffentlichen. „Die Daten, wie die Chargennummer des Impfstoffes oder Stempel der Arztpraxis, können von Fälschern missbraucht werden“, sagte Barmer-Landesgeschäftsführer Frank Liedtke am Donnerstag laut Mitteilung in Hamburg.

Die Covid-19-Impfung ist in der Regel in dem gelben Heft mit einem Aufkleber, dem Datum sowie den Daten der Arztpraxis sowie einer Unterschrift versehen. Damit können Geimpfte ihren vollständigen Impfschutz nachweisen. Zusätzlich kann die Impfung mittlerweile auch digital mit dem Smartphone und der Anwendung „CovPass“ belegt werden.

Mittwoch, 16. Juni

7.30 Uhr: Hamburg bekommt Astrazeneca aus Schleswig-Holstein

Bislang fehlt in Hamburg Impfstoff, um die Menschen schneller gegen das Coronavirus zu schützen. Nun kommt unerwartete Hilfe aus Schleswig-Holstein.

Das Nachbarland gibt nämlich einen Teil des von Dänemark überlassenen Impfstoffs Astrazeneca an Hamburg ab. Durch die Lieferung könnten am Mittwoch mindestens 8000 neue Termine im Impfzentrum vergeben werden, sagte der Sprecher der Hamburger Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich. Das benachbarte Bundesland schaffe es nicht, die Dosen aus dänischem Lagerbestand rechtzeitig vor Ablauf der Haltbarkeit Ende Juni zu nutzen.

Um die zusätzlichen Termine könnten sich alle über 60-jährigen Hamburger ab 12.00 Uhr bemühen. Das städtische Impfzentrum halte sich strikt an die Empfehlung der Ständigen Impfkommission, Astrazeneca nur an Menschen dieses Alters zu verimpfen. Zugelassen ist der Stoff Vaxzevria allerdings für alle Erwachsenen. Arztpraxen könnten das Produkt des schwedisch-britischen Herstellers auch an Jüngere abgeben. Dafür sei aber ein eingehendes Aufklärungsgespräch erforderlich, das im Massenbetrieb des Impfzentrums nicht möglich sei, erklärte Helfrich.

Schleswig-Holstein hat bereits 20.000 Dosen Astrazeneca an Nordrhein-Westfalen weitergegeben. Dänemark hat die Impfungen mit Astrazeneca ausgesetzt und Schleswig-Holstein in zwei Lieferungen rund 115.000 Dosen überlassen.

Die Zahl der mindestens einmal in Hamburg Geimpften gab das Robert Koch-Institut am Dienstag mit 842.534 an. Als vollständig geimpft gelten inzwischen 477.032 Hanseaten. Sie machen demnach 25,8 Prozent der Einwohner aus. Damit liegt Hamburg im Ländervergleich im unteren Bereich. In Schleswig-Holstein sind es 27,5 Prozent.