Fehmarn: Das war's! Aus diesen großen Plänen für die Insel wird nichts

Die Stimmberechtigten haben sich gegen ein Großprojekt auf der Insel Fehmarn ausgesprochen. (Symbolbild)
Die Stimmberechtigten haben sich gegen ein Großprojekt auf der Insel Fehmarn ausgesprochen. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / Priller&Maug

Auf Fehmarn stand am Sonntag eine wichtige Entscheidung an. Erst vor Kurzem waren die Stimmen der Bürgerinnen und Bürger bei der Bürgermeisterwahl gefragt gewesen.

Jetzt ging es auf Fehmarn um ein großes Bauprojekt. Und aus dem wird nichts.

Fehmarn: Das Familienhotel kommt nicht

Die österreichische Jufa Gruppe hatte ein Vier-Sterne-Hotel direkt am Meeschendorfer Strand an der Ostsee geplant. Zielgruppe sollten Familien sein. Doch es hatte sich Widerstand gegen die großen Pläne geregt.

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Die Gegner vom Bürgerbegehren fanden das geplante Hotel mit seinen mehr als 200 Betten zu groß und zu wuchtig, über 15 Meter hoch hätte das Gebäude werden sollen. Zudem hatten Gegner Bedenken bezüglich des Naturschutzes angeführt (MOIN.DE berichtete).

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Das ist Fehmarn:

  • Fehmarn ist nach Rügen und Usedom die drittgrößte Insel Deutschlands
  • Es ist die einzige Ostsee-Insel Schleswig-Holsteins
  • Die Fehmarnsundbrücke, die Fehmarn mit dem Festland verbindet, ist 963 Meter lang
  • Fehmarn zählt rund 12.600 Einwohner
  • Auf der Insel gibt es vier Naturschutzgebiete
  • Der 17,6 Kilometer lange Fehmarnbelttunnel soll Fehmarn mit der dänischen Insel Lolland verbinden; die Eröffnung ist für 2029 geplant

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Die Stadt Fehmarn hingegen hatte mitgeteilt, dass sich der Bau dem Landschaftsbild anpassen würde und eine Riesenchance für den Tourismus auf der Insel sei.

Fehmarn: Geringe Wahlbeteiligung und knappe Entscheidung

Jetzt ist die Entscheidung gefallen: Wie der NDR berichtet, haben sich bei dem Bürgerentscheid 54 Prozent der Wähler, und damit mehr als 2.450 Insulaner, gegen den geplanten Hotelneubau entschieden. Die Wahlbeteiligung lag demnach bei 39,3 Prozent.

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Der Investor hatte laut „fehmarn24.de“ im Vorfeld der Abstimmung eine Bauruine befürchtet, sollte der Bau abgelehnt werden.

Und die Stadt Fehmarn hatte im Vorfeld gesagt, dass ein Hotelprojekt an dem Standort kaum mehr möglich sein werde, da die Übergangsfrist für ein Bauverbot im 150 Meter breiten Gewässerrandstreifen am 23. Juni 2021 ausläuft. (kbm)