Fehmarn: Insel-Bewohnerin beobachtet brenzlige Situation – und schreitet sofort zur Tat!

Eine Frau auf Fehmarn beobachtet dramatische Szenen am Deich (Symbolbild).
Eine Frau auf Fehmarn beobachtet dramatische Szenen am Deich (Symbolbild).
Foto: picture alliance/dpa

Wie jeden Tag schwang sich eine Insel-Bewohnerin auf Fehmarn auf ihr Rad, um zur Arbeit zu fahren. Doch dieses Mal verlief ihre Tour ein wenig anders.

Als sie über den Deich auf Fehmarn radelte, bemerkte sie auf einmal einen Notfall, der sie sofort zum Bremsen brachte. Die Frau schritt ohne Zögern zur Tat.

Fehmarn: Frau beobachtet dramatische Szene

In einem Video auf Facebook teilte die Frau auf Fehmarn Szenen ihrer täglichen Radtour zur Arbeit entlang des Deiches. Dabei fiel ihr plötzlich das Blöcken eines Lammes auf, welches augenscheinlich ins Wasser gefallen war.

Obwohl laut der Insel-Bewohnerin drei Fahrradfahrer vor ihr fuhren, hielt keiner von ihnen an, um das Lamm aus dem Wasser zu holen und vor dem Ertrinken zu retten.

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Das ist Fehmarn:

  • Fehmarn ist nach Rügen und Usedom die drittgrößte Insel Deutschlands
  • Es ist die einzige Ostsee-Insel Schleswig-Holsteins
  • Die Fehmarnsundbrücke, die Fehmarn mit dem Festland verbindet, ist 963 Meter lang
  • Fehmarn zählt rund 12.600 Einwohner
  • Auf der Insel gibt es vier Naturschutzgebiete
  • Der 17,6 Kilometer lange Fehmarnbelttunnel soll Fehmarn mit der dänischen Insel Lolland verbinden; die Eröffnung ist für 2029 geplant

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Gegenüber MOIN.DE erklärt sie die Situation: „Ich will die Menschen jetzt nicht schlecht machen. Es kann ja sein, dass sie es nicht gesehen haben. Mir ist es allerdings sofort aufgefallen.“

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Die Frau hielt es für selbstverständlich das kleine Lamm zu retten. Obwohl das verschreckte Tier äußerst scheu war, gelang es ihr letztendlich: „Es ist etwas scheu gewesen und wollte sich erst nicht einfangen lassen. Dann habe ich es aber geschafft. Das Lamm ging anschließend direkt zum Mutterschaf“, berichtet sie gegenüber MOIN.DE.

Fehmarn: Inselbewohnerin weist auf ernsthaftes Problem am Deich hin

Ganz nach dem Motto „Jeden Tag eine gute Tat“ nahm die Insulanerin für die Rettungsaktion nasse Hände und Schuhe in Kauf.

Dennoch möchte sie mit ihrem Facebook-Beitrag auch über ein ernsthaftes Problem informieren. Am Deich auf Fehmarn haben die Schafe ihrer Meinung nach kaum schattige Flächen und demnach auch nicht genug Wasserzufuhr.

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In den vergangenen Jahren habe wenigstens eine Wassertränke am Deich für die Schafe bereit gestanden. Dieses Jahr fehle diese allerdings.

Nach der Rettung des kleinen Lamms informierte die Insulanerin deshalb gleich das Veterinäramt, da sie fest davon überzeugt war, dass das Lamm in das Wasser gefallen sei, weil es schlichtweg durstig gewesen sei.

Fehmarn: Der Einsatz der Insulanerin zeigt Wirkung

„Da können alle sagen was sie wollen. Ich bin anderer Meinung. Viele sagen nämlich, dass die Schafe durch das Gras genügend Flüssigkeit aufnehmen. Das ist aber nicht Fakt.“

Auch das Veterinäramt sei dieser Auffassung. Eine Wassertränke müsse auf jeden Fall vorhanden sein. Die Frau berichtet weiter von Vorfällen in den vergangenen Jahren, bei denen Schafe tot auf dem Deich gelegen hätten.

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Der Einsatz der Insulanerin zeigte anscheinend auch schon Wirkung: „Jetzt sehe ich gerade, es steht heute eine Wassertränke da. Das Veterinäramt hat sich tatsächlich gekümmert. Da hat es ja trotzdem etwas gebracht. Ich bin happy!“, berichtet sie gegenüber MOIN.DE.

Und nicht nur sie kann sich freuen, sondern auch die Schafe am Deich auf Fehmarn. (pag)