Fehmarn: Große Pläne für die Insel – deswegen könnte hier bald Urlaub möglich sein

Noch darf Fehmarn keine Übernachtungsgäste empfangen – das soll sich ändern.
Noch darf Fehmarn keine Übernachtungsgäste empfangen – das soll sich ändern.
Foto: imago

Ist etwa bald ein Urlaub auf Fehmarn möglich?

Die Stadtvertretung der Insel steht einem großen Corona-Projekt des Landes Schleswig-Holsteins sehr positiv gegenüber. Demnach könnten unter besonderen Grundvoraussetzungen und Sicherheitsmaßnahmen Reisen nach Fehmarn möglich sein. Bislang ist allerdings noch nichts entschieden.

Fehmarn: Ist hier bald Urlaub möglich?

Ab dem 19. April könnten Ferienwohnungen, Hotels, Gastronomie und andere touristische Einrichtungen öffnen, berichten die „Lübecker Nachrichten“. Die Idee kam von Schleswig-Holsteins Innenminister Bernd Buchholz (FDP).

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Gute Voraussetzungen bestehen jedenfalls in Ostholstein: der Inzidenzwert fiel in den vergangenen Tagen von 42,9 auf 30,4 (Stand: 29. März, 8.00 Uhr).

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Das ist Fehmarn:

  • Fehmarn ist nach Rügen und Usedom die drittgrößte Insel Deutschlands
  • Es ist die einzige Ostsee-Insel Schleswig-Holsteins
  • Die Fehmarnsundbrücke, die Fehmarn mit dem Festland verbindet, ist 963 Meter lang
  • Fehmarn zählt rund 12.600 Einwohner
  • Auf der Insel gibt es vier Naturschutzgebiete
  • Der 17,6 Kilometer lange Fehmarnbelttunnel soll Fehmarn mit der dänischen Insel Lolland verbinden; die Eröffnung ist für 2029 geplant

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Doch Fehmarns Bürgermeister Jörg Weber (SPD) hatte Bedenken: Für die Verwaltung bedeute die Antragstellung aber einen „Riesenarbeitsaufwand.“ Da das Zeitfenster recht knapp sei und die Konzepte bis zum 7. April eingereicht werden müssten.

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Fehmarn:

Stadtvertreter Lars Hviid (FWV) meinte gegenüber den „Lübecker Nachrichten“: „Trotzdem eine wichtige Sache, die wir unbedingt verfolgen sollten.“

Demnächst soll auch die Luca-App als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme auf Fehmarn eingeführt werdem. Kritik kommt von den Grünen, da es wohl keine Begrenzung der Personenzahlen geben werde. „Wir nehmen praktisch nur die Urlauberwelle vorweg, die in der Saison ohnehin kommen wird“, sagte Marco Eberle.

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SPD-Politikerin Marianne Unger warnte davor, dass man die Gefährlichkeit und die weitere Ausbreitung des Coronavirus nicht unterschätzen sollte. Ohnehin werde das zur Zeit noch herrschende Vermietungsverbot offenbar von einigen örtlichen Ferienwohnungsbesitzern unterlaufen.

Fehmarn: Noch nichts beschlossen

Noch ist in Sachen Modellprojekt nichts entschieden. Bürgemeister Weber erklärte, dass er sich noch zunächst eingehender mit den Modalitäten befassen müsse.

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Auch erklärte er, dass es ab Montag, 29. März, in einigen Bereichen der Stadt Fehmarn auch im Freien eine Maskenpflicht geben wird: in Burg um die Bahnhofstraße, Am Markt und Breite Straße sowie die Parkplätze Osterstraße und West und in Orth das Hafengelände.

Keine Maskenpflicht soll es auf der Promenade in Burgtiefe geben, weil dort genügend Ausweichmöglichkeit für Spaziergänger bestehe. (oa)