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Fehmarn: Boot sinkt in der Ostsee – sechs Menschen erleben großen Horror

Fehmarn

So schön ist die Sonneninsel

Am Samstag, den 20. August, endete ein Angelausflug vor Fehmarn auf der Ostsee dramatisch.

Das Angelboot von sechs Männern ist südöstlich von Burgstaaken (Fehmarn) gekentert und später gesunken. Danach erlebten sie einen großen Horror.

Fehmarn: Männer erleben großen Horror

Etwa zwei Seemeilen von der Küste entfernt bemerkten die sechs Männer Wasser im Boot. Innerhalb kürzester Zeit bekam ihr Boot Schlagseite und kenterte, so dass ihnen keine Zeit blieb, einen Notruf abzusetzen.

Einer der Männer kam im Wasser an sein Handy heran, das noch einen kleinen Moment funktionierte. Im Wasser schwimmend wählte er die 112. Alle sechs Männer hielten sich am Rumpf ihres gesunkenen Bootes fest, was durch wenig Seegang und sommerliche Wassertemperaturen möglich war.

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Einer der Männer konnte mit einer Rettungsweste winken. Das Signal wurde von anderen Anglern gesehen. Mit ihrem Boot eilten sie zu Hilfe. Über eine Bootsleiter nahmen sie drei der Schiffbrüchigen auf – mehr Menschen konnte ihr kleines Boot nicht fassen.

Ostsee
Das Angelboot ist im Wasser vor Fehmarn gesunken. Foto: Die Seenotretter – DGzRS

Das ist Fehmarn:

  • Fehmarn ist nach Rügen und Usedom die drittgrößte Insel Deutschlands
  • Es ist die einzige Ostsee-Insel Schleswig-Holsteins
  • Die Fehmarnsundbrücke, die Fehmarn mit dem Festland verbindet, ist 963 Meter lang
  • Fehmarn zählt rund 12.600 Einwohner
  • Auf der Insel gibt es vier Naturschutzgebiete
  • Der 17,6 Kilometer lange Fehmarnbelttunnel soll Fehmarn mit der dänischen Insel Lolland verbinden; die Eröffnung ist für 2029 geplant

Fehmarn: Glück im Unglück

Die Rettungsleitstelle See der DGzRS wurde über einen verstümmelten Notruf informiert, der bei der Landrettungsleitstelle Süd eingegangen war.

Der Notfall wurde im weiteren Bereich des Leuchtturms Staberhuk vermutet. Sofort alarmierten die Wachleiter die Freiwilligenbesatzung des Seenotrettungsbootes „Romy Frank“ der Station Puttgarden und den Seenotrettungskreuzer „Bremen“ der Station Großenbrode sowie weitere Schiffe in der Nähe des vermuteten Unfallortes.

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Die freiwilligen Seenotretter der „Romy Frank“, die derzeit in Burgstaaken liegt, liefen innerhalb von nur fünf Minuten aus. Retter und Gerettete konnten bereits das auf sie zufahrende Seenotrettungsboot erkennen und gaben nun ihre genaue Position in Höhe von Meeschendorf/Staberdorf durch. Die „Romy Frank“ rettete auch die drei weiteren Angler über ihre Bergepforte aus dem Wasser.

Einer der freiwilligen Seenotretter, von Beruf Rettungsassistent, nahm sich sofort der Geretteten an. Das kleine Angelboot mit den anderen drei Geretteten wurde längsseits genommen und auch diese drei wurden auf das Seenotrettungsboot übernommen.

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Alle sechs Geretteten im Alter zwischen 50 und 70 Jahren sind wohlauf. Die Männer aus dem Raum Hamburg berichteten, dass sie zu einem Angelausflug von Burgstaaken aus gestartet waren.


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Die „Romy Frank“ mit den Geretteten blieb bis zum Eintreffen des Seenotrettungskreuzers „Bremen“ vor Ort, um andere Schiffe nicht durch das kaum noch sichtbare Bootswrack zu gefährden. Inzwischen ist es gesunken.

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Das Mehrzweckschiff „Arkona“ des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Stralsund markierte die Unglücksstelle.