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Fehmarn: Krasser Fund am Strand sorgt für Aufsehen – „Millionen Jahre“

Ein Mann spaziert mit seinem Hund auf der Ostsee-Insel Fehmarn. Foto: IMAGO / Hoch Zwei/Angerer

Eltern aus dem Norden kennen das sicher. Bei einem Strandbesuch an der Ostsee, zum Beispiel auf Fehmarn, finden Kinder immer die schönste Muschel oder den außergewöhnlichsten Stein. Die Begeisterung ist grenzenlos. Nur bei den Eltern hält sich die Freude nach dem dritten Stein oder der vierten Muschel in Grenzen.

Ein Mann auf Fehmarn am Niobe machte jetzt aber eine wirklich unglaubliche Entdeckung, die auch solche Eltern beeindrucken würde. Als der Mann seinen historischen Fund auf Facebook teilte, sorgte er damit für Aufsehen. Zig Millionen Jahre soll er sein.

Fehmarn: Mann teilt Fund auf Facebook

Strandvideos, Bilder von Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungstipps – in Facebook-Gruppen tauschen sich auch Insulaner und Fans von Fehmarn gerne und vielseitig über die Ostseeinsel aus.

Ein Post in der Facebook-Gruppe sorgte jetzt ganz besonders für Aufsehen. Ein Nutzer teilt seinen Strandfund in der Gruppe. Schnell wird klar: sein Fund ist etwas ganz Besonderes, denn er ist mehrere Millionen Jahre alt.


Das ist Fehmarn:

  • Fehmarn ist nach Rügen und Usedom die drittgrößte Insel Deutschlands
  • Es ist die einzige Ostsee-Insel Schleswig-Holsteins
  • Die Fehmarnsundbrücke, die Fehmarn mit dem Festland verbindet, ist 963 Meter lang
  • Fehmarn zählt rund 12.600 Einwohner
  • Auf der Insel gibt es vier Naturschutzgebiete
  • Der 17,6 Kilometer lange Fehmarnbelttunnel soll Fehmarn mit der dänischen Insel Lolland verbinden; die Eröffnung ist für 2029 geplant

Historischer Fund an der Küste von Fehmarn

Nach dem Ende der Kreidezeit vor 70 Millionen Jahren sorgte der Einschlag eines Meteoriten in der mexikanischen Halbinsel Yucatán für das Massensterben vieler Tiere. Neben den meisten Dinosauriern starben dabei auch Seeigel.

Einen solchen „versteinerten Seeigel“ fand der Facebook-Nutzer am Strand von Fehmarn am Niobe. Was aussieht wie ein „normaler“ Stein, wie ihn Kinder früher ihren Eltern als stolzen Fund zeigten, entpuppt sich nach längerem Blick als fossiler Seeigel.

Als dunkelgrau mit hellen Akzenten lässt sich das versteinerte Gehäuse des Tieres beschreiben. Bei genauer Betrachtung erkennt man deutlich die Gonaden der „Echinoidea“, wie die offizielle biologische Bezeichnung des Tieres lautet. Wer einen Seeigel bereits von innen betrachten durfte, der kennt die orangen Drüsen, die allgemein als „Seeigelzunge“ als Delikatesse gilt.


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Es wird nicht der letzte „wunderschöne“ Fund auf Fehmarn gewesen sein

In der Gruppe stößt das Fossil auf Begeisterung. „Toller Fund“, kommentiert ein Mann unter die Aufnahme. „Wunderschön“, meint jemand anderes und berichtet: „Hab auch einen, aber nicht so perfekt wie dieser.“ Ein weiterer Insel-Fan erkannte das Tier und machte sofort klar, dass der Fund um die 60 Millionen Jahre alt sein müsste.

Ein echter historischer Fund an der Küste von Fehmarn. Zwar ist dieser Fund nicht selten – doch definitiv etwas besonderes. Vor allem für den Finder.

Mit viel Glück lassen sich weitere solcher Exemplare in der Nord- und Ostsee oder an den Stränden finden. Dort sollen sie laut Experten besonders häufig vorkommen. Für Eltern gilt also: Obacht bei den Funden ihrer Kinder!

>> Hier gibt es den Fund zu sehen.