Fehmarn: Tausende Menschen wollen auf die Insel – doch kurz davor beginnt ein Drama

Ärger auf Fehmarn.
Ärger auf Fehmarn.
Foto: imago images/M.Zettler

Ärger auf Fehmarn – und das kurz vor Pfingsten! Kommunal- und Landespolitiker schlagen wegen der Verkehrssituation auf Fehmarn Alarm.

Bereits am letzten Wochenende sorgten die Zustände für unschöne Bilder von der Ostsee-Insel (hier mehr dazu). Am Freitag (3. Juni) ging es um die Mittagszeit dann schon wieder los mit dem großen Stau-Ärger. Auf Fehmarn schrillen deswegen die Alarmglocken.

Fehmarn: Nadelöhr sorgt für Politiker-Ärger

Grund für die ständigen Staus um die Wochenenden herum sind Arbeiten zur Sanierung der Fehmarnsundbrücke und die damit verbundenen Verkehrseinschränkungen. Der Verkehr wird dort nämlich auf zehn Stundenkilometer gebremst. Und die Auswirkungen sind groß.

„Für uns bedeutet dies, dass das tägliche Leben für Rettungsdienste, Pendler von und nach Fehmarn, für das lokale Gewerbe, für den Fährbetrieb Puttgarden und für den Tourismus sehr betroffen und mehr als eingeschränkt und zum Teil gefährdet ist“, heißt es in einem Brandbrief der Bürgermeister der Stadt Fehmarn und der Gemeinde Großenbrode, Jörg Weber und Jens Reise.

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Das ist Fehmarn:

  • Fehmarn ist nach Rügen und Usedom die drittgrößte Insel Deutschlands
  • Es ist die einzige Ostsee-Insel Schleswig-Holsteins
  • Die Fehmarnsundbrücke, die Fehmarn mit dem Festland verbindet, ist 963 Meter lang
  • Fehmarn zählt rund 12.600 Einwohner
  • Auf der Insel gibt es vier Naturschutzgebiete
  • Der 17,6 Kilometer lange Fehmarnbelttunnel soll Fehmarn mit der dänischen Insel Lolland verbinden; die Eröffnung ist für 2029 geplant

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Unter diesen Umständen seien die Sicherheit von Bewohnern und Gästen sowie eine „zeitgerechte Verfügbarkeit“ der Feuerwehren, der Rettungs- und Sicherheitsdienste nicht zu gewährleisten! Mit Bezug zum letzten Wochenende heißt es von der SPD-in Ostholstein: „Wir können froh sein, dass es zu keinen Notsituationen kam.“

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Fehmarn: Brief nach ganz oben

Gerichtet ist das Schreiben an Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP), Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) und den Vorstandschef der Deutschen Bahn, Richard Lutz. Bund und Land müssten auf die Bahn einwirken, um umgehend „eine verkehrsgemäße Lösung zur laufenden Sanierung“ zu finden.

Die SPD-Landtagsfraktion unterstützte den Appell. Die Lage müsse schnellstmöglich entschärft werden, forderte am Mittwoch der verkehrspolitische Sprecher, Niclas Dürbrook. Ein Chaos zu Pfingsten müsse verhindert werden. Zu Himmelfahrt sei die Lage beiderseits der Fehmarnsundbrücke dramatisch gewesen. Die Brückensanierung müsse ohne Verkehrsinfarkt für die Region vorankommen, Günther müsse das Thema sofort zur Chefsache machen.

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Von den Problemen betroffen seien nicht nur die B207, sondern auch die Anschlussstellen auf Fehmarn mit erheblichen Folgen für den gesamten Verkehr auf der Insel und in Großenbrode, erläuterten die Bürgermeister. Die Region dürfe nicht länger blockiert werden. (dpa/rg)