Ferien an der Nordsee: Urlauberin stellt sich eine Frage, die viele betrifft

Ferien: Aushängeschild von Amrum ist der Leuchtturm.
Ferien: Aushängeschild von Amrum ist der Leuchtturm.
Foto: IMAGO / imagebroker

Sylt, Amrum, Föhr, sie sind alle bekannt als jene Inseln, auf denen Ferien gemacht werden. Wo man sich erholen kann und die etwas Paradiesisches an sich haben.

Urlauber kommen für ein, zwei oder drei Wochen an die Nordsee, lassen die Seele baumeln und reisen dann wieder ab. Bis dann die nächsten Ferien anstehen und es wieder zurück an die Lieblingsorte geht.

Nicht nur Ferien auf Amrum machen?

Doch wie ist es eigentlich, wenn man nicht in den Urlaub an die Nordsee fährt, sondern dauerhaft dort verweilt? Diese Frage treibt eine Frau auf Facebook um. „Wie ist es eigentlich, das ganze Jahr über auf der Insel zu leben?“, fragt sie.

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Keine allzeitverfügbare Verbindung zum Festland, nur wenige Einwohner, keine großen Eventhallen oder Stadien und vor allem wenig Leben im Winter – das muss man mögen.

Doch natürlich gibt es auch genug Menschen, die damit überhaupt keine Probleme haben und das Küsten-Leben bevorzugen.

Ferien: Insel engt ein

So antwortet eine Amrumerin: „Ich bin vor 26 Jahren hier gestrandet. Ich bin gerne hier. Es gibt pro und contra. Langeweile gibt es nicht, erst die Kinder und jetzt ein Hund.“ Ein Mann meint: „Es ist leicht hier. Infrastruktur passt, Wyk ist quasi um die Ecke. Wichtig ist am besten arbeitsunabhängiger Wohnraum. Erwarte keine Kultur-Highlights und sehe großzügig über den Inselstolz hinweg.“

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Eine weitere Frau findet sogar, dass das Leben auf Amrum wie überall in der Welt sei – auch im Winter ohne Urlauber. Kritischere Worte kommen hingegen von einem Ex-Insulaner:

„Für mich hat Amrum in den letzten Jahren viel an Lebensqualität verloren indem Einrichtungen geschlossen wurden, die freizeitmäßig für mich wichtig waren. Die Insel engt schon sehr ein. Gerade im Winter, wo die Fährverbindungen teils echt schlecht sind. Man muss auch mit den Menschen klar kommen. Bist du ein Eigenbrödler, könnte es schwer werden.“

Ferien: Hohe Kosten auf Amrum

Auch die Lebenshaltungskosten seien auf der Insel sehr hoch. „Wenn Du eine vernünftige Wohnung haben möchtest, brauchst Du schon fast zwei Jobs, um sie Dir leisten zu können.“

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Er sei deswegen letztlich nach Dithmarschen gezogen. Amrum sei toll, aber auf dem Festland gebe es einfach mehr Möglichkeiten. (rg)